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* T I M G A D * von Fabrice Benchaouche, Algerien/France 2016

16. Aug. 2019
21:15 - 23:15 Uhr
* Bar, Restauration und Musik ab 19:00 Uhr * Filmbeginn ca. 21:15

Ort:
* Seeanlage Farb * Hafen Portofino * Beim blauen Haus *
Seestrasse 100
8800 Thalwil
Preise:
* Kein Eintritt * Findet bei jeder Witterung statt * Keine Parkplätze * Wunderschöner Spaziergang dem See entlang * 10 Mintuten vom Bahnhof Thalwil oder fünf Minuten von der Schiffstation Thalwil entfernt *

Vorfilm -> ALL INCLUSIVE von Corina Schwingruber Ilic;, CH 2018, Kurzfilm-Doku, 11 Minuten
Organisator:
filmpodium thalwil
Kontakt:
Verena Biedermann
E-Mail:
info@filmpodiumthalwil.ch
Voraussetzungen:
* Originalversion mit deutschen Untertiteln * 100 Minuten * Ab 8 Jahren *
Anmeldung:
* Nicht notwendig * Einfach kommen und den Film-Abend, den See, die Bar mit uns geniessen *
Website:
http://www.filmpodiumthalwil.ch


Mit märchenhaften Elementen versetzt der Regisseur Fabrice Benchaouche die Geschichte einer algerischen (Jugend-)Fussballmannschaft, die sich in der dörflichen Umgebung zwischen den antiken Ruinen der Berberstadt Timgad gründet.

'Timgad'ist der heutige Name der römischen Stadt Thamugadi, deren Überreste sich etwa 40 Kilometer östlich von Batna in Algerien befinden. Im Norden und Osten der antiken Stadt liegt der moderne Ort Timgad.

Der Regisseur hat sich also einen geschichtsträchtigen Ort als Kulisse für sein Spielfilmdebüt ausgesucht. In Timgad ragen die Überreste der alten Bauwerke in den Himmel. Das passt jedenfalls gut zu seiner Film-Komödie, schliesslich begegnet der aus Paris stammende Sohn eines algerischen Vaters und einer französisch-belgischen Mutter den historischen Ruinen als klassischer Geschichtenerzähler.
Träumen erlaubt

TIMGAD erscheint wie ein modernes Märchen, was gleich zu Beginn klar wird: In einem wunderbar verträumten Tableau wan­dert eine Mondsichel über den sternenbe­leuchteten Nachthimmel, darunter ein an einen Hang geschmiegtes Dorf, in dem am 4. Dezember 1996 zwölf Kinder geboren werden, elf Jungen und ein Mädchen. "Die Söhne eines Tages" werden sie genannt, wobei die Tochter Naïma (Fella Benini) des Lebensmittelhändlers Larbi (Lofti Yahya Jedidi) bewusst unterschlagen wird.

Kurz darauf wird der Ort von fanatisierten Djihadisten überfallen, wobei die Väter der Jungen fast alle ums Leben kommen.

Zehn Jahre später gründet der fussballbegeisterte und laizistischen Dorflehrer Mokhtar (Sid Hamed Agoumi mit den elf Jungen seiner Klasse den Fussballclub "Juventus Timgad". Der Club hat kein Geld, von Erfolgen ganz zu schweigen. Ohne anständige Schuhe und einen fähigen Coach haben die Jungen fast jedes Fussballspiel verloren. Insbesondere ihr Gegner Batna hat sich dabei zu einem echten Rivalen herauskristallisiert. Doch dann kommt eines Tages Jamel, ein französisch-algerischer Achäologe aus Marseille ins Dorf Timgad. Und der Neuankömmling versteht etwas von Fussball. Mokhtar kann Larbi als Sponsor und Jamel (Mounir Margoum), den Ex-Fussballer, als Trainer gewinnen. Das Team will es zur Jugendmeisterschaft nach Marseille schaffen.

Benchaouches Film macht Spass. Es ist zum Schmunzeln und einfach sympathisch, wie der Regisseur den bekannten Topos mit märchenhaften Elementen anreichert und in den dörflichen Kontext verlegt. Von besonderer Natur sind denn auch die Hürden, die das Team zu meistern hat. Gespielt wird in löchrigen Trikots auf staubigen Plätzen mit klapprigen Toren, die von Ziegen gefressenen Fussballschuhe werden kurzerhand durch aufgemalte Exemplare ersetzt. Eine Liebesgeschichte darf da natürlich auch nicht fehlen. Zuckersüss inszeniert Benchaouche die Anbandelung von Jamel und Mustaphas (Axel Bakouri) verwitwerter Mutter Djamila (Myriem Akheddiou).

Die Schrecken und Folgen des algerischen Bürgerkriegs zwischen der Regierung und islamistischen Gruppierungen wehen durchgehend mit – "Das sind alles 9/11er", brummt Mokhtar etwa einmal über den Dorf-Imam –, auch kritisiert Benchaouche überkommene Werte und Rollenbilder und nimmt die Globalisierung aufs Korn. Dennoch formuliert TIMGAD keine fundierte Kritik, sondern ist ganz klar filmischer Eskapismus. Es darf schliesslich auch noch geträumt werden.[epd.trigon]

Vorfilm -> ALL INCLUSIVE von Corina Schwingruber Ilic;, CH 2018, Kurzfilm-Doku. 11 Minuten

Filmstill

Dokument
OA18.Blaues_Haus.jpg (jpg, 387.2 kB)