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Integration


Fragen
01 Was versteht man unter Integration?nach oben
Integration
Integration bedeutet wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einbindung aller Gesellschaftsmitglieder mit dem Ziel zur Herstellung von Chancengleichheit. Um dies zu erreichen, bedarf es des Engagements der Migrantinnen und Migranten, der Offenheit der Aufnahmegesellschaft und der Mitwirkung aller wichtigen Partner der öffentlichen Hand und nicht-staatlicher Organisationen. Integration ist damit eine Querschnittaufgabe. Integrationsförderung stellt die Mittel und Instrumente bereit, um die Integration erreichen zu können.

Ziel der Integration ist es, dass die einheimische und die ausländische Wohnbevölkerung gut zusammenleben. Grundlage bilden dabei die Grundwerte der Bundesverfassung, gegenseitige Achtung und Toleranz.

Integration ist ein fortlaufender Prozess, der sich immer wieder verändert, weil sich auch unsere Gesellschaft ständig wandelt. Erst wenn alle Beteiligten – Migrantinnen und Migranten, Schweizerinnen und Schweizer sowie die Institutionen – mitmachen, kann Integration gelingen.

Bundesamt für Migration: häufig gestellte Fragen
Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen
02 Wo kann ich Deutsch lernen?nach oben
Deutschkurs
Wer sich als Migrantin oder Migrant in die Gesellschaft integrieren will, muss sich mit den Mitmenschen verständigen können. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass Sie die deutsche Sprache lernen. Dies erlaubt es Ihnen etwa, eine Arbeitsstelle zu finden, sich im täglichen Leben mit Nachbarn, Freunden oder Arbeitskollegen zu unterhalten und sich am gesellschaftlichen Leben aktiv zu beteiligen. Sie können so auch Ihren Kindern beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

Das Erlernen einer Sprache braucht Zeit, Geduld und viel Übung. Besonders am Anfang kann das schwierig sein; lassen Sie sich aber davon nicht entmutigen. Am besten Sie besuchen eine der zahlreichen Sprachschulen; es gibt teils spezielle Kurse für Migrantinnen und Migranten. Gemeinsam mit anderen zu lernen, ist motivierend und macht mehr Spass. Informieren Sie sich über die Angebote und Preise. Ihre Sprachkenntnisse können Sie zusätzlich verbessern, indem Sie sich mit anderen Personen unterhalten, Zeitungen, Texte im Internet oder Bücher in deutscher Sprache lesen, Radio hören oder fernsehen.

In Thalwil gibt es Deutschkurse der AOZ Zürich. Sie richten sich an Anfängerinnen und Anfänger sowie an Fortgeschrittene (verschiedene Niveaus). Sie sind auch für Personen mit wenig Schulbildung geeignet.

Deutschkurse in Thalwil
Migros Klubschule: Deutschkurse
Bildungsszentrum Zürich: Deutsch als Fremdsprache
03 Welche Sprachangebote gibt es für meine Kinder?nach oben
Für Kinder, die während der Schulzeit neu in die Schweiz einreisen, gibt es in manchen Kantonen und Gemeinden eine Integrationsklasse. In dieser Klasse erhalten die Kinder während eines halben oder ganzen Jahres intensiven Deutschunterricht als Unterstützung für die schulische Integration.

Kinder, die noch Mühe mit dem Deutschen haben, können den Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) oder Deutsch als Zweitsprache (DAZ) besuchen. Dieser Zusatzunterricht ist kostenlos. Meistens besuchen die Kinder diesen Unterricht während ein bis zwei Jahren.

Der Besuch des Unterrichts in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) ist freiwillig, wird aber empfohlen. Dort erweitern die Kinder ihre Kenntnisse der Sprache und Kultur des Herkunftslandes. Elternvereinigungen oder Botschaften organisieren diese Kurse. Die Noten, die das Kind in diesem Kurs erhält, werden in vielen Kantonen im Zeugnis eingetragen. Je besser ein Kind seine Muttersprache spricht, desto einfacher fällt ihm das Erlernen der deutschen Sprache.

An der Schule Thalwil wird Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. Dies für Kinder, die noch Mühe mit der deutschen Sprache haben. Die Zuteilung erfolgt über die Lehrperson.

Schule Thalwil: Deutsch als Zweitsprache
04 Weshalb wird in der Schweiz mehrheitlich Dialekt gesprochen?nach oben
Schweizerdeutsch
Wie in anderen Ländern spricht man auch in der Schweiz zahlreiche Dialekte (Mundart genannt). Die Mundart ist ein wichtiger Teil der Deutschschweizer Identität. Mundart wird von allen sozialen Schichten gesprochen, vom Arbeiter bis zum Manager. Geschrieben wird hingegen in der deutschen Hochsprache (Hochdeutsch genannt). Für Migrantinnen und Migranten ist es meistens anspruchsvoll, nebst der deutschen Sprache auch noch einen schweizerischen Dialekt zu lernen.

Seit 1970 gibt es einen eigentlichen Boom der Mundart: Mundart-Rock, Mundart-Bücher, Mundart-Theater etc. Heute ist Mundart vor allem bei den Jugendlichen sehr beliebt. So schreiben sie bspw. ihre SMS vorwiegend in Mundart.

Kritiker dieses Trends behaupten, dass sei vor allem deshalb so, weil es in der Mundart keine klaren Sprachregeln gibt und man deshalb auch kaum Schreibfehler machen könne. Und sie warnen vor dem Verfall des Hochdeutschen. Deshalb soll schon im Kindergarten, aber vor allem in der Schule wieder konsequenter Hochdeutsch gesprochen werden.

Allerdings ist die Mundart von heute nicht mehr die Mundart von vor 100 Jahren. Heute nähern wir uns einer Art «Agglomerationsmischmasch» aus Mundart und Anglizismen: «gömmer go shoppe» oder «de Tescht isch mega easy gsii» kommen den jungen Leuten heute locker von den Lippen.

www.idiotikon.ch: Umfassendes schweizerdeutsches Wörterbuch, das sogenannte Schweizerische Idiotikon.
05 Welche weiteren Integrationsangebote gibt es?nach oben
Integrationsförderung
Die Angebote der Gemeinde Thalwil sind hier aufgeführt.

Hilfreich sind die Informationen der kantonalen Fachstelle für Integration mit den kantonalen Integartionsangeboten sowie vielen hilfreichen Tipps.

Ebenfalls wertvolle Hinweise sind auf der Homepage des Bundesamts für Migration zu finden.

Manche Gemeinden bieten auch Integrationskurse an. Sie erfahren dort etwa, wie das Schulsystem funktioniert, wie man den Abfall richtig entsorgt oder welche Regeln im Zusammenleben mit den Nachbarn gelten. An Staatskundekursen lernen Migrantinnen und Migranten zudem, wie der schweizerische Staat aufgebaut ist und wie das politische Leben funktioniert. Diese Kurse sind in erster Linie für Ausländerinnen und Ausländer gedacht, welche das Schweizer Bürgerrecht erwerben wollen; sie können aber auch von anderen Migrantinnen und Migranten besucht werden.

Auch private Hilfswerke und Organisationen sowie Gewerkschaften stellen spezielle Integrationsangebote zur Verfügung. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder den Organisationen und nutzen Sie die Möglichkeiten.

Integration in Thalwil
Encontro: Treffpunkt Migrantinnen und einheimische Frauen
National Coalition Building Institute Schweiz NCBI
06 Wie kann ich am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen?nach oben
Integrationshilfe Freizeit
Die Schweiz ist das Land der Vereine. Es gibt sie auf allen möglichen Gebieten: Sport, Kultur und vieles mehr. In einem Verein mitzumachen ist eine gute Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Eigenheiten zu erfahren.

In Thalwil gibt es auch zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Sie sind oft kostenlos und frei zugänglich. Lesen Sie die lokale Zeitung, um sich über das Angebot zu informieren.

Eine Übersicht über ganz viele aktuelle Anlässe finden Sie ebenfalls auf der Website der Gemeinde, und zwar unter den Anlässen. Sie können die Aufzählung verschieden darstellen lassen. Eine Suche nach Zeitangaben oder nach Art der Anlässe ist möglich.

www.thalwil.ch: Freizeit
07 Was sollte ich über Aufenthaltsbewilligungen wissen?nach oben
Wer während seines Aufenthalts in der Schweiz arbeitet oder sich länger als drei Monate hier aufhält, benötigt eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wird vom kantonalen Migrationsamt erteilt. Es gibt Bewilligungen für Kurzaufenthalte von weniger als einem Jahr, befristete Aufenthaltsbewilligungen und unbefristete Niederlassungsbewilligungen. Für Migrantinnen und Migranten aus Staaten der Europäischen Union und der Freihandelsassoziation gelten andere Aufenthaltsbewilligungen als für Menschen, die aus anderen Staaten stammen.

www.ch.ch: Aufenthaltsbewilligungen
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden
08 Wie kann ich mich gegen rassistische Diskriminierung wehren?nach oben
In der Schweiz ist es verboten, Menschen öffentlich aufgrund ihrer Rasse oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe in einer Art anzugreifen oder zu diskriminieren, welche die Menschenwürde verletzt. Auch die Verweigerung einer öffentlich angebotenen Leistung ist verboten. Die rassistische Diskriminierung gilt laut Strafrecht als ein Offizialdelikt, wenn die Handlung in der Öffentlichkeit erfolgt.

Wer Opfer rassistischer Diskriminierung geworden ist, wendet sich am besten an eine Anlauf- und Beratungsstelle und lässt sich beraten. Informationen zum Thema findet man auch im Rechtsratgeber «Rassistische Diskriminierung». Er wird von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung herausgegeben und ist kostenlos im Internet erhältlich.

Unentgeltliche Rechtsauskunft Thalwil
Fachstelle für Rassismusbekämpfung: Verzeichnis der Anlauf- und Beratungsstellen
Rechtsratgeber "Rassisstische Diskriminierung"
Beratungsnetz für Rassismusopfer
09 Was ist eine Integrationsvereinbarung?nach oben
Das Ausländergesetz schenkt der Integration von Ausländerinnen und Ausländern grosse Aufmerksamkeit. So legt es fest, dass die Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung an Bedingungen geknüpft sein kann und Sprach- oder Integrationskurse zu besuchen sind. Die konkreten Verpflichtungen legt man mit der Migrantin oder dem Migranten in einer so genannten Integrationsvereinbarung fest. Die Kantone sind frei, ob sie Integrationsvereinbarungen treffen wollen oder nicht. Einige haben bereits damit begonnen.

Solche Vereinbarungen betreffen zumeist Personen, die aus Staaten ausserhalb der Europäischen Union oder Freihandelsassoziation stammen und noch keine Niederlassungsbewilligung haben. Aber auch bereits ansässige Migrantinnen und Migranten können betroffen sein. Nämlich dann, wenn sie durch ihr Verhalten oder aufgrund anderer Umstände riskieren, das Aufenthaltsrecht zu verlieren.