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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
03 Welche Fakten über die Schweiz, den Kanton Zürich und die Gemeinde Thalwil sind wissenswert? Welche Kenntnisse werden vorausgesetzt, wenn ich mich für die Einbürgerung interessiere?Nach oben
Für Personen, die sich für eine Einbürgerung interessieren, hat die Gemeinde Thalwil alles Wissenswerte über Land, Kanton und Gemeinde zusammengestellt.

Weitere Details unter "Einbürgerung".
04 Seit wann ist die Schweiz ein Einwanderungsland?Nach oben
Ankunft in New York
Die Schweiz war nicht immer ein Einwanderungsland – obschon immer wieder Menschen aus hauptsächlich europäischen Ländern in der Schweiz Schutz vor Krieg oder politischer Verfolgung gesucht haben. Im Jahr 1850 betrug die ausländische Wohnbevölkerung gerade mal drei Prozent. Damals herrschte in der Schweiz ein Mangel an Nahrungsmitteln, weshalb die Menschen hungern mussten. Viele Schweizerinnen und Schweizer wanderten deshalb in jener Zeit nach Übersee aus – etwa in die USA, nach Kanada oder Brasilien.

Erst beim Übergang vom 19. ins 20. Jahrhundert wandelte sich die Schweiz von einem Auswanderungs- zu einem Einwanderungsland. 1915 lag der Anteil an Ausländerinnen und Ausländern bereits bei 15 Prozent; ihre Zahl nahm aber während des ersten Weltkrieges als Folge der Abwanderung wieder ab.

1934 trat das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer in Kraft. Es wurde mehrfach geändert und war grundsätzlich von einer abwehrenden Haltung geprägt: Das Gesetz sollte nur erwünschte Gruppen ins Land lassen.

Seit 2008 gilt in der Schweiz das neue Ausländergesetz. Damit wird die Zulassung zum Arbeitsmarkt für Personen ausserhalb der Europäischen Union und der EFTA beschränkt auf besonders qualifizierte Arbeitskräfte.
Wie bekomme ich eine Adressauskunft und welche Angaben erhalte ich?Nach oben
Adressauskünfte werden von der Einwohnerkontrolle nur schriftlich und gegen eine Gebühr von 10 bis 30 Fr. erteilt. Die Auskünfte richten sich nach dem kantonalen Gesetz über den Schutz von Personendaten (Datenschutzgesetz).

Privaten Personen oder Organisationen werden im Einzelfall auf Gesuch hin maximal die folgenden Angaben bekannt gegeben (§ 9 Abs. 1 Datenschutzgesetz des Kantons Zürich):

Name
Vorname
Adresse (in Thalwil oder Gattikon)
Datum von Zu- und Wegzug
Beruf.

Wenn ein berechtigtes Interesse glaubhaft gemacht wird (Interessennachweis beilegen), werden zusätzlich maximal die folgenden Angaben bekannt gegeben (§ 9 Abs. 2 Datenschutzgesetz des Kantons Zürich):

Zuzugs- und Wegzugsort
Geburtsdatum
Geschlecht
Zivilstand
Heimatort

Pro Auskunft und angefragte Person verrechnen wir 10 bis 30 Fr., die Gebührenerhebung erfolgt mit einer Rechnung. Aus Datenschutz- sowie Sicherheitsgründen werden keine Adressauskünfte per e-Mail beantwortet. Bitte legen Sie immer ein frankiertes Rückantwortcouvert bei.
Adresse: Gemeinde Thalwil, Einwohnerkontrolle, Alte Landstrasse 112, 8800 Thalwil
Ich will mich in Thalwil abmelden - was muss ich tun?Nach oben
Wir bitten Sie, persönlich am Schalter der Einwohnerkontrolle, Alte Landstrasse 112, Thalwil, vorbeizukommen.

Schweizerische Staatsangehörige bringen bitte den Schriftenempfangsschein mit, ausländische Staatsangehörige den Ausländerausweis.
Wie bekomme ich eine Identitätskarte?Nach oben
Identitätskarten (IDK) müssen persönlich bei der Einwohnerkontrolle der Wohnsitzgemeinde beantragt werden. Die Ausstellungsfrist beträgt max. 15 Arbeitstage ab Antragsstellung.

Kombi (Pass und IDK) müssen beim kantonalen Passbüro beantragt werden, bitte lesen Sie auf der Informationsseite zum Pass weiter.


Antragsverfahren:

Wer eine Identitätskarte benötigt, muss immer persönlich bei der Einwohnerkontrolle der Wohnsitzgemeinde vorsprechen. Folgend Unterlagen sind mitzubringen:

  • Vorhandene abgelaufene oder gültige Identitätskarte, die entwertet werden muss. Bei Verlust: polizeiliche Verlustanzeige
  • Wenn keine alte Identitätskarte vorhanden ist, einen Ausweis mit Foto mitbringen
  • Neues Passfoto, entsprechend den Anforderungen des Bundes (siehe www.schweizerpass.ch)
  • Ev. Entscheid über die Zusprechung der elterlichen Sorge


Ausweise für Minderjährige und Entmündigte:

Minderjährige müssen in Begleitung eines Elternteils sein, welcher das Sorgerecht besitzt. Dieser Elternteil muss sich ausweisen können. Entmündigte Personen müssen in Begleitung ihrer gesetzlichen Vertretung sein. Der sorgeberechtigte Elternteil oder die gesetzliche Vertretung haben den Ausweisantrag unterschriftlich zu bestätigen.


Ausweisarten, Preise, Gültigkeit der Ausweise, Ausstellungsfristen:

Ausweisart *Preis Gültigkeit
Identitätskarte Erwachsene 65.00 10 Jahre
Identitätskarte Kinder / Jugendliche (0 - 18 Jahre) 30.00 5 Jahre
*Exklusive Porto, je Ausweis




Weitere Hinweise finden Sie unter:

http://www.schweizerpass.ch
oder
http://www.ds.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/de/themen/pass.html
Wie bekomme ich einen neuen Pass?Nach oben
Wollen Sie einen Pass bestellen, verlängern oder ändern oder haben Sie Ihren Pass verloren?

Seit dem 1. März 2010 gibt es nur noch den neuen biometrischen Pass (Pass 10). Dieser Pass muss direkt beim Passbüro - aber nur auf vorgängige Anmeldung über Internet www.schweizerpass.ch oder Telefon 043 259 73 73 - beantragt werden.

Das Passbüro befindet sich am Sihlquai 253 in 8005 Zürich.
Wo bekomme ich einen Geburts- / Ehe- / Todesschein?Nach oben
Der Geburtsschein, Eheschein und Todesschein ist nur beim Zivilstandsamt des Ereignisortes erhältlich.

Beachten Sie die Ereignisorte:
für den Geburtsschein: Geburtsort
für den Eheschein: Trauungsort
für den Todesschein: Todesort

Beachten Sie die Bestellmöglichkein im Online-Schalter
Wo bekomme ich einen Personenstandsausweis / Familienschein?Nach oben
Der Personenstandausweis und der Familienschein sind Auszüge aus dem Familienregister, das am Heimatort geführt wird. Diese beiden Dokumente sind daher beim Zivilstandskreis zu bestellen, zu dem der Heimatort gehört.

Beachten Sie dazu die Bestellmöglichkeit im Online-Schalter.
Für welche Bauvorhaben braucht es (k)ein Baugesuch?Nach oben
In Paragraph 309 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG) ist detailliert aufgelistet, für welche Bauvorhaben ein Baugesuch eingereicht werden muss. Grundsätzlich gilt die Gesuchspflicht für das Erstellen von Bauten, Anlagen, Ausstattungen und Ausrüstungen. Was sich konkret hinter diesen Begriffen verbirgt, kann der Allgemeinen Bauverordnung (§§ 1-4 ABV) entnommen werden. Baugesuche sind ferner einzureichen für das Erstellen von Mauern und Einfriedungen, Fahrzeugabstellplätzen, Werk- und Lagerplätzen, Aussenantennen und Reklameanlagen.

Schliesslich unterliegen folgende Veränderungen der Bewilligungspflicht: Nutzungsänderungen bei Räumlichkeiten und Flächen, denen baurechtliche Bedeutung zukommt, Abbruch von Gebäuden in Kernzonen, die Unterteilung von Grundstücken, wesentliche Geländeveränderungen, Änderungen der Bewirtschaftung oder Gestaltung von Grundstücken in der Freihaltezone und das Fällen von Bäumen, die im Natur- und Landschaftsschutzinventar der Gemeinde verzeichnet sind.

Nur wenige Bauvorhaben dürfen ohne Baugesuch realisiert werden. Um welche es sich dabei handelt, kann der Bauverfahrensverordnung entnommen werden.
Was kann ich gegen die Bäume und Hecken der Nachbarn tun?Nach oben
Immer wieder wird das Bauamt gebeten, bei nachbarlichen Konflikten um grenznahe Bäume und Hecken sanktionierend einzugreifen. Da es sich in solchen Fällen um Probleme des Privat- und nicht des öffentlichen Rechts handelt, sind der Gemeinde jedoch die Hände gebunden. Wie die Privaten bei Streitigkeiten um Pflanzen und Einfriedungen vorzugehen haben, das regelt das Einführungsgesetz zum ZGB. Die Gemeinde wird nur dann aktiv, wenn Ast- und Blattwerk nicht den Vorschriften der kantonalen Strassenabstandsverordnung entspricht.
Was kostet ein Baubewilligungsverfahren?Nach oben
Der Gebührenrahmen für das Baubewilligungsverfahren ist in der kantonalen Verordnung über die Gebühren der Gemeindebehörden, lit. E Bauwesen, festgelegt.

In Thalwil beträgt die Minimalgebühr für ein Anzeigeverfahren 325.- Franken inkl. Abnahme. Im ordentlichen Verfahren beträgt die Minimalgebühr 600.- Franken inkl. Abnahme. Für grössere Bauvorhaben hängt die Gebühr von verschiedenen Faktoren ab. Einen wesentlichen Einfluss auf die Gebührenhöhe hat die Zahl der Wohnungen und Parkplätze sowie allfälliger Sonderaufwand.

Zusätzlich wird eine separate Gebühr für die feuerpolizeiliche Vernehmlassung im Baubewilligungsverfahren erhoben.

Für genauere Angaben zu baupolizeilichen und feuerpolizeilichen Gebühren wenden Sie sich an das DLZ Planung, Bau und Vermessung.
Welche Anforderungen stellt die Baukommission an die Gestaltung von Bauten und Anlagen?Nach oben
Die Anforderungen an die Gestaltung von Bauten, Anlagen und Umschwung sind in § 238 PBG geregelt. Da die Vorschriften nicht besonders eng gefasst sind, lassen sie den Baubehörden einen erheblichen Ermessensspielraum bei der Bewertung gestalterischer Aspekte. Die Thalwiler Baukommission pflegt denn auch die Praxis, diesen Spielraum wahrzunehmen und vergleichsweise strenge Massstäbe anzusetzen. Vor allem in ortsbaulich sensiblen Gebieten fordert sie eine Entwurfsqualiät, die der Gesamtwirkung von Bau und Umgebung ausreichend Rechnung trägt. Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt die Baubehörde, Entwürfe von ortsbaulich heiklen Projekten frühzeitig zu einer informellen Begutachtung einzureichen. Damit lassen sich nicht nur unangenehme Überraschungen für die Bauwilligen vermeiden, sondern auch die öffentlichen Interessen an der Ortsbildgestaltung rechtzeitig einbringen. Dieses Vorgehen hat sich bisher bestens bewährt und wird insbesondere auch von den Bauwilligen sehr geschätzt.
Welche gesetzlichen Bestimmungen sind bei einem Baugesuch zu beachten?Nach oben
Wie in Thalwil gebaut werden darf, das bestimmen in erster Linie das kantonale Planungs- und Baugesetz (PBG) sowie die Thalwiler Bau- und Zonenordnung (BZO). Ergänzt werden diese Grundlagen des öffentlichen Rechts durch Vorschriften des Bundesrechts (z.B. Raumplanungsgesetz, Umweltschutzgesetz, Luftreinhalteverordnung, Lärmschutzverordnung) und durch Verordnungen des Kantons (z.B. Allgemeine Bauverordnung, Besondere Bauverordnungen I und II, usw.). Eine weitere Orientierungshilfe in baurechtlichen Fragen ist schliesslich auch die Praxis des Regierungsrates und Rechtsentscheide des Verwaltungsgerichtes.

Angesichts der vielen Vorschriften im Baurecht empfiehlt es sich, im Zweifelsfall rechtzeitig mit dem Bausekretariat Kontakt aufzunehmen.
Welche Unterlagen gehören zu einem Baugesuch?Nach oben
Baugesuche haben alle Unterlagen zu enthalten, die für die Beurteilung des Vorhabens nötig sind. Dazu zählen in jedem Fall
  • drei originalunterschriebene Baugesuchsformulare,
  • drei aktuelle originalunterschriebene Katasterkopien,
  • drei Sätze Projektpläne, die nach den Vorschriften von § 4 BVV gestaltet sind,
  • ein aktueller Grundbuchauszug.

Je nach Einzelfall sind weitere Unterlagen nötig (z.B. Nutzungsberechnungen, Zustimmungserklärungen, Wärmedämm- und Lärmschutznachweise) oder weitere Unterlagensätze, wenn kantonale Stellen miteinbezogen werden müssen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich deshalb, vorgängig mit dem Bausekretariat Kontakt aufzunehmen.
Wie kann ich gegen eine Baubewilligung vorgehen (Rekursverfahren)?Nach oben
Bauvorhaben, die im ordentlichen Verfahren behandelt werden, müssen öffentlich bekannt gemacht werden. Zu diesem Zweck sind darstellbare Projekte auszustecken, in jedem Fall aber im kantonalen Amtsblatt und im Anzeiger des Wahlkreises Thalwil auszuschreiben. Vom Publikationszeitpunkt an liegen die Gesuchsunterlagen dann während 20 Tagen beim DLZ Planung, Bau und Vermessung öffentlich auf.

Wer sich durch das Bauvorhaben in seinen Interessen betroffen fühlt und dieses Interesse auch nachweisen kann (§ 338a PBG), hat bei der Thalwiler Baukommission während der 20-tägigen Auflagefrist die Zustellung des baurechtlichen Entscheides schriftlich zu verlangen. Geht das Begehren verspätet ein, ist das Rekursrecht verwirkt.

Ist dagegen das Begehren rechtzeitig eingereicht worden, stellt die Baukommission den Gesuchstellenden alle baurechtlichen Entscheide über das Vorhaben zu (Gebühr: Fr. 50.-). Die Begehrenden haben dann die Möglichkeit, vom Empfangszeitpunkt an während 30 Tagen bei der zuständigen Instanz (in der Regel die Baurekurskommission II in Zürich) einen Rekurs anzumelden.
Wie lange dauert ein Baubewilligungsverfahren?Nach oben
Die Verfahrensdauer ist im wesentlichen von der Bedeutung und vom Standort des Bauvorhabens abhängig. Die Einzelheiten sind in der Bauverfahrensverordnung geregelt. Untergeordnete Bauvorhaben, die keine Interessen von Einspracheberechtigten oder des Natur- und Heimatschutzes tangieren, können im sog. Anzeigeverfahren behandelt werden. Dieses vereinfachte Verfahren muss von der Behörde innerhalb von sieben Wochen abschliessend behandelt werden (drei Wochen Vorprüfung, vier Wochen Prüfung).

In Thalwil entscheidet der Bauvorstand, an den die Zuständigkeit für solche Verfahren delegiert worden ist, erfahrungsgemäss innerhalb von etwa drei bis vier Wochen.

Bei Vorhaben im sog. ordentlichen Verfahren trifft die kommunale Behörde ihren Entscheid innerhalb von zwei Monaten ab Vorprüfung (max. drei Wochen). Für die erstmalige Beurteilung von Neubau- und grösseren Umbauvorhaben steht ihr eine Zeitspanne von vier Monaten ab Vorprüfung zur Verfügung. In Thalwil entscheidet die Baukommission in aller Regel innerhalb von 2 ½ Monaten. Mitunter etwas länger dauern Verfahren, die mit kantonalen Stellen koordiniert und deren Entscheide gemeinsam mit der kommunalen Baubewilligung eröffnet werden müssen.

Baubewilligungen werden 30 Tage nach Erhalt rechtskräftig, sofern keine Rechtsmittel gegen die Beschlüsse erhoben werden. Rekurs- und Beschwerdeverfahren können die Rechtskraft erheblich hinausschieben.
Wo hat es in Thalwil noch Bauland oder Stockwerkeigentum?Nach oben
In vereinzelten Gemeinden des Kantons führt das Bauamt ein Register über freies Bauland und erwerbbares Stockwerkeigentum. Kaufwillige gelangen deshalb auch in Thalwil häufig an das DLZ Planung, Bau und Vermessung oder an die Gemeinderatskanzlei, um sich nach Land und Immobilien zu erkundigen.

Die Gemeinde führt kein solches Register.

Die Gemeinde Thalwil verfügt selber weder über erschlossenes noch baureifes oder sich in Entwicklung befindliches Bauland zur Veräusserung für Wohn- sowie Geschäftsbauten.

Bezüglich des Liegenschaftenmarktes verweisen wir Sie auf
  • Tagespresse
  • Internet, einschlägige Websites
  • Ziegler Immobilien AG, Schützenstrasse 1, 8800 Thalwil
  • Walde & Partner Immobilien AG, Gotthardstrasse 50, Thalwil
  • Schaeppi Grundstücke, Sihlfeldstrasse 10, 8003 Zürich
  • Sbalzarini Immobilien AG, Zürcherstrasse 73, 8800 Thalwil
  • und weitere.

Vermietbare Gemeindewohnungen werden durch die Firma Ziegler-Immobilien AG, Schützenstrasse 1, Thalwil, 044 722 61 61, verwaltet.
01 Warum soll ich mich weiterbilden?Nach oben
Weiterbildung
Auch wenn man bereits erwachsen ist und arbeitet oder schon eine Lehre abgeschlossen hat, kann man sich weiterbilden. Weil man sich für einen Kurs oder ein Thema interessiert. Oder weil man es mit dem Arbeitgeber besprochen hat und er die Weiterbildung unterstützt. Es gibt Weiterbildungsangebote in Vollzeit oder Teilzeit, tagsüber oder am Abend.

Mit einer Weiterbildung können Sie dem Arbeitgeber zeigen, dass Sie sich für die Arbeit interessieren und dazulernen möchten. Sie setzen damit ein klares und positives Signal.

Nach einer Weiterbildung können Sie vielleicht eine neue Aufgabe im Betrieb übernehmen oder Sie erhalten mehr Lohn. Dies müssen Sie natürlich mit dem Arbeitgeber besprechen. In manchen Fällen kann eine Weiterbildung sogar helfen, eine neue Stelle zu finden.

Viele Kantone bieten Integrationskurse an, in denen Migrantinnen und Migranten, die noch nicht lange in der Schweiz leben, Deutsch lernen oder mehr über das Leben in der Schweiz erfahren können. Oft bieten diese Kurse eine Kinderbetreuung an.

AOZ Zürich: Deutschkurse in Thalwil
National Coalition Building Institute Schweiz NCBI
03 Auf was muss ich bei der Wahl einer Weiterbildung achten?Nach oben
Eine Weiterbildung kostet Zeit und Geld. Deshalb sollten Sie den Kurs sorgfältig auswählen. Bei Interesse an einem Kurs hilft es, den Kursanbieter anzurufen und offene Fragen zu klären. Vielleicht können Sie bei einer Probelektion dabei sein oder eine Informationsveranstaltung besuchen. Stellen Sie sich oder dem Anbieter folgende Fragen:
  • Erreiche ich mit dem Kurs mein Weiterbildungsziel?
  • Bietet die Schule persönliche Beratungsgespräche an?
  • Kann ich den Kurs mit einem anerkannten Zertifikat oder Diplom abschliessen?
  • Wenn der Kurs auf eine anerkannte Prüfung vorbereitet: Wie viele Teilnehmer dieser Schule haben in den letzten Jahren die Prüfung bestanden?
  • Gibt es für den Kurs auch Hausaufgaben zu erledigen? Habe ich genügend Zeit und einen ruhigen Ort dafür?
  • Kann ich den Kurs notfalls vor Beginn absagen? Was sind die Bedingungen dafür?
Grundsätzlich gilt: Ein eidgenössisch anerkannter Abschluss ist ein sicherer Wert. Viele Anbieter in der Erwachsenenbildung haben ein Zertifikat erhalten, das auf die gute Qualität der Ausbildung hinweist. Das am weitesten verbreitete Zertifikat heisst eduQua.

eduQua: Weiterbildung finden und auswählen 
05 Können auch Erwachsene eine Lehre machen?Nach oben
Erwachsenenlehre
Wenn Sie viele Erfahrungen in der Arbeitswelt gesammelt haben, aber noch keinen Berufsabschluss haben, so können Sie den Berufsabschluss über ein so genanntes Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen erwerben. Oder Sie können einen Berufsabschluss auf dem 2. Bildungsweg nachholen.

Validierung von Bildungsleistungen bedeutet, dass Sie Ihr bisheriges Wissen und Ihre Erfahrungen in einem bestimmten Arbeitsgebiet dokumentieren und prüfen lassen. Sie müssen während mindestens fünf Jahren Erfahrungen in der Arbeitswelt in diesem Berufsfeld gesammelt haben. Nun können Sie diese Erfahrungen validieren lassen und somit einen eidgenössisch anerkannten Abschluss erlangen. Dabei identifizieren, analysieren und dokumentieren Sie Ihr Berufswissen in einem Dossier. Expertinnen und Experten des Berufs beurteilen Ihr Dossier. Wenn die Kompetenzen den Anforderungen des gewünschten Berufsabschlusses genügen, erhalten Sie den Ausweis. Wenn noch Lücken bestehen, können Sie sie mit ergänzender Bildung füllen.

Eine erwachsene Person kann eine Berufslehre aber auch auf dem 2. Bildungsweg nachholen. Auch hier müssen Sie mindestens fünf Jahre Erfahrungen in der Arbeitswelt in einem bestimmten Berufsfeld mitbringen. Nun müssen Sie allerdings noch die berufskundlichen und allgemeinbildenden Kenntnisse des Lehrberufs lernen, zum Beispiel in einer entsprechenden Berufsschule. Für weit verbreitete Lehren wie etwa die kaufmännische Lehre gibt es spezielle Klassen für Erwachsene. Übrigens: Jedes Jahr legen in der Schweiz nach der passenden Vorbereitung über tausend erwachsene Personen eine eidgenössisch anerkannte Lehrabschlussprüfung ab.

Berufsberatung: 2. Bildungsweg und das Nachholen von Berufsabschlüssen
Validacquis: Validierung von Bildungsleistungen
06 Gibt es finanzielle Unterstützung für Ausbildungen oder Weiterbildungen?Nach oben
finanzielle Unterstützung
In vielen Fällen bezahlt der Arbeitgeber die Weiterbildung teilweise oder ganz. Besonders dann, wenn der Arbeitgeber wünscht, dass Sie den Lehrgang besuchen. Sprechen Sie dieses Thema mit dem Arbeitgeber ab, bevor Sie sich für den Kurs anmelden.

Wer Probleme hat, die Kosten einer Aus- oder Weiterbildung zu bezahlen, kann an verschiedenen Orten um Hilfe bitten. Es gibt die Möglichkeit, Stipendien oder Darlehen zu erhalten. In jedem Kanton gibt es eine Stipendienstelle. Dort kann man ein Gesuch einreichen. Die Stipendienstellen informieren auch über andere Möglichkeiten der Studienfinanzierung. Einige private Stiftungen helfen Menschen in schwierigen finanziellen Situationen ebenfalls bei der Finanzierung der Weiterbildung.

www.ausbildungsbeitraege.ch
07 Was ist ein DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT?Nach oben
Dossier freiwillig engagiert
DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT – das gemeinsame Gesicht der Freiwilligenarbeit!

Einsätze in der Freiwilligenarbeit fordern und fördern die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie eröffnen neue Perspektiven für das eigene Leben und Wirken. Legen Sie deshalb Wert auf eine lückenlose Arbeits- und Lernbiografie und nutzen Sie das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT – den Nachweis für Freiwilligenarbeit. Fragen Sie bei Ihrer Einsatzorganisation nach dem DOSSIER und lassen Sie sich Ihre Einsätze und Weiterbildungen in der Freiwilligenarbeit belegen. Das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT gehört in jede Arbeits- und Lernbiografie. Legen Sie es auch bei Ihrer nächsten Bewerbung bei.

Mit dem DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT wird das unentgeltliche freiwillige und ehrenamtliche Engagement qualifiziert, anerkannt und somit sichtbar gemacht. Dadurch entstehen ein nationales Qualitätslabel und ein Wiedererkennungseffekt, welche den Wert der Freiwilligenarbeit als wichtige Ressource stärken.

"freiwillig" in Thalwil
Dossier freiwillig engagiert
07 Was mache ich, wenn mein Kind keine Lehrstelle finde?Nach oben
Brückenangebote für Jugendliche ohne Lehrstelle
Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, können sogenannte Brückenangebote nutzen. Das sind Übergangslösungen, mit denen man seine Chancen erhöhen und die Zeit sinnvoll überbrücken kann, bis man eine Lehrstelle gefunden hat. Details siehe nächste Frage.
08 Welche Brückenangebote gibt es?Nach oben
Es gibt verschiedene Brückenangebote, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Jugendlichen ausgerichtet sind: etwa das Berufsvorbereitungsjahr, Vorkurse, Vorlehren, Integrationskurse oder das freiwillige 10. Schuljahr.

Im Brückenangebot bereiten sich die Jugendlichen auf eine Berufsausbildung vor. Sie sammeln praktische Berufserfahrung, verbessern ihre schulischen Leistungen und lernen ihre Stärken kennen und auszubauen. Man unterstützt sie zudem bei der Berufswahl oder bei der Suche nach einer Lehrstelle.

Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Lehrkraft oder Berufsberatung über die Angebote in Ihrer Region. Sie erfahren dort, was sich am besten für Ihr Kind eignet, wann und wie man sich anmeldet und wie hoch die Kosten sind. Man kann auch ein Gesuch um einen Kostenbeitrag einreichen; beachten Sie dazu die Fristen.

www.berufsberatung.ch: Brückenangebote und Zwischenlösungen
Berufsvorbereitungsjahre (BVJ)
Berufswahlschule Bezirk Horgen (BWS)
Berufseinstiegsjahr Bezirk Horgen
09 Wie kann man sich nach der Lehre weiterbilden?Nach oben
Weiterbildung
Nach Abschluss der Berufslehre gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Viele grössere Arbeitgeber ermöglichen ihren Angestellten den Besuch interner Weiterbildungskurse. Sie können zum Beispiel eine Zusatzlehre bzw. Zweitlehre absolvieren, eine Berufsprüfung erlangen (eidgenössischer Fachausweis) oder eine höhere Fachprüfung (Meisterprüfung bzw. eidgenössisches Diplom) abschliessen. Weiter gibt es höhere Fachschulen und Fachhochschulen. Informationen erhalten Sie unter anderem im Berufsinformationszentrum oder bei den Fachhochschulen selbst.

www.weiterbildung.ch: Informationen und Suchmaschine zu Weiterbildungen
Laufbahn und Weiterbildungsmöglichkeiten
10 Gibt es Stipendien für die Berufsausbildung?Nach oben
Stipendien
Stipendien sind Gelder, die jemandem ausbezahlt werden, um eine Aus- oder Weiterbildung zu finanzieren und zu besuchen. Diese staatlichen Ausbildungsbeiträge müssen nicht zurückbezahlt werden. Ob jemand Anspruch auf ein Stipendium hat, hängt unter anderem von der finanziellen Situation der Familie ab. Für die Berufslehre, die man nach der obligatorischen Schulzeit absolviert, gibt es keine Stipendien. Für berufliche Weiterbildungen nach dem Lehrabschluss werden hingegen Stipendien erteilt. Informieren Sie sich bei der kantonalen Verwaltung über die Möglichkeiten.

Stipendien: Adressen der kantonalen Stipendienstellen
11 Welche Rechte haben Lernende?Nach oben
Recht von Lernenden
Wie alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben auch Lernende nicht nur Pflichten, sondern ebenso ihre Rechte. Sie zu kennen, ist wichtig und hilft, Probleme und Konflikte während der Ausbildung besser zu lösen. Die Broschüre «Ich kenne meine Rechte» informiert ausführlich über das Lehrlings- und Jugendrecht. Sie wird von der Jugendkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes herausgegeben und ist kostenlos.

Gewerkschaftsjugend Schweiz:
Lehrlings- und Jugendrecht von A bis Z
Gibt es Stipendien für die Berufsausbildung?Nach oben
Geld für Ausbildung
Stipendien sind Gelder, die einer Person ausbezahlt werden, damit sie eine Aus- oder Weiterbildung absolvieren kann. Dafür wird die finanzielle Situation der Familie geprüft.
Wenden Sie sich an die Stipendienberatung Kanton Zürich oder erkundigen Sie sich beim biz horgen:

Berufsberatung Kanton Zürich
Lindenstrasse 4, 8810 Horgen
Tel. 043 259 92 60 / biz.horgen@ajb.zh.ch
http://www.ajb.zh.ch/sued/
01 Wie kann ich am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen?Nach oben
Vereine
Um sich in der Schweiz gut zu integrieren und wohl zu fühlen, ist es wichtig, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. In Thalwil gibt es zahlreiche verschiedenste Anlässe - von Ausstellungen und Vorträgen über Theateraufführungen bis hin zu Konzerten. Die Veranstaltungen sind teils kostenlos und frei zugänglich.

Die Schweiz gilt auch als das Land der Vereine. Viele Menschen engagieren sich in einem Verein, um gemeinsam ein Hobby zu betreiben. Vereine gibt es auf allen möglichen Gebieten: Musik, Sport, Kultur, Natur und vieles mehr. Meistens bezahlt man einen Jahresbeitrag, um Mitglied zu werden und die Angebote nutzen zu können.

Kulturelle Anlässe zu besuchen oder in einem Verein mitzumachen, sind gute Möglichkeiten, Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Gesellschaft und das Land zu erfahren. Sie können so auch Ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern, erweitern Ihr Beziehungsnetz und sind in der Gemeinde besser verankert. Wie Sie sich als Migrantin oder Migrant am politischen Leben in der Schweiz beteiligen können, erfahren Sie in der Rubrik Politik.

Sie finden eine Zusammenstellung aller Thalwiler Vereine hier.

Wenn Sie in der Liste einen Verein anklicken, finden Sie mehr Informationen und auch Angaben zu den Kontaktpersonen. Rufen Sie doch einfach an.
Die Veranstaltungen der Vereine finden Sie direkt auf der Detailseite (Porträt) zum Verein in unserem Webauftritt. Klicken Sie dazu in unserer Vereinsliste auf den gewünschten Verein.
Zusätzlich werden die Vereinsanlässe auch in unserem allgemeinen Veranstaltungskalender angezeigt.

Unter der Rubrik Thalwil informiert sind die aktuellen Informationen zu finden. Ein Newsletter der wöchentlichen Information der Gemeinde im Thalwiler Anzeiger kann abonniert werden.
02 Was kann ich in der Gemeinde oder in der Region unternehmen?Nach oben
Ausflug
Mit der Familie oder mit Freunden können Sie auch schöne Ausflüge in die Umgebung unternehmen. Ein Spaziergang an der Sihl oder am Zürichsee, eine Velotour, eine Wanderung auf dem Albis oder ein Picknick in der Natur bieten eine Abwechslung zum Alltag.
  • Tourismus Schweiz: Ausflugsziele und Veranstaltungen
  • Wildnispark Zürich: Ein Besuch im Langenberg bei Braunbär, Feldhase, Luchs, Murmeltiert, Wolf und Co. begeistert jedes Kind. Im Besucherzentrum Sihlwald sind Feuerstellen, die Kleintier-WG, die Biber-Fischotter-Anlage sowie der Wildnis-Spielplatz und die Unterstände für die Pfauenziegen und das rätische Grauvieh jederzeit frei zugänglich. Die Ausstellung im dorttigen Museumszentrum zeigt, wie der Sihlwald zu dem wurde, was er heute ist. Wechselnde naturnahe Sonderthemen locken jeden Frühling erneut in die Ausstellung.
  • Spielplatz- und Badekarte Thalwil
  • Zoo Zürich
  • Spaziergänge und Erlebnisse in der Natur
  • Ausflüge mit dem Velo z.B. Slow up Zürichsee
  • Museumsbesuch in der Umgebung
  • www.thalwil.ch: Gemeinde Thalwil: Direktzugriff rechts: monatliche Agenda
03 Was bringt es mir, in einem Verein mitzumachen?Nach oben
Vereinsarbeit
In einem Verein aktiv mitzumachen, bedeutet vor allem Spass und Geselligkeit. Und man hat das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.

Nicht nur Schweizerinnen und Schweizer engagieren sich in Vereinen, sondern immer mehr auch Migrantinnen und Migranten. Sie können dort ihre deutschen Sprachkenntnisse verbessern und lernen Leute kennen, welche die gleichen Interessen haben. Mit der Zeit erweitert man so das eigene Beziehungsnetz und ist in der Gemeinde oder im Quartier besser verankert.

In einem Verein können Sie sich auch neue Kompetenzen aneignen - etwa Computerkenntnisse, wie man ein Budget erstellt oder die Aufgabenverteilung in einer Gruppe organisiert. Solche Kompetenzen können auch für Ihr Berufsleben wichtig sein.

Für Fragen hinsichtlich Freiwilligenarbeit in Thalwil in den Bereichen Sport und Kultur sind die entsprechenden Fachstellen zuständig.
04 Kann ich als Migrantin oder Migrant einen Verein gründen?Nach oben
Ja. Auch Migrantinnen und Migranten haben das Recht, einen Verein zu gründen und natürlich Mitglied in einem Verein zu werden.
05 Was braucht es, um in der Schweiz einen Verein zu gründen?Nach oben
neuer Verein
Einen Verein zu gründen, ist relativ einfach. Es braucht dazu
  • gleichgesinnte Menschen, die mit Ihnen zusammen einen Verein gründen wollen und bereit sind, gewisse Aufgaben zu übernehmen;
  • schriftliche Statuten, die den Vereinszweck und die Organisation beschreiben;
  • eine Gründungsversammlung, an der man die Statuten genehmigt und den Vorstand wählt. Der Verein ist übrigens bereits nach der Versammlung rechtsgültig.
  • allenfalls einen Eintrag im Handelsregister, falls der Verein für die Erfüllung seines Zweckes ein Gewerbe nach kaufmännischer Art betreibt und mehr als 100'000 Franken Jahresumsatz erzielt.
Für alle diese Etappen gibt es Hilfsmittel und Informationen im Internet - wie etwa allgemeine Statuten, die Sie nur noch für Ihre Zwecke abändern müssen. Nachdem ein Verein gegründet ist, sollte man ihn in der Gemeinde oder Region bekannt machen. Denn meistens gibt es noch weitere Personen, die sich für den Verein und sein Engagement interessieren. Wenn Ihre Gemeinde ein Vereinsverzeichnis im Internet führt, lassen Sie ihn dort eintragen. So wird der Verein besser gefunden.

Vitamin B: Der Verein von A bis Z
Freiwilligenarbeit in Thalwil
Zeitschrift «Beobachter»: So gründe ich einen Verein.
06 Was versteht man unter Freiwilligenarbeit?Nach oben
freiwillig in Thalwil
Generell ist Freiwilligenarbeit ein unbezahltes, gemeinnütziges Engagement in Kultur, Umwelt, Sport, Politik, in der Nachbarschaftshilfe, in sozialen, kirchlichen und vielen anderen Bereichen. Rund ein Viertel der Wohnbevölkerung in der Schweiz beteiligt sich an institutionalisierten freiwilligen Arbeitseinsätzen. Sie verrichten also freiwillig Arbeiten im Dienste der Gesellschaft und verlangen dafür keine Bezahlung. 

Für Fragen hinsichtlich Freiwilligenarbeit in Thalwil in den Bereichen Sport und Kultur sind die entsprechenden Fachstellen zuständig.

Der Gemeinderat lädt regelmässig alle in Thalwil Freiwilligenarbeit Leistenden zu einem Empfang ein - als Dankeschön für die grosse Arbeit im Dienste der Allgemeinheit.

Benevol: weitere Informationen zur Freiwilligenarbeit
07 Was ist ein DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT?Nach oben
Dossier freiwillig engagiert
DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT – das gemeinsame Gesicht der Freiwilligenarbeit!

Mit dem DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT wird das unentgeltliche freiwillige und ehrenamtliche Engagement qualifiziert, anerkannt und somit sichtbar gemacht. Dadurch entstehen ein nationales Qualitätslabel und ein Wiedererkennungseffekt, welche den Wert der Freiwilligenarbeit als wichtige Ressource stärken.

Die professionelle Arbeit mit dem DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT sorgt für einen reellen Mehrwert in der Lern- und Arbeitsbiografie von Freiwilligen und nützt auch den ausstellenden Organisation. Mit der Reflexion der Einsätze wird mögliches Entwicklungspotential offensichtlich, was zu einer Qualitätssteigerung in der Freiwilligenarbeit führt. Die Einsätze in einer Organisation werden positiv wahrgenommen – ein zentraler Erfolgsfaktor bei der Rekrutierung und Erhaltung der freiwillig Engagierten.

Einsätze in der Freiwilligenarbeit fordern und fördern die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen. Sie eröffnen neue Perspektiven für das eigene Leben und Wirken.

Legen Sie deshalb Wert auf eine lückenlose Arbeits- und Lernbiografie und nutzen Sie das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT – den Nachweis für Freiwilligenarbeit. Fragen Sie bei Ihrer Einsatzorganisation nach dem DOSSIER und lassen Sie sich Ihre Einsätze und Weiterbildungen in der Freiwilligenarbeit belegen.

Das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT gehört in jede Arbeits- und Lernbiografie. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die bei der Rekrutierung oder im Personalgespräch auf das DOSSIER FREIWILLIG ENGAGIERT achten, erfahren mehr über das Potential ihrer bestehenden oder zukünftigen Mitarbeitenden und profitieren darüber hinaus von engagiertem Personal.

Zudem leisten Unternehmen, die das ausserberufliche Engagement ihrer Mitarbeitenden fördern und fordern, einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Freiwilligenarbeit.

www.dossier-freiwillig-engagiert.ch
07 Wie können Kinder ihre Freizeit sinnvoll gestalten?Nach oben
freie Zeit selber gestalten
Geben Sie Ihrem Kind von klein auf möglichst viele Gelegenheiten, seine Spiele selber zu erfinden. Schauen Sie, dass es Papier und Farben hat. Beim Spielen und Malen entwickelt Ihr Kind Selbstvertrauen und Intelligenz.

Zeigen Sie ihm Ihre Freude und Ihr Interesse an seinen Spielen und Zeichnungen. Und wenn ihm einmal etwas nicht so gelingt, wie es möchte, machen Sie ihm Mut, es nochmals zu versuchen. Das ist der beste Antrieb für Ihr Kind, um weitere Schritte zu machen. Geben Sie ihm auch Raum, damit es sich genügend bewegen kann und Spass an seiner eigenen Kraft und Beweglichkeit bekommt.

Und vergessen Sie nicht, dass Sie für Ihr Kind ein wichtiges Vorbild sind. Ihr Kind beobachtet sehr genau, wie Sie selber Ihre Freizeit verbringen. In Familien, in denen viel miteinander geplaudert und gespielt wird, und in Familien, die Ausflüge in die Natur machen, haben alle mehr Spass. Gleichzeitig erhalten die Kinder viele Impulse für einen sinnvollen Umgang mit ihrer Freizeit.
01 Was versteht man unter Integration?Nach oben
Integration
Integration bedeutet wirtschaftliche, soziale und kulturelle Einbindung aller Gesellschaftsmitglieder mit dem Ziel zur Herstellung von Chancengleichheit. Um dies zu erreichen, bedarf es des Engagements der Migrantinnen und Migranten, der Offenheit der Aufnahmegesellschaft und der Mitwirkung aller wichtigen Partner der öffentlichen Hand und nicht-staatlicher Organisationen. Integration ist damit eine Querschnittaufgabe. Integrationsförderung stellt die Mittel und Instrumente bereit, um die Integration erreichen zu können.

Ziel der Integration ist es, dass die einheimische und die ausländische Wohnbevölkerung gut zusammenleben. Grundlage bilden dabei die Grundwerte der Bundesverfassung, gegenseitige Achtung und Toleranz.

Integration ist ein fortlaufender Prozess, der sich immer wieder verändert, weil sich auch unsere Gesellschaft ständig wandelt. Erst wenn alle Beteiligten – Migrantinnen und Migranten, Schweizerinnen und Schweizer sowie die Institutionen – mitmachen, kann Integration gelingen.

Bundesamt für Migration: häufig gestellte Fragen
Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen
01 Weshalb nennt man die Schweiz eine Insel?Nach oben
Die Schweiz liegt im Herzen Westeuropas. Man nennt sie manchmal auch eine Insel. Gemeint ist damit eine Insel inmitten der Europäischen Union (EU). Denn sie selbst ist kein EU-Mitglied, aber ihre Nachbarn sind es: Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und das Fürstentum Liechtenstein. In der Schweiz treffen drei grosse europäische Kulturen aufeinander: die deutsche, die französische und die italienische Kultur.

Durch ihre zentrale Lage in Westeuropa spielt die Schweiz beim Strassen- und Bahnverkehr eine entscheidende Rolle. Eine der wichtigsten Verbindungen zwischen Norden und Süden führt über und durch die Schweizer Alpen: der Gotthard.

Mit einer Fläche von rund 41'300 km2 gehört die Schweiz zu den Kleinstaaten Europas. Sie ist vergleichbar etwa mit Dänemark und halb so gross wie Österreich.

In der Schweiz leben über 8 Millionen Menschen. Über 60 Prozent der Menschen in der Schweiz sind zwischen 20 und 64 Jahre alt. Männer haben eine Lebenserwartung von rund 80 Jahren, während Frauen im Durchschnitt über 84 Jahre alt werden (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand Ende 2013).
01 Wie ist der schweizerische Staat entstanden?Nach oben
Die geografische Lage im Herzen Europas hat die Geschichte und Entwicklung der Schweiz stark beeinflusst. In verschiedenen geschichtlichen Epochen kämpften benachbarte Völker und Staaten immer wieder um die Schweiz, die sich aber erfolgreich dagegen zur Wehr setzte.

Im Jahr 1291 schlossen sich die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zu einem Bund zusammen. Sie legten damit den Grundstein zur alten Eidgenossenschaft. In diesem Zusammenhang ist der so genannte Rütlischwur überliefert. Das Rütli ist eine Wiese am Vierwaldstättersee. Auf dieser Wiese sollen sich damals die Vertreter der drei Urkantone getroffen haben. Sie legten den Schwur ab, sich gegen die Habsburger zu einem Bund zusammenzuschliessen. Diesem Bund traten dann im Laufe der Jahrhunderte weitere Kantone bei.

Die Gründung der modernen Schweiz geht auf das Jahr 1848 zurück. Damals schuf die Mehrheit der Kantone einen modernen Bundesstaat, indem man eine Bundesverfassung (Grundgesetz des Staates) annahm. Darin war unter anderem geregelt, dass gewisse Bereiche wie Militär, Zölle oder das Post- und Münzwesen zentralisiert und vereinheitlicht wurden; aber auch die Autonomie der Kantone hat man in der Verfassung verankert.

Die Schweiz entdecken
Schweizerische Bundesverfassung: Bundesbrief von 1291
Schweizerische Bundesverfassung: Bundesverfassung in verschiedenen Sprachen
02 Wann feiert die Schweiz ihren Nationalfeiertag?Nach oben
Bundesfeier
Der Nationalfeiertag ist der 1. August. An diesem Tag sollen die drei Urkantone auf dem Rütli den Bund beschworen haben, so die Überlieferung. An vielen Orten in der Schweiz wird der Nationalfeiertag mit Festumzügen, Ansprachen und Feuerwerk gefeiert.
Die Nationalhymne ist der «Schweizerpsalm». Obschon man die Hymne bereits 1841 zum ersten Mal öffentlich vortrug, wurde sie erst 1981 zur offiziellen Nationalhymne erklärt.

Text und Hörprobe der Schweizer Landeshymne
02 Was ist bei Einbürgerungsgesuchen zu beachten?Nach oben
Ihre erste Anlaufstelle für eine ordentliche oder erleichterte Einbürgerung ist Ihre Wohngemeinde. Dort erhalten Sie alle Informationen und die notwendigen Formulare.

Einwohnerkontrolle: ausländische Staatsangehörige
Einwohnerkontrolle: Schweizer Bürger und Bürgerinnen
02 Wo kann ich Deutsch lernen?Nach oben
Deutschkurs
Wer sich als Migrantin oder Migrant in die Gesellschaft integrieren will, muss sich mit den Mitmenschen verständigen können. Es ist deshalb von zentraler Bedeutung, dass Sie die deutsche Sprache lernen. Dies erlaubt es Ihnen etwa, eine Arbeitsstelle zu finden, sich im täglichen Leben mit Nachbarn, Freunden oder Arbeitskollegen zu unterhalten und sich am gesellschaftlichen Leben aktiv zu beteiligen. Sie können so auch Ihren Kindern beim Erlernen der deutschen Sprache helfen.

Das Erlernen einer Sprache braucht Zeit, Geduld und viel Übung. Besonders am Anfang kann das schwierig sein; lassen Sie sich aber davon nicht entmutigen. Am besten Sie besuchen eine der zahlreichen Sprachschulen; es gibt teils spezielle Kurse für Migrantinnen und Migranten. Gemeinsam mit anderen zu lernen, ist motivierend und macht mehr Spass. Informieren Sie sich über die Angebote und Preise. Ihre Sprachkenntnisse können Sie zusätzlich verbessern, indem Sie sich mit anderen Personen unterhalten, Zeitungen, Texte im Internet oder Bücher in deutscher Sprache lesen, Radio hören oder fernsehen.

In Thalwil gibt es Deutschkurse der AOZ Zürich. Sie richten sich an Anfängerinnen und Anfänger sowie an Fortgeschrittene (verschiedene Niveaus). Sie sind auch für Personen mit wenig Schulbildung geeignet.

Deutschkurse in Thalwil
Migros Klubschule: Deutschkurse
Bildungsszentrum Zürich: Deutsch als Fremdsprache
03 Was charakterisiert das politische System der Schweiz?Nach oben
Kantoswappen
Die Schweiz beruht auf einer Bundesverfassung (Grundgesetz des Staates) und ist somit ein Rechtsstaat. Die Schweiz ist eine direkte Demokratie, weil die Bürgerinnen und Bürger bei öffentlichen Angelegenheiten stark mitentscheiden können. Die direkte Demokratie der Schweiz gilt international als Vorbild.

Sie ist föderalistisch, weil sie aus Kantonen besteht, die über eine weitreichende Eigenständigkeit verfügen. Heute zählt die Schweiz 26 Kantone, wovon sechs Halbkantone sind. Sie sind unterschiedlich gross und bilden weder eine sprachliche noch eine religiöse Einheit: Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden (Halbkantone), Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft (Halbkantone), Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden (Halbkantone), St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

"Der Bund kurz erklärt"
www.ch.ch: Politisches System der Schweiz
Die Schweiz entdecken
Kantone und ihre Hauptorte
03 Welche Sprachangebote gibt es für meine Kinder?Nach oben
Für Kinder, die während der Schulzeit neu in die Schweiz einreisen, gibt es in manchen Kantonen und Gemeinden eine Integrationsklasse. In dieser Klasse erhalten die Kinder während eines halben oder ganzen Jahres intensiven Deutschunterricht als Unterstützung für die schulische Integration.

Kinder, die noch Mühe mit dem Deutschen haben, können den Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF) oder Deutsch als Zweitsprache (DAZ) besuchen. Dieser Zusatzunterricht ist kostenlos. Meistens besuchen die Kinder diesen Unterricht während ein bis zwei Jahren.

Der Besuch des Unterrichts in heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) ist freiwillig, wird aber empfohlen. Dort erweitern die Kinder ihre Kenntnisse der Sprache und Kultur des Herkunftslandes. Elternvereinigungen oder Botschaften organisieren diese Kurse. Die Noten, die das Kind in diesem Kurs erhält, werden in vielen Kantonen im Zeugnis eingetragen. Je besser ein Kind seine Muttersprache spricht, desto einfacher fällt ihm das Erlernen der deutschen Sprache.

An der Schule Thalwil wird Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. Dies für Kinder, die noch Mühe mit der deutschen Sprache haben. Die Zuteilung erfolgt über die Lehrperson.

Schule Thalwil: Deutsch als Zweitsprache
04 Weshalb wird in der Schweiz mehrheitlich Dialekt gesprochen?Nach oben
Schweizerdeutsch
Wie in anderen Ländern spricht man auch in der Schweiz zahlreiche Dialekte (Mundart genannt). Die Mundart ist ein wichtiger Teil der Deutschschweizer Identität. Mundart wird von allen sozialen Schichten gesprochen, vom Arbeiter bis zum Manager. Geschrieben wird hingegen in der deutschen Hochsprache (Hochdeutsch genannt). Für Migrantinnen und Migranten ist es meistens anspruchsvoll, nebst der deutschen Sprache auch noch einen schweizerischen Dialekt zu lernen.

Seit 1970 gibt es einen eigentlichen Boom der Mundart: Mundart-Rock, Mundart-Bücher, Mundart-Theater etc. Heute ist Mundart vor allem bei den Jugendlichen sehr beliebt. So schreiben sie bspw. ihre SMS vorwiegend in Mundart.

Kritiker dieses Trends behaupten, dass sei vor allem deshalb so, weil es in der Mundart keine klaren Sprachregeln gibt und man deshalb auch kaum Schreibfehler machen könne. Und sie warnen vor dem Verfall des Hochdeutschen. Deshalb soll schon im Kindergarten, aber vor allem in der Schule wieder konsequenter Hochdeutsch gesprochen werden.

Allerdings ist die Mundart von heute nicht mehr die Mundart von vor 100 Jahren. Heute nähern wir uns einer Art «Agglomerationsmischmasch» aus Mundart und Anglizismen: «gömmer go shoppe» oder «de Tescht isch mega easy gsii» kommen den jungen Leuten heute locker von den Lippen.

www.idiotikon.ch: Umfassendes schweizerdeutsches Wörterbuch, das sogenannte Schweizerische Idiotikon.
04 Wie ist das politische System in der Schweiz strukturiert?Nach oben
Parlament Kanton Zürich - Sitzverteilung
Die Demokratie der Schweiz stützt sich auf die Schweizerische Bundesverfassung und kennt die Gewaltenteilung. Damit ist gemeint, dass die Staatsgewalt auf verschiedene Staatsorgane verteilt ist. Auf nationaler Ebene sieht dies wie folgt aus:
  • Die Legislative (gesetzgebende Gewalt) ist das nationale Parlament. Es wird auch Bundesversammlung genannt und besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Der Nationalrat zählt 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Der Ständerat mit 46 Mitgliedern repräsentiert im Parlament die 26 Kantone.
  • Die Exekutive (ausführende Gewalt) ist der Bundesrat (Landesregierung). Er hat sieben Mitglieder, welche der Eidgenössischen Verwaltung vorstehen. Einer der Bundesräte übernimmt jeweils für ein Jahr zusätzlich die Funktion des Bundespräsidenten.
  • Die Judikative (Recht sprechende Gewalt) besteht auf nationaler Ebene aus dem Bundesgericht, dem Bundesstrafgericht und dem Bundesverwaltungsgericht.
  • Analog zum Bund (Gesamtstaat) kennen auch die 26 Kantone (Gliedstaaten) in der Schweiz die Gewaltenteilung; ihre Struktur kann allerdings variieren: Es gibt kantonale Parlamente (nicht in allen Kantonen), kantonale Regierungen und Kantonsgerichte.
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Bundeshaus Bern: Führungen
05 Was heisst Föderalismus?Nach oben
Thalwiler Wappen
In der Schweiz gehören der Föderalismus und die Subsidiarität zu den staatspolitischen Grundprinzipien. Stark vereinfacht formuliert meint dies zunächst: Der Bund, die 26 Kantone und die rund 2600 Gemeinden in der Schweiz teilen die öffentlichen Aufgaben untereinander auf, wobei die Kantone möglichst eigenständig sein sollen.

Die Kantone haben ein hohes Mass an Eigenständigkeit. Sie verfügen über eigene Verfassungen, über Parlamente (nicht in allen Kantonen), Regierungen, Gerichte und Polizei. Eine Folge davon ist, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsnormen gibt. Durch Absprachen unter den Kantonen wird dafür gesorgt, dass der Wirtschaftsraum Schweiz trotzdem gut funktioniert.

Dank diesem föderalistischen System sind die Interessen von kleinen Gruppen und Minderheiten besser geschützt. Ein Nachteil ist allerdings, dass das Zusammenspiel zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden manchmal recht komplex und aufwändig ist.

Subsidiarität: Wichtiger Grundgedanke dabei ist, dass zunächst die kleineren Strukturen (Gemeinden und Kantone) für die Lösung von Aufgaben zuständig sind. Kann die Gemeinde eine Aufgabe nicht bewältigen, übernimmt der Kanton die Zuständigkeit. Und bei jenen Aufgaben, welche auch der Kanton allein nicht erfüllen kann, geht die Verantwortung an den Bund über. Beispiele dafür sind Aussenpolitik, Arbeitsrecht, Zivil- und Strafrecht, Berufsbildung oder nationale Infrastrukturen.
06 Warum wird die Schweiz oft eine Musterdemokratie genannt?Nach oben
Das hat im Wesentlichen vier Gründe:
  • Die individuellen Freiheiten jeder Person sind durch die Bundesverfassung garantiert.
  • Minderheiten sind dank einem föderalistischen Staatsaufbau geschützt.
  • Das Mitspracherecht des Volkes ist in der Schweiz weit entwickelt. Mehrmals jährlich finden deshalb Volksabstimmungen statt, bei welchen die Bürgerinnen und Bürger in wichtigen Fragen mitentscheiden können.
  • Mittels Volksinitiative können die Bürgerinnen und Bürger eine Änderung der Bundesverfassung verlangen. Und mit einem Referendum ist es möglich, Beschlüsse von Parlamenten im Nachhinein dem Volk zum definitiven Entscheid vorzulegen.
06 Weshalb lernt man in der Deutschschweiz Hochdeutsch?Nach oben
In der deutschsprachigen Schweiz sprechen die Menschen Mundart - einen von zahlreichen, teils sehr unterschiedlichen Dialekten. Während im Alltag Mundart gesprochen wird, ist Hochdeutsch die offizielle Schrift- und Amtssprache. In der Schule wird Hochdeutsch deshalb als erste Fremdsprache gelernt. Denn Zeitungen, Zeitschriften und die meisten Bücher sind in Hochdeutsch geschrieben; Schweizer Literatur, die in einem der Schweizer Dialekte verfasst ist, gibt es relativ wenig. Es gibt auch keine eigenständige deutschschweizerische Schriftsprache. Vermutlich ist dies auch eine Folge der verschiedenen Dialekte; sie unterscheiden sich in Aussprache, Grammatik und Wortschatz teils voneinander und stark vom Hochdeutschen.
06 Wie kann ich am sozialen und kulturellen Leben teilnehmen?Nach oben
Integrationshilfe Freizeit
Die Schweiz ist das Land der Vereine. Es gibt sie auf allen möglichen Gebieten: Sport, Kultur und vieles mehr. In einem Verein mitzumachen ist eine gute Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen und gleichzeitig etwas über die Schweizer Eigenheiten zu erfahren.

In Thalwil gibt es auch zahlreiche kulturelle Aktivitäten. Sie sind oft kostenlos und frei zugänglich. Lesen Sie die lokale Zeitung, um sich über das Angebot zu informieren.

Eine Übersicht über ganz viele aktuelle Anlässe finden Sie ebenfalls auf der Website der Gemeinde, und zwar unter den Anlässen. Sie können die Aufzählung verschieden darstellen lassen. Eine Suche nach Zeitangaben oder nach Art der Anlässe ist möglich.

www.thalwil.ch: Freizeit
07 Was sollte ich über Aufenthaltsbewilligungen wissen?Nach oben
Wer während seines Aufenthalts in der Schweiz arbeitet oder sich länger als drei Monate hier aufhält, benötigt eine Aufenthaltsbewilligung. Diese wird vom kantonalen Migrationsamt erteilt. Es gibt Bewilligungen für Kurzaufenthalte von weniger als einem Jahr, befristete Aufenthaltsbewilligungen und unbefristete Niederlassungsbewilligungen. Für Migrantinnen und Migranten aus Staaten der Europäischen Union und der Freihandelsassoziation gelten andere Aufenthaltsbewilligungen als für Menschen, die aus anderen Staaten stammen.

www.ch.ch: Aufenthaltsbewilligungen
Kantonale Migrations- und Arbeitsmarktbehörden
07 Welches sind die wichtigsten Wirtschaftszweige in der Schweiz?Nach oben
Wirtschaftszweige
Die Schweizer Wirtschaft zeichnet sich durch einen hohen Entwicklungsstand aus. Sie verdankt ihn dem liberalen Wirtschaftssystem, der politischen Stabilität und der engen Verflechtung mit dem Ausland. Und natürlich sind es die gut ausgebildeten Arbeitskräfte, die mit ihrer hochqualifizierten Arbeit wesentlich zum Erfolg beitragen. Laut der amerikanischen Zeitschrift «Fortune» gehörten 2010 insgesamt 15 Schweizer Unternehmen zu den 500 mächtigsten der Welt.

Der grösste Wirtschaftssektor in der Schweiz ist der Dienstleistungssektor mit Banken und Versicherungen, dem Tourismus, dem Gross- und Detailhandel, der öffentlichen Verwaltung und den Sozialversicherungen. Wichtig für die Schweizer Wirtschaft ist zudem der Industriesektor mit der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, der chemischen und der pharmazeutischen Industrie, der Medizinaltechnik, der Nahrungsmittelindustrie und der Uhrenindustrie. Der kleinste Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft.

Im Jahr 2008 zählte man in der Schweiz über 310'000 marktwirtschaftliche Unternehmen. Gut drei Viertel sind im Dienstleistungssektor tätig. Über 99 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz sind kleinere und mittlere Unternehmen (KMU); das sind Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden. Ungefähr 87 Prozent sind Mikro-Unternehmen, also solche mit weniger als 10 Mitarbeitenden. Zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten in KMU, ein Drittel in Grossunternehmen (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand 2008).

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08 Was sind die wichtigsten Rohstoffe der Schweiz?Nach oben
Rohstoffe, Wasserkraft
Die Schweiz gilt grundsätzlich als rohstoffarmes Land. Dennoch gibt es einige Rohstoffe: Abgebaut werden Kies, Kalkstein, Ton, Granit und Salz. Neben diesen Rohstoffen spielt vor allem Wasser in der Schweiz eine wichtige Rolle. Es dient nicht nur zur Versorgung mit Trinkwasser, sondern spielt für die Stromproduktion eine grosse Rolle. Etwas mehr als die Hälfte des Stroms wird in der Schweiz mit Wasserkraftwerken erzeugt.

Dank ihren über 1500 Seen, unzähligen Bächen und Flüssen sowie Gletschern verfügt die Schweiz über grosse Wasservorkommen und gilt als Wasserreservoir Europas. Sechs Prozent der Süsswasservorräte des Kontinents lagern in den Schweizer Alpen. Der übermässige Wasserkonsum und die Klimaerwärmung, die zum Schmelzen der Gletscher führt, können die langfristige Versorgung mit sauberem Trinkwasser jedoch gefährden. Zahlreiche Projekte beschäftigen sich daher mit dem Schutz und Erhalt der bestehenden Wasserressourcen.

Die grössten Schweizer Flüsse sind der Rhein, die Aare und die Rhone. Während die Aare in den Rhein mündet, trägt dieser zwei Drittel des Schweizer Wassers in die Nordsee. Die Rhone fliesst ins westliche Mittelmeer.
08 Wie kann ich mich gegen rassistische Diskriminierung wehren?Nach oben
In der Schweiz ist es verboten, Menschen öffentlich aufgrund ihrer Rasse oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe in einer Art anzugreifen oder zu diskriminieren, welche die Menschenwürde verletzt. Auch die Verweigerung einer öffentlich angebotenen Leistung ist verboten. Die rassistische Diskriminierung gilt laut Strafrecht als ein Offizialdelikt, wenn die Handlung in der Öffentlichkeit erfolgt.

Wer Opfer rassistischer Diskriminierung geworden ist, wendet sich am besten an eine Anlauf- und Beratungsstelle und lässt sich beraten. Informationen zum Thema findet man auch im Rechtsratgeber «Rassistische Diskriminierung». Er wird von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung herausgegeben und ist kostenlos im Internet erhältlich.

Unentgeltliche Rechtsauskunft Thalwil
Fachstelle für Rassismusbekämpfung: Verzeichnis der Anlauf- und Beratungsstellen
Rechtsratgeber "Rassisstische Diskriminierung"
Beratungsnetz für Rassismusopfer
09 Was ist eine Integrationsvereinbarung?Nach oben
Das Ausländergesetz schenkt der Integration von Ausländerinnen und Ausländern grosse Aufmerksamkeit. So legt es fest, dass die Erteilung einer Aufenthalts- oder Kurzaufenthaltsbewilligung an Bedingungen geknüpft sein kann und Sprach- oder Integrationskurse zu besuchen sind. Die konkreten Verpflichtungen legt man mit der Migrantin oder dem Migranten in einer so genannten Integrationsvereinbarung fest. Die Kantone sind frei, ob sie Integrationsvereinbarungen treffen wollen oder nicht. Einige haben bereits damit begonnen.

Solche Vereinbarungen betreffen zumeist Personen, die aus Staaten ausserhalb der Europäischen Union oder Freihandelsassoziation stammen und noch keine Niederlassungsbewilligung haben. Aber auch bereits ansässige Migrantinnen und Migranten können betroffen sein. Nämlich dann, wenn sie durch ihr Verhalten oder aufgrund anderer Umstände riskieren, das Aufenthaltsrecht zu verlieren.
09 Was ist mit "aktivem" und "passivem" Wahlrecht gemeint?Nach oben
In der Schweiz unterscheidet man zwischen dem aktiven und passiven Wahlrecht. Aktives Wahlrecht meint, dass die Bürgerinnen und Bürger die Mitglieder von Parlamenten und Regierungen (ausgenommen die Landesregierung) wählen dürfen. Das passive Wahlrecht hingegen erlaubt es ihnen, sich auch selbst für die Wahl in ein politisches Amt zur Verfügung zu stellen.
09 Wie ist das Bildungswesen in der Schweiz organisiert?Nach oben
Bildungswesen
Das Bildungswesen ist in der Schweiz auf allen Stufen eine wichtige Aufgabe des Staates. Bund, Kantone und Gemeinden teilen die damit verbundenen Aufgaben untereinander auf. Die Hauptverantwortung liegt allerdings bei den Kantonen. Sie tragen zusammen mit ihren Gemeinden rund 90 Prozent der Bildungsfinanzierung.

Jeder Kanton hat seine eigenen Schulgesetze, und auch die Gemeinden verfügen über eine recht grosse Autonomie. So lassen sich Lösungen an lokale Bedürfnisse anpassen, und man wird den unterschiedlichen Kulturen und Sprachen gerecht.

Nach dem Besuch des Kindergartens treten die Kinder im Alter von sechs bis sieben Jahren in die Primarschule ein. Je nach Kanton dauert diese Stufe vier bis sechs Jahre. Danach folgt der Übertritt in die Sekundarstufe I, die in der Regel drei Jahre dauert. Der Unterricht erfolgt dabei leistungsdifferenziert nach unterschiedlichen Modellen. Ziel ist es, grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln und die Schülerinnen und Schüler auf die Berufsausbildung oder den Übertritt an die Schulen der Sekundarstufe II (Maturitätsschulen oder Fachmittelschulen) vorzubereiten. Die Tertiärstufe schliesslich umfasst dann die Ausbildungen der höheren Berufsbildung oder der Hochschulen.

Rubrik Kinder
Die Schweiz entdecken: Bildungssystem
Educa: grafische Darstellung des Bildungssystems
10 Welche politischen Mitbestimmungsrechte haben Ausländer?Nach oben
Die meisten Instrumente der politischen Mitsprache in der Schweiz erfordern das Bürgerrecht; sie sind also Schweizerinnen und Schweizern vorbehalten. Einige Kantone haben aber bereits das Wahl- und Stimmrecht für Ausländerinnen und Ausländer auf Gemeinde- oder Kantonsebene eingeführt. Gemeinden dieser Kantone haben also die Befugnis, diese Rechte ihrer ausländischen Wohnbevölkerung zu gewähren oder auch nicht.

In den Kantonen Neuenburg und Jura kennt man solche Rechte auf kommunaler und kantonaler Ebene, in den Kantonen Freiburg, Genf und Waadt auf kommunaler Ebene. Auch Gemeinden der Kantone Appenzell Ausserrhoden und Graubünden können das Ausländerstimmrecht für kommunale Angelegenheiten einführen.

Es gibt für Ausländerinnen und Ausländer weitere Möglichkeiten, sich politisch zu engagieren. So haben sie das Recht, Petitionen zu lancieren oder zu unterzeichnen. Das Ausländerstimmrecht kennt man zudem in einem grossen Teil der öffentlich-rechtlichen Kirchgemeinden der Schweiz. Und es gibt fast überall die Möglichkeit, sich in Kommissionen, Interessenverbänden und Vereinen zu engagieren. Damit lässt sich auf lokaler Ebene, also beispielsweise im Quartier oder in der Gemeinde, einiges bewirken.
11 Welche Steuern kennt man in der Schweiz?Nach oben
Jede Person, die in der Schweiz wohnt, arbeitet oder einkauft, kann steuerpflichtig werden. Die Steuer ist eine öffentliche Abgabe. Sie bildet die wichtigste Einnahmequelle des Staates und ermöglicht es ihm, seine Aufgaben zu erfüllen.

Man kennt in der Schweiz eine ganze Reihe von unterschiedlichen Steuern. Die direkten Steuern gehören zu den wichtigsten für den Staat: Einkommens- und Vermögenssteuer sowie Gewinn- und Kapitalsteuer.

Dann gibt es die indirekten Steuern. Zu ihnen gehören die Mehrwertsteuer, die Steuern für Tabak, die Hundesteuer, die kantonale Motorfahrzeugsteuer, die Lotteriesteuer und andere mehr. Je nach Steuerart werden sie von Gemeinden, Kantonen oder Bund erhoben.

Eidgenössische Steuerverwaltung: Steuersystem
Rubrik Finanzen: Steuern
11 Wie vielfältig ist das kulturelle Leben in der Schweiz?Nach oben
Das Schweizer Kulturleben ist geprägt durch die Mehrsprachigkeit und die geografische Lage des Landes im Zentrum Europas. Dies führt zu einer Vielfalt an Strömungen und Einflüssen in Literatur, Kunst, Architektur, Musik und Brauchtum. Das kulturelle Schaffen der verschiedenen Landesteile wird dabei von den jeweils benachbarten Ländern wesentlich mitgeprägt.

Die Schweiz entdecken
Kultur hat Kultur in Thalwil
14 Wie viele Ausländerinnen und Ausländer leben in der Schweiz?Nach oben
Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz
Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Wohnbevölkerung lag in der Schweiz Ende 2014 bei 24.3 %, was knapp 2 Millionen Menschen entspricht (Quelle: Bundesamt für Statistik, Stand Ende 2013). Die allermeisten besitzen jedoch eine Niederlassung. Jede dritte Person in der Schweiz ist eingewandert oder hat Eltern, die eingewandert sind.

Ohne die Ausländerinnen und Ausländer nähme die Wohnbevölkerung der Schweiz wegen der niedrigen Geburtenzahlen schon heute ab. Und Wirtschaftszweige wie das Gesundheitswesen, das Gastgewerbe oder der Bausektor hätten ohne die Arbeitskräfte aus dem Ausland grosse Mühe, ihre Aufgaben zu erfüllen. Migrantinnen und Migranten – sei es als Arbeitskräfte, Studierende oder als Eltern – bilden heute einen wichtigen und ernst zu nehmenden Teil der Schweizer Gesellschaft.
Wie reich sind Flora und Fauna in der Schweiz?Nach oben
Edelweiss
Die Fauna und Flora (Tier- und Pflanzenwelt) in der Schweiz gelten als artenreich. Geschätzt leben rund 40'000 Tierarten sowie über 25'000 Arten von Pflanzen, Pilzen und Flechten in der Schweiz; ein beachtlicher Teil davon stuft man als bedroht ein (Quelle: Bundesamt für Umwelt).
01 Welche Dienstleistungen erbringen Banken und Postfinance?Nach oben
Goldpreis
Eine Bank ist ein Unternehmen, das Finanzdienstleistungen erbringt. In der Schweiz gibt es über 300 Banken mit rund 3500 Geschäftsstellen. Finanzdienstleistungen erbringt auch die Postfinance, ein Geschäftsbereich der Schweizerischen Post.

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:
  • Zahlungsverkehr, Online-Banking, Geldwechsel
  • Bank- und Kreditkarten, Reisezahlungsmittel
  • Sparen, Vorsorge
  • Handel mit Wertpapieren
  • Kredite, Hypotheken
  • Finanz- und Steuerberatung
  • Vermietung von Tresorfächern.
Erkundigen Sie sich auch bei Ihrer Bank.

Schweizer Banken-Info: Banken in Thalwil
www.postfinance.ch: Die Bank der Schweizer Post
01 Welche Steuern kennt man in der Schweiz?Nach oben
Steuererklärung
Jede Person, die in der Schweiz wohnt, arbeitet oder einkauft, kann steuerpflichtig werden. Die Steuer ist eine öffentliche Abgabe. Sie bildet die wichtigste Einnahmequelle des Staates und ermöglicht es ihm, seine Aufgaben zu erfüllen.

Man kennt in der Schweiz eine ganze Reihe von unterschiedlichen Steuern. Die direkten Steuern gehören zu den wichtigsten für den Staat: Einkommens- und Vermögenssteuer sowie Gewinn- und Kapitalsteuer.

Dann gibt es die indirekten Steuern. Zu ihnen gehören die Mehrwertsteuer, die Steuern für Tabak, die Hundesteuer, die kantonale Motorfahrzeugsteuer, die Lotteriesteuer und andere mehr. Je nach Steuerart werden sie von Gemeinden, Kantonen oder Bund erhoben.

Eidgenössische Steuerverwaltung: Steuersystem
02 Welche Steuern müssen Migrantinnen und Migranten bezahlen?Nach oben
Wie Schweizerinnen und Schweizer sind auch Migrantinnen und Migranten verpflichtet, Steuern zu bezahlen. Man bezahlt sie sowohl an die Gemeinde und an den Kanton, in denen man wohnt – das ist die Gemeinde- und Staatssteuer –, wie auch an den Bund – diese nennt man direkte Bundessteuer.

Das Steuersystem ist so organisiert, dass die meisten Leute einmal pro Jahr eine Steuererklärung ausfüllen. Sie geben darin an, wie viel sie im letzten Jahr verdient haben und wie hoch ihr Vermögen ist. Die Steuererklärung wird dann bei den lokalen Steuerbehörden eingereicht. Diese berechnen die Höhe der Steuern und stellen die Steuerrechnungen aus.

In der Schweiz kennt man zudem die Quellensteuer. Sie wird der direkt durch den Arbeitgeber der steuerpflichtigen Person direkt belastetabgeführt. Der Arbeitgeber Er zieht dieses Steuer jeweils vom monatlichen Lohn ab und überweist den Betrag an die Steuerbehörden. Betroffen sind Migrantinnen und Migranten ohne Niederlassungsbewilligung C, wenn sie nicht mit jemandem verheiratet sind, der diese Bewilligung oder das Schweizer Bürgerrecht hat. Je nach Kanton ist die Quellensteuer unterschiedlich hoch; sie kann sich von Jahr zu Jahr ändern.

Um zu verhindern, dass Migrantinnen und Migranten doppelt besteuert werden – in der Schweiz und zusätzlich im Heimatland – hat die Schweiz mit über 50 Staaten ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen.

www.comparis.ch: Quellensteuerrechner
Steueramt Thalwil, Quellensteuer
02 Wie kann ich ein Bank- oder Postkonto eröffnen?Nach oben
Postfinance
Wer die Dienstleistungen einer Bank oder von Postfinance nutzen möchte, benötigt ein Konto. Es gibt mehrere Arten von Konten mit unterschiedlichen Verwendungszwecken, Zinssätzen und Spesen. Spesen können Sie übrigens reduzieren, indem Sie etwa weniger Kontoauszüge verlangen oder Online-Banking nutzen.

Um ein Konto zu eröffnen, gehen Sie in die von Ihnen ausgewählte Bank oder zur Post und lassen Sie sich zunächst über die Möglichkeiten beraten. Wenn Sie sich entschieden haben und ein Konto eröffnen möchten, müssen Sie sich ausweisen. Bringen Sie deshalb Reisepass und Ausländerausweis mit - und falls nötig eine Übersetzungshilfe. Planen Sie für die Kontoeröffnung genügend Zeit ein.
03 Wie kann ich meine Rechnungen bezahlen?Nach oben
Rechnungen
Zusammen mit der Rechnung erhalten Sie in der Regel einen Einzahlungsschein. Diesen benötigen Sie, um die Rechnung zu bezahlen. Er enthält alle wichtigen Informationen wie Name des Empfängers, Konto, Rechnungsbetrag, Referenznummer usw.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Rechnungen bezahlen können:

Am Postschalter geben Sie die ausgefüllten Einzahlungsscheine ab und bezahlen den Betrag bar oder indem Sie ihn vom Postkonto abbuchen lassen. Für jede Einzahlung erhalten Sie eine Quittung oder einen Eintrag im gelben "Postbüchlein". Sie können auch einen Zahlungsauftrag ausfüllen und zusammen mit den Einzahlungsscheinen per Post an Ihre Bank senden, welche die Überweisungen dann ausführt. Eine weitere Möglichkeit ist Online-Banking.

Eine Erleichterung im Zahlungsverkehr sind das Lastschriftverfahren (LSV) und der Dauerauftrag. Damit können Sie wiederkehrende Rechnungen - etwa für Miete, Telefon oder Krankenkasse - automatisch begleichen. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank oder der Post.

Das E-Payment/online-Banking ist unter der nächsten Frage 04 erklärt.
04 Was ist Online-Banking?Nach oben
Online-Banking (auch E-Banking genannt) ist eine moderne und komfortable Art, seine Rechnungen per Computer zu bezahlen. Dazu benötigen Sie einen Computer mit Internet-Zugang, einen Online-Vertrag mit Ihrer Bank und Zugangsdaten. Auf dem Bildschirm veranlassen Sie dann die Zahlungen oder nutzen andere Dienstleistungen der Bank. Vorteil des Online-Bankings: Sie haben rund um die Uhr Zugriff auf Ihr Konto und bezahlen weniger oder gar keine Spesen.

Das Erfassen der Einzahlungsscheine am Computer lässt sich übrigens vereinfachen, indem Sie einen Handscanner verwenden. Wichtig zu wissen: Nutzen Sie Online-Banking nur, wenn Ihr Computer vor Missbrauch und Viren ausreichend geschützt ist (aktualisiertes Betriebssystem, Firewall, Antivirus-Software usw.), und halten Sie sich strikt an die Bestimmungen Ihrer Bank.
05 Was bringt es mir, ein Haushaltsbudget zu erstellen?Nach oben
Haushaltbudget
Immer wieder landen sie in unseren Briefkästen: Rechnungen - für Mietzins, Krankenkasse, Telefonanschluss, Strom, Zahnarzt, Versicherungen, Steuern und anderes mehr. Geld geben wir auch für Nahrungsmittel und Kleidung, Freizeitaktivitäten oder Ferien aus. Es gibt Ausgaben, die wöchentlich oder monatlich anfallen, andere viertel- und halbjährlich oder dann nur einmal im Jahr. Dabei den Überblick zu verlieren, ist schnell passiert und kann zu finanziellen Problemen führen. Besonders wenn man mehr Geld ausgibt, als man verdient.

Ein Haushaltsbudget zu führen, lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Es sorgt nicht nur für Ordnung in Ihren Finanzen, sondern gibt Ihnen auch ein gutes Gefühl. Denn Sie wissen jederzeit, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht und was Sie sich wann leisten können. Sparziele erreichen Sie mit einem Haushaltsbudget bedeutend schneller, und Sie können Reserven anlegen für Ausgaben, die nicht geplant waren. Unliebsame Überraschungen und Schulden lassen sich so vermeiden.
06 Wie erstelle ich ein Haushaltsbudget?Nach oben
Ein Haushaltsbudget zu erstellen, ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, im Grunde genommen aber ziemlich einfach. Im Prinzip geht es darum, die Ausgaben den Einkünften gegenüberzustellen und miteinander in Einklang zu bringen.

Erstellen Sie zunächst eine Liste mit allen Ausgaben, die im Laufe des Jahres anfallen. Jene Ausgaben, die nicht jeden Monat entstehen, rechnen Sie entsprechend auf Montagsbeträge um. Im Internet finden Sie Budgetvorlagen, welche die wichtigsten Positionen bereits enthalten und sich ergänzen lassen. Dann erfassen Sie alle Einkünfte.

Nun schauen Sie sich das Ergebnis unter dem Strich an: Wenn das Budget im Gleichgewicht ist und es sogar eine positive Differenz gibt, ist alles im Lot. Sie können jeden Monat Geld sparen und Reserven bilden.

Wenn nach dem ersten Durchgang im Budget ein Minus besteht, müssen Sie die Liste nochmals überprüfen und Ausgaben reduzieren. Bei kleineren Fehlbeträgen ist das schnell gemacht. Ist das Minus hingegen grösser, können Massnahmen wie ein Wohnungswechsel oder der Verkauf des Autos notwendig sein. Das lässt sich meistens nicht kurzfristig umsetzen. Es empfiehlt sich, das Haushaltsbudget mehrmals jährlich zu überprüfen und wo nötig anzupassen. Wer möchte, kann sich beim Erstellen des Budgets auch helfen lassen.

Budgetberatung: Erstellen von Haushaltsbudgets, mit Vorlagen, Umrechnungsmöglichkeiten und vielem mehr.
07 Welche Konsequenzen kann eine Überschuldung haben?Nach oben
Verschuldung
Wer immer wieder mehr Geld ausgibt, als er verdient, unüberlegt Kleinkredite aufnimmt oder Waren auf Abzahlung kauft, ohne sich Gedanken über die Finanzierung zu machen, landet früher oder später in der Überschuldung. Überschuldet ist jemand dann, wenn er auf absehbare Zeit nicht mehr in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Rechnungen bleiben unbezahlt, man erhält Mahnungen und wird betrieben. Ohne professionelle Hilfe kommen die Betroffenen kaum mehr aus dieser Situation heraus.

Wichtig zu wissen: Ausländerinnen und Ausländer müssen bei einer Überschuldung zudem mit weiteren negativen Konsequenzen rechnen, zum Beispiel, dass die Aufenthaltsbewilligung nicht erneuert wird.
08 Was kann ich tun, wenn ich Schulden habe?Nach oben
Wer Schulden gemacht hat und merkt, dass er seine Finanzen nicht mehr im Griff hat, sollte schnell handeln und sich Hilfe holen bei einer professionellen Schuldenberatung. Je früher, desto besser! Denn je länger Sie damit warten, umso grösser werden die Schulden und damit die möglichen Schwierigkeiten.

Gemeinnützige Schuldenberatungsstellen gibt es in verschiedenen Kantonen. Sozialdienste der Gemeinden und der Kirchen sind weitere Anlaufstellen. Die Schuldenberatung hilft Ihnen zunächst, einen Überblick über Ihre finanzielle Situation zu gewinnen. Auf dieser Basis erarbeitet man mit Ihnen dann ein Budget für die Schuldensanierung. Die Berater nehmen auch mit jenen Leuten Kontakt auf, denen Sie Geld schulden (Gläubigerinnen und Gläubiger). Diese werden ersucht, die Schulden während der Abklärungsphase zu stunden (spätere Bezahlung offener Rechnungen, Ratenzahlungen).

Fachstelle für Schuldenfragen im Kanton Zürich
Caritas Schuldenberatung Kanton Zürich
Sozialdienst der Gemeinde Thalwil: Sprechstunde
09 Was sollte ich über Kleinkredite wissen?Nach oben
Kleinkredite
Bei finanziellen Engpässen scheint es verlockend zu sein, einen Kleinkredit aufzunehmen und damit etwa ein neues Auto oder Ferien zu finanzieren. Doch aufgepasst: Klein- oder Privatkredite sind teuer, denn die Banken können bis zu 15 Prozent Jahreszins verlangen.

Es gibt Situationen, in denen ein Kleinkredit zur Überbrückung durchaus eine vernünftige Lösung sein kann. Vom stetigen Konsum auf Kredit ist allerdings dringend abzuraten! Denn Sie belasten damit Ihr Haushaltsbudget über einen längeren Zeitraum, was besonders dann kritisch ist, wenn man arbeitslos wird.

Die Angebote an Kleinkrediten sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich, sie sehr genau zu vergleichen und die Kosten durchzurechnen, bevor man sich entscheidet. Prüfen Sie auch Alternativen: Ein Darlehen von Verwandten oder Freunden kann einiges günstiger sein. Oder Sie entscheiden sich fürs Sparen und tätigen einen Kauf erst, wenn Sie es sich leisten können. Das ist am günstigsten und sorgt erst noch für viel Vorfreude.

www.comparis.ch: Vergleichsrechner Privatkredite
10 Lohnen sich Leasingverträge?Nach oben
Ähnlich teuer wie Kleinkredite können auch Leasingverträge für Autos sein. Es fallen nämlich nicht nur die monatlichen Leasingraten an, mit denen die Anbieter neue Kunden locken. Weitere Kosten entstehen durch die zumeist vorgeschriebene Vollkaskoversicherung, und dann zahlt man auch für die Unterhaltskosten wie Motorfahrzeugsteuer, Haftpflichtversicherung, Benzin, Pneus, Service und Reparaturen.

Wichtig zu wissen: Nach dem Ablauf des Leasingvertrags gehört das Fahrzeug nicht automatisch Ihnen. Wenn Sie es erwerben wollen, müssen Sie diese Möglichkeit vorher vertraglich vereinbart haben und zahlen dann noch einen Restwert. Besonders teuer kann es werden, den Leasingvertrag frühzeitig aufzulösen. Denn der Wertverlust des Autos geht zu Lasten des Leasingnehmers.

Es gibt auch Alternativen: Sparen Sie Geld, bis Sie sich den Kauf eines neuen oder gebrauchten Autos leisten können. Oder nutzen Sie das Angebot von Mobility (Genossenschaft für CarSharing) und den öffentlichen Verkehr.

Konsumentenforum: Merkblätter zu verschiedenen Konsumentenfragen
Zeitschrift «Beobachter»: Verschiedene Beiträge zum Thema Autoleasing
www.mobility.ch: Car-Sharing-Genossenschaft Mobility
01 Was gehört zu einem gesunden Lebensstil?Nach oben
Gemeinsam kochen
Gesundheit ist ein Geschenk, aber wir können auch aktiv etwas für unsere Gesundheit tun. Ein gesunder Lebensstil ist die beste Gesundheitsvorsorge. In der Fachsprache nennt man dies Prävention. Wir leisten damit einen Beitrag, um uns gegen Krankheiten zu schützen. Doch was ist ein gesunder Lebensstil? Dazu gehören zum Beispiel: gesunde Ernährung, genügend Bewegung, normales Körpergewicht, genügend Schlaf, wenig Konflikte und Stress, gute soziale Kontakte, nicht rauchen und keinen oder wenig Alkohol trinken.

www.migesplus.ch: "Gesund sein, Gesund bleiben"
01 Was ist Familienplanung?Nach oben
Familienplanung
Wann der richtige Zeitpunkt für eine Familie ist, muss jedes Paar für sich selbst entscheiden. Man kann etwas tun, um eine Schwangerschaft zu verhindern oder um den Kinderwunsch zu erfüllen. Doch man kann nicht alles planen. Es gibt auch heute noch ungeplante Schwangerschaften und unerfüllte Kinderwünsche. Fast 20 Prozent aller Paare mit Kinderwunsch können keine Kinder bekommen. Mit all diesen Fragen beschäftigen sich verschiedene Beratungsstellen unter dem Thema Familienplanung.

Familienbeauftragter Gemeinde Thalwil: Donald Ganci
Interkonfessionelle Paar- und Familienberatungsstelle Thalwil
01 Wer und was ist in einer Krankenkasse versichert?Nach oben
Grundversicherung für alle
Jede in der Schweiz wohnhafte Person muss sich obligatorisch bei einer Krankenkasse versichern. Mit der Krankenkasse sind Sie für Kosten im Krankheitsfall, bei Mutterschaft oder bei einem Unfall versichert. Das heisst, Sie müssen nur einen kleinen Teil der Kosten für Arztbesuche, Spitalaufenthalte oder bestimmte Medikamente bezahlen. Den Rest bezahlt die Krankenkasse.

Obligatorisch ist die so genannte Grundversicherung. Krankenkassen haben eine Aufnahmepflicht, d.h. sie müssen jede Person unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand in die Grundversicherung aufnehmen. Die Versicherten können ihre Krankenkasse frei wählen.

Alle sind in der Grundversicherung für die gleiche Leistung versichert. Dazu gehören zum Beispiel die Behandlung in Arztpraxis und Spital, ärztlich verordnete Medikamente und Laboruntersuchungen, Psycho- und Physiotherapie, Kontrolluntersuchungen während der Schwangerschaft, Impfungen, Gesundheitsuntersuchungen für Kinder sowie Teilkosten bei Notfalltransporten. Nicht versichert durch die Grundversicherung sind gewöhnliche Zahnbehandlungen.

Sie können freiwillig eine Zusatzversicherung abschliessen und müssen dafür mehr Prämie bezahlen. Damit werden zusätzliche Leistungen bezahlt wie zum Beispiel Zahnbehandlungen oder der Komfort eines Zweier- oder Einzelzimmers im Spital. Durch die Grundversicherung ohne Zusatzversicherung (= allgemein versichert) sind die Kosten in der allgemeinen Abteilung für ein Vierbettzimmer abgedeckt.

Die Unfallversicherung ist in der Krankenkasse inbegriffen. Berufstätige sind aber bereits über ihren Arbeitgeber gegen Unfälle versichert (siehe auch Frage 6). Wenn das bei Ihnen zutrifft, können Sie die Krankenkasse auffordern, die Unfallversicherung aus der Versicherung herauszunehmen. So sinkt die Prämie.

www.comparis.ch: Leistungsvergleich Grundversicherung
Gesundheitswegweiser Schweiz: Hilft, sich im schweizerischen Gesundheitssystem zurechtzufinden (in 18 Sprachen)
02 Was kostet die Krankenkasse?Nach oben
Kosten der KV
Die versicherten Personen müssen für den Krankenversicherungsschutz jeden Monat einen Beitrag bezahlen: die Krankenkassenprämie. Die Höhe der Prämie kann sich jedes Jahr verändern. Die Krankenkasse teilt den Versicherten die neue Prämie im Herbst schriftlich mit (dann können Sie auch die Krankenkasse wechseln – beachten Sie aber die Kündigungsfristen im Vertrag!). Die Versicherten erhalten mit der neuen Prämie den Krankenkassenausweis mit der Versichertennummer. Sie sollten den Ausweis immer bei sich haben: Sie müssen ihn in der Apotheke, beim Arzt oder im Spital vorweisen.

Die Prämien der Krankenkassen unterscheiden sich nach Kasse und Wohnort. In der Grundversicherung sind aber bei allen Krankenkassen die gleichen Leistungen versichert. Die Prämien unterscheiden sich auch nach dem gewählten Versicherungsmodell und der gewählten Kostenbeteiligung (Franchise).

Sie können Ihr Versicherungsmodell selbst wählen: Sie bezahlen zum Beispiel weniger Prämien mit einem Versicherungsmodell ohne freie Arztwahl. Das heisst, Sie müssen immer zuerst zu einem bestimmten Hausarzt oder einer Hausärztin gehen oder ein HMO (ein Gesundheitszentrum) aufsuchen.

Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse für genauere Informationen. Ein Vergleich lohnt sich!

www.comparis.ch: persönlicher Leistungsvergleich
Bundesamt für Gesundheit: Prämienliste Krankenkassen nach Wohnregion
Individuelle Prämienverbilligungen IPV
02 Wie kann ich mich gesund ernähren?Nach oben
Ernährungspyramide
Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung sind wichtig. Weil man sich damit wohler fühlt und gegen Krankheiten schützen kann. Kinder brauchen gesundes Essen ganz besonders für ihre Entwicklung. Doch was ist eigentlich eine gesunde und ausgewogene Ernährung? Diese Nahrungsmittel empfehlen Ernährungsberaterinnen pro Tag:
  • Flüssigkeit: 1 bis 2 Liter trinken sind ideal. Am besten Mineralwasser, Wasser aus dem Wasserhahn, Früchte- und Kräutertees ohne Zucker. Nicht zu viele Getränke mit Koffein, wie Energydrinks, Kaffee und schwarzen oder grünen Tee, trinken. Zuckerhaltige Getränke wie Eistee und Cola sowie künstlich gesüsste Getränke (light) vermeiden. Fruchtsäfte enthalten auch viel Zucker und sollten mit Mass oder mit Wasser gemischt (Verhältnis 1:2) werden.
  • 5 Portionen Gemüse und Früchte in verschiedenen Farben, roh und gekocht. Auch ungezuckerter Fruchtsaft zählt dazu.
  • 3 Portionen Getreideprodukte (z.B. Brot, wenn möglich Vollkorn), Teigwaren, Reis, Mais oder andere Produkte wie Kartoffeln und Hülsenfrüchte (z.B. Kichererbsen, Linsen).
  • 1 Portion Eiweiss wie z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Tofu oder Quorn.
  • 3 Portionen Milchprodukte, z.B. 2 dl Milch, 180 g Joghurt und 60 g Käse.
  • Wenig Öl und Fett beim Kochen. Besonders gesund sind Raps- oder Olivenöl.
  • Nur in kleinen Mengen: Süssigkeiten (Schokolade, Kuchen), salzige Knabbereien (Chips), süsse Getränke (Cola) und Alkohol. Fachleute empfehlen, dass Kinder keine koffeinhaltigen Energydrinks trinken sollten.
www.5amtag.ch: "Fünf am Tag"
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung
02 Wo kann ich mich über Schwangerschaft und Geburt informieren?Nach oben
Schwangerschaft und Geburt
Die wichtigste Ansprechperson während einer Schwangerschaft ist die Frauenärztin (Gynäkologin) oder der Frauenarzt (Gynäkologe). Sie führen in regelmässigen Abständen medizinische Kontrollen durch. So können sie die Entwicklung des Kindes beobachten und mögliche Gefahren für Mutter und Kind erkennen. Auch frei schaffende Hebammen (Geburtshelferinnen) können Fragen zur Geburt schon während der Schwangerschaft beantworten.

In den Spitälern gibt es Kurse zur Geburtsvorbereitung. Dort erfahren Sie Wissenswertes zur Geburt, zum Stillen und zu den neuen Aufgaben als Eltern. Private Spitäler, Geburtshäuser und freischaffende Hebammen bieten ebenfalls Leistungen, Beratung und Kurse rund um die Geburt an. Klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten von der Versicherung übernommen werden. In einigen Regionen der Schweiz werden diese Kurse in verschiedenen Sprachen durchgeführt.

Die Mütter- und Väterberatung bietet Eltern eine Vielzahl von Kursen an. Themen sind z.B. die Entwicklung oder die gesunde Ernährung der Kinder (Stillberatung). Sie hilft den Eltern auch, sich in der neuen Rolle zu finden und mit psychosozialen Problemen umzugehen.

Informieren Sie sich auch über das Angebot "PEBS": Präventive Ernährungs- und Bewegungsberatung in der Schwangerschaft bis ein Jahr nach der Geburt

Seit 2005 gibt es in der Schweiz eine Mutterschaftsversicherung. Erwerbstätige Mütter erhalten nach der Geburt während 14 Wochen 80 Prozent des durchschnittlichen Lohns vor der Geburt (bis maximal 172 Franken pro Tag). Erkundigen Sie sich genauer bei Ihrem Arbeitgeber.

www.swissmom.ch: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kind
www.hebamme.ch: Verzeichnis der Hebammen
Pro Juventute: Die Broschüre «Unser Kind» ist in sieben Sprachen erhältlich. Sie können die Broschüre über den Pro-Juventue Internetshop oder auch unter vertrieb@projuventute.ch bestellen.
Elternberatungsstellen Adressen
Interkonfessionelle Ehe- und Familienberatungsstelle Thalwil
Angebote und Veranstaltungen für Familien
03 Was muss ich selbst bezahlen, was bezahlt die Krankenkasse?Nach oben
eigene Kosten
Zusätzlich zur Prämie müssen Sie auch einen Teil der Behandlungskosten selbst bezahlen. Die Beteiligung nennt man Franchise (ausgesprochen «Fronschiis»). Die Höhe der Franchise können Sie selbst wählen. Die tiefste Franchise ist 300 Franken, die höchste 2500 Franken. Das heisst: Bei der höchsten Franchise müssen Sie alle Arztkosten bis zu einem Betrag von 2500 Franken pro Jahr selbst bezahlen. Dafür ist die Prämie niedriger. Bei einer tieferen Franchise (z.B. 300 Franken) sind die monatlichen Prämien höher. Dafür werden die Kosten bereits übernommen, wenn sie 300 Franken übersteigen. Eine hohe Franchise (und tiefe Prämien) lohnen sich nur, wenn Sie wenig krank sind.

Wenn die jährlichen Arztkosten die Franchise übersteigen, müssen Sie zusätzlich 10 Prozent an die Kosten bezahlen, das nennt man den Selbstbehalt. Der Selbstbehalt beträgt laut Gesetz maximal 700 Franken pro Jahr.

Die Kosten für Schwangerschaft und Geburt übernimmt die Krankenkasse von Anfang an vollständig.
03 Welche formalen Vorbereitungen sind vor der Geburt zu treffen?Nach oben
Legen Sie das Familienbüchlein und den Schriftenempfangsschein bereit. Die Spitalverwaltung benötigt diese Dokumente für die Anmeldung des Kindes beim Zivilstandsamt.

In den letzten Wochen vor der Geburt ist auch der späteste Zeitpunkt, um den Vornamen für Ihr Kind auszuwählen. Im Spital wird erwartet, dass Sie den Namen des Kindes bereits wissen.

Versichern Sie Ihr Baby bereits vor seiner Geburt bei der Krankenkasse. Dadurch müssen Sie keinen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, und Ihr Kind kommt in den Genuss einer vorbehaltlosen Deckung.

Falls die Eltern nicht verheiratet sind, muss der Vater das Kind anerkennen. Das heisst, er muss sich beim Zivilstandsamt offiziell als Vater eintragen lassen. Unverheiratete Eltern werden nach der Geburt zudem von der Vormundschaftsbehörde kontaktiert. Diese stellt sicher, dass die Unterhaltszahlungen für das Kind geregelt sind.

Zivilstandsamt Thalwil
04 Was muss ich tun, damit die Krankenkasse bezahlt?Nach oben
Nach Ihrem Arztbesuch erhalten Sie eine Rechnung. Diese müssen Sie selbst bezahlen. Mit der Rechnung erhalten Sie eine Kopie der Rechnung (= Rückforderungsbeleg oder Rechnungskopie). Diese Kopie schicken Sie an die Krankenkasse. Sie erhalten dann – wenn der Betrag die Franchise übersteigt – 90 Prozent davon auf das von Ihnen angegebene Bank- oder Postkonto einbezahlt.

Tipp: Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, schicken Sie der Krankenkasse die Rechnung sofort zu. Oft erhalten Sie das Geld von der Krankenkasse, bevor die Zahlungsfrist der Arztrechnung abgelaufen ist.

Die Spitalrechnung wird entweder zu Ihnen nach Hause oder an die Krankenkasse geschickt. Meistens wird die Rechnung direkt von der Krankenkasse bezahlt. Für allfällige Kosten, die Sie übernehmen müssen (Selbstbehalt, Verpflegungsbeitrag), sendet Ihnen die Krankenkasse oder das Spital eine separate Rechnung.

Auch bestimmte, vom Arzt verschriebene Medikamente werden von der Krankenkasse bezahlt. Entweder Sie erhalten das Medikament nach Vorweisen der Krankenkassenkarte direkt und ohne zu bezahlen. Oder Sie bezahlen das Medikament selbst und schicken die Rechnung und das Rezept später an die Krankenkasse zur Rückerstattung.
04 Wie berechne ich mein normales Körpergewicht?Nach oben
Waage
Ein gesundes Körpergewicht ist wichtig. Es schützt vor Krankheiten wie Bluthochdruck oder vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem werden übergewichtige Menschen manchmal von anderen ausgeschlossen und nicht akzeptiert.

Doch ab welchem Gewicht ist man übergewichtig? Um das festzustellen, verwendet man den so genannten Body Mass Index (BMI). Man berechnet ihn so:

BMI = Körpergewicht dividiert durch die Körpergrösse in Metern im Quadrat.

Ein BMI zwischen 20 und 25 heisst Normalgewicht, ein BMI von 25 bis 30 heisst leichtes Übergewicht, ein BMI über 30 heisst schweres Übergewicht.

Adipositas ist ein anderer Name für schweres Übergewicht oder Fettsucht. Adipositas ist eine Essstörung. Nach neuen medizinischen Erkenntnissen ist für die Gesundheit auch wichtig, wo sich die Fettpolster befinden. Fettpolster am Bauch sind besonders schädlich für die Gesundheit. Menschen mit Fettpolstern am Bauch haben ein grösseres Risiko, krank zu werden (z.B. Zuckerkrankheit oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie etwa Herzinfarkt).

Auch zu wenig Gewicht (BMI unter 18,5) kann schlecht für die Gesundheit sein. Magersucht ist auch eine Essstörung.

Gesundheitsförderung Schweiz: Ernährung und Bewegung für Kinder und Erwachsene
Expertennetzwerk Essstörungen
04 Wie finde ich einen Arzt oder eine Ärztin?Nach oben
www.aerzte-thalwil.ch
Wenn Sie Hilfe brauchen, wenden Sie sich in der Regel als erstes an einen Allgemeinmediziner. Die praktizierenden Ärzte in Thalwil haben eine eigene Homepage. Sie sind nach Fachgebieten aufgelistet.

Neben den Allgemeinmedizinern finden Sie auch Fachärzte, etwa Augenärzte, Hautärzte, Kinderärzte, etc.

Wenn Sie neu nach Thalwil ziehen, ist es ratsam, sich hier einen Hausarzt/eine Hausärztin zu suchen. Ein Hausarzt ist ein Allgemeinmediziner, den Sie aufsuchen, wenn Sie krank sind. Durch die regelmässigen Besuche kann der Arzt Ihre Krankheitsgeschichte aufnehmen und Sie optimal beraten. Falls notwendig, kann er Sie auch an einen Facharzt weiterleiten. Viele Krankenkassen gewähren einen Rabatt, wenn Sie einen Hausarzt haben.

Die Zahnärzte in Thalwil haben eine eingene Homepage.

Hausärzte haben Sprechstunden eingerichtet, in denen sie ihre Patienten und Patientinnen behandeln. Es empfiehlt sich, Termine zu vereinbaren, da die Wartezeit sonst meist zu lang ist. Ein Arztbesuch ist nicht nur bei akuten Schmerzen sinnvoll. Regelmässige Vorsorgeuntersuchungen sind nützlich. Das gilt vor allem bei Kleinkindern, bei der Zahnpflege und für die Vorsorge bei Männern und Frauen ab 35 Jahren.

Tipp: Oft haben Hausärzte einen Patientenstopp eingeleitet. Das bedeutet, dass sie bereits zu viele Patienten und Patientinnen haben und keine neuen aufnehmen können. Für Sie ist es deshalb wichtig, dass Sie früh einen Arzt suchen und nicht erst im Falle einer Krankheit. Sie könnten dann Mühe haben, eine Fachperson zu finden.

In dringenden Fällen können Sie zu einem Notfall-Arzt gehen oder zur Permanence, also zu einer Notfallklinik. Die Kosten sind jedoch deutlich höher.

Ärzte, Krankheiten, Medikamente und Apotheken:
Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH
Gesundheitswegweiser Schweiz: Hilft, sich im schweizerischen Gesundheitssystem zurechtzufinden (in 18 Sprachen)
04 Wo soll das Kind auf die Welt kommen?Nach oben
Geburtsort
Während der Schwangerschaft meldet der Arzt, die Ärztin oder die Hebamme Sie beim Spital für die Geburt an. Sie können wählen, ob Sie in einem Spital oder in einem Geburtshaus gebären möchten. Die meisten Frauen bringen ihre Kinder im Spital auf die Welt.

Es ist auch möglich, bei Ihnen zu Hause mit der Unterstützung einer Hebamme zu gebären. Diese Hausgeburten sind jedoch nur bei Schwangerschaften ohne Komplikationen ratsam.

www.swissmom.ch: Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt, Baby und Kind
www.migesplus.ch: Schwangerschaft und Baby
www.hebamme.ch: Verzeichnis der Hebammen
Geburtshäuser
Interkonfessionelle Paar- und Familienberatung Thalwil
05 Wie kann ich bei der Krankenkasse sparen?Nach oben
Sparen bei der Krankenkasse
Krankenkassenprämien können das Haushaltsbudget belasten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kosten für die Prämien zu senken.
  • Durch eine hohe Franchise: Mit einer hohen Franchise (maximal 2500 Franken) sinkt die Prämie stark. Achtung: Das lohnt sich aber nur, wenn Sie wenig krank sind und wenig zum Arzt gehen müssen.
  • Durch eine preisgünstige Krankenkasse: Vergleichen Sie die Prämien und Leistungen der Krankenkassen miteinander.
  • Durch kantonale Prämienverbilligungen: Personen mit kleinem Einkommen haben Anspruch auf die kantonale Prämienverbilligung. Das heisst, der Kanton bezahlt einen Teil der Krankenkassenprämien. Wenn Sie Anspruch auf eine Verbilligung haben, werden Sie von der zuständigen Stelle (Sozialversicherungsanstalt des Kantons) automatisch informiert. Sie müssen dafür jedes Jahr ein Formular fristgerecht einreichen.
www.comparis.ch Adressen der kantonalen Sozialversicherungsanstalten
Individuelle Prämienverbilligungen IPV
05 Wie läuft ein Arztbesuch ab?Nach oben
Arztgespräch
Rufen Sie die Arztpraxis an, um einen Termin zu reservieren. Beschreiben Sie schon am Telefon den Grund für den Arztbesuch. Wenn Sie den Termin nicht einhalten können, müssen Sie dies mindestens 24 Stunden vorher per Telefon mitteilen. Es ist normal, dass Sie im Wartezimmer eine Weile warten müssen. Trotzdem ist es besser, pünktlich zu sein: Möglicherweise kommen Sie auch gleich an die Reihe.

Der Arzt oder die Ärztin untersucht Sie und verschreibt Ihnen wenn nötig Medikamente, eine Behandlung oder eine Therapie. Viele Medikamente sind rezeptpflichtig. Das heisst, Sie können diese Medikamente in der Apotheke nur kaufen, wenn Ihnen ein Arzt oder eine Ärztin dafür ein Rezept geschrieben hat.

Der Hausarzt kann Sie auch an einen spezialisierten Facharzt oder an ein Krankenhaus weiterleiten. In den meisten Fällen ist dies aber gar nicht nötig.

Jeder Mediziner hat eine Schweigepflicht: das heisst, er darf die Informationen über Sie nicht weitergeben.
05 Wo bekomme ich in der ersten Zeit nach der Geburt Unterstützung?Nach oben
nach der Geburt
In den Tagen nach der Geburt soll sich die Mutter körperlich und seelisch erholen. In dieser ersten Woche (Wochenbett) werden Mutter und Kind medizinisch betreut. Die Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt die Kosten der Untersuchungen während der Schwangerschaft, der Geburt und der Betreuung im Wochenbett. Die Krankenkasse übernimmt auch gewisse Kosten der Geburtsvorbereitung und der Stillberatung.

Für die erste Zeit nach der Geburt zu Hause gibt es bei der Mütter-, Väter- und Elternberatung zahlreiche Kurse zur Ernährung, Entwicklung oder Erziehung des Kindes. Einige Kurse werden auch in anderen Sprachen als Deutsch durchgeführt.

In der Schweiz existiert eine gesetzlich vorgeschriebene Mutterschaftsversicherung: Erwerbstätige Mütter bekommen nach der Geburt während 14 Wochen einen Urlaub und erhalten 80 Prozent des durchschnittlichen Lohns (auch Mutterschaftsentschädigung oder Mutterschaftsurlaub genannt). Ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub existiert in der Schweiz nicht. Einzelne Arbeitgeber (z.B. die öffentliche Verwaltung einzelner Kantone) gewähren Vätern nach der Geburt einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von einigen Wochen.

Mutterschaftsurlaub
Mütter- und Väterberatung Thalwil
Bundesamt für Sozialversicherungen: Schutz der Arbeitnehmerin während der Mutterschaft
Elternbildungsveranstaltungen im Bezirk
06 Was kann ich bei Gewichtsproblemen tun?Nach oben
Gewichtsprobleme?
Haben Sie Übergewicht oder Untergewicht? Dann sollten Sie zuerst Ihre Ernährungsgewohnheiten und Ihren Lebensstil überprüfen. Oder fragen Sie den Hausarzt oder die Hausärztin um Rat. In der Arztpraxis oder der Apotheke gibt es Informationsbroschüren zu gesunder Ernährung und Übergewicht/Untergewicht. Einige Kantonsspitäler bieten Ernährungsberatung an. Fragen Sie, ob die Krankenkasse die Kosten dieser Beratung übernimmt. Neben der gesunden Ernährung ist auch genügend Bewegung wichtig.

Für übergewichtige Kinder und Jugendliche gibt es in der ganzen Schweiz Programme. Diese Kurse haben ein gesundes Körpergewicht zum Ziel.

Für die Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern gibt es spezielle Beratungen, Kurse und Broschüren. Hilfreich ist die Mütter- und Väterberatung

Fitnesstipps für Kinder: Schweizer Fachvereins Adipositas im Kindes- und Jugendalter 
Gesundheitsförderung Schweiz: Gesundes Körpergewicht: Ernährung und Bewegung
Experten-Netzwerk Essstörungen
06 Welche Angebote gibt es für Kinder?Nach oben
Kinder
In der Schweiz gibt es für Schülerinnen und Schüler einige spezielle Angebote:
  • In einer Schulgemeinde hat es in der Regel einen Schularzt-Dienst. Kinder und Jugendliche werden in regelmässigen Abständen vom Schularzt oder von der Schulärztin untersucht und geimpft. Damit können gesundheitliche Störungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Diese Untersuchungen finden im 1. und im 10. Schuljahr (1. Kindergarten und 2. Sek.) statt.
  • Es steht den Eltern der Kindergarten-Schüler/innen frei, diese Untersuchung bis zum Ende des Kalenderjahres durch einen Schularzt der Schule Thalwil oder einen Arzt ihrer Wahl vornehmen zu lassen.
  • Auf die Durchführung einer obligatorischen schulärztlichen Untersuchung aller Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe beim Oberstufenschularzt wird verzichtet. Vielmehr legt die Schule Thalwil Wert darauf, dass Ihr Kind sich beim Arzt/bei der Ärztin Ihres Vertrauens – sei es beim bisherigen Kinderarzt oder bei Ihrem Hausarzt – untersuchen lassen kann. Die Basisuntersuchung umfasst die Bestimmung von Grösse, Gewicht, Seh- und Hörvermögen, eine kurze allgemeine körperliche Untersuchung und allenfalls ein orientierendes Gespräch. Die Gemeinde übernimmt für diese Basisuntersuchung die Kosten von Fr. 100. Es steht den Eltern der Sek-Schüler/innen frei, diesen Untersuch auch beim Oberstufenschularzt durchführen zu lassen.
  • Schulzahnarzt bzw. Schulzahnpflege: Wie beim schulärztlichen Dienst werden die Zähne der Kinder einmal jährlich von einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin untersucht. In Thalwil kommt auch der Zahnpflege-Dienst in die Klassen vorbei und zeigt den Kindern im Unterricht, wie man die Zähne sorgfältig putzt.
  • Schulpsychologischer Dienst: Diese Einrichtung kann bei schulischen, psychischen und erzieherischen Problemen Ihres Kindes beigezogen werden. Die Vermittlung erfolgt über die Lehrpersonen. Die Beratungen sind kostenlos. Für weitere Infos (Anmeldegründe, Vorgehen, Beratungsdienstleistungen usw)
Das sind verschiedene Angebote der Volksschule. Natürlich gibt es auch private Ärztinnen und Ärzte, die sich auf Kinderkrankheiten spezialisiert haben. Die Notfallnummer der Thalwiler Kinderärzte lautet 0900 57 57 57

Ärzte Thalwil
Schule Thalwil: Gesundheit
06 Wer und was ist bei der Unfallversicherung versichert?Nach oben
Unfallversicherung
Die Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die ärztliche Behandlung nach einem Unfall. Ausserdem bezahlt sie bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld (Lohnersatz) bzw. Rentenleistungen bei dauernder Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall.

Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gegen Unfall versichert.
  • Sie arbeiten acht Stunden oder mehr pro Woche bei einem Arbeitgeber: dann sind Sie gegen Berufsunfälle und gegen so genannte Nichtberufsunfälle (Unfälle auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit) versichert.
  • Sie arbeiten weniger als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber: dann sind Sie nur gegen Berufsunfälle und gegen Unfälle auf dem Arbeitsweg versichert. Für Unfälle in der Freizeit (z.B. im Haushalt) müssen Sie eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.
  • Arbeitslose Personen, die Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben, sind obligatorisch versichert.
Nicht versichert sind nicht erwerbstätige Personen, zum Beispiel Hausfrauen und
-männer, Kinder, Studierende, Rentner und Rentnerinnen oder ausgesteuerte Arbeitslose. Diese Personen müssen obligatorisch eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.

So gehen Sie bei einem Unfall vor: Melden Sie den Unfall immer sofort Ihrem Arbeitgeber oder der Krankenkasse. Das Formular dafür erhalten Sie beim Arbeitgeber oder bei Ihrer Krankenkasse.
06 Wie können wir eine ungewollte Schwangerschaft verhindern?Nach oben
Verhütung
Es gibt viele verschiedene moderne Verhütungsmethoden. Mit ihnen kann man verhindern, dass die Frau schwanger wird. Ein Paar sollte über die Wahl der passenden Verhütungsmethode gemeinsam sprechen. Ein Gespräch mit dem Hausarzt / der Hausärztin oder dem Gynäkologen / Gynäkologin hilft ebenfalls weiter. Für einige Methoden (z.B. die Pille) ist das Rezept eines Arztes notwendig.

Achtung: Nur mit der Verwendung von Kondomen schützt man sich vor einer ungewollten Schwangerschaft und gleichzeitig vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Kondome sind an vielen Orten erhältlich: im Supermarkt, in der Apotheke etc.

Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach Versagen eines Verhütungsmittels (z.B. abgerutschtem Kondom) kann die Frau die «Pille danach» einnehmen. Sie ist eine Notfallverhütung und verhindert eine ungewollte Schwangerschaft.

Sind Sie ungeplant oder ungewollt schwanger geworden, wenden Sie sich möglichst schnell an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder an eine Familienberatungsstelle. Falls Sie sich gegen das Kind entscheiden, gibt es die Möglichkeit, die Schwangerschaft in den ersten 12 Wochen straflos abzubrechen. Beratungsstellen können Ihnen bei dieser schwierigen Entscheidung helfen. Die dort arbeitenden Fachleute sind an die Schweigepflicht gebunden.
Es gibt in jedem Kanton Beratungsstellen zu den Themen Schwangerschaft, Familienplanung,Sexualität und Aids.

Ärzte in Thalwil
Verhütungsmethoden
www.migesplus.ch: Partnerschaft, Verhütung, Rechte, Aids
07 Müssen Erwachsene den Zahnarzt selbst bezahlen?Nach oben
Zahnarzt
In der Schweiz müssen Erwachsene die Kosten für den Zahnarzt selbst bezahlen. Ausser man hat eine Zusatzversicherung für Zahnarztbehandlungen abgeschlossen. Es lohnt sich aber, auf eine gute Zahnpflege zu achten und mindestens einmal jährlich zur Kontrolle beim Zahnarzt zu gehen. Zahnschäden können so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Das kostet langfristig weniger. Gesunde Zähne sind wichtig für die Gesundheit.
07 Was hat Sexualität mit Gesundheit zu tun?Nach oben
Gesundheit und Sexualität
Sexuelle Aktivitäten gehören zu einem gesunden Leben. In einer guten Partnerschaft fühlt man sich auch sexuell wohl, kennt den eigenen Körper und die eigenen Wünsche und respektiert den Partner oder die Partnerin. Das ist auch wichtig, wenn es mit dem Sex nicht klappt. Probleme beim sexuellen Verkehr sind häufig und normal. Sie können verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel körperliche Ursachen oder seelische Schwierigkeiten. Aber man kann etwas tun dagegen: Haben Sie Mut und sprechen Sie mit einem Arzt oder einer Ärztin darüber. Der Hausarzt oder die Hausärztin, eine Gynäkologin, ein Urologe oder eine Fachperson einer Beratungsstelle für Familienplanung können weiterhelfen.

Auch wenn Frauen keine Beschwerden haben, sollten sie sich spätestens ab 20 einmal im Jahr bei einem Gynäkologen oder einer Gynäkologin untersuchen lassen. Mit diesen Vorsorgeuntersuchungen lassen sich zum Beispiel Brustkrebs oder Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkennen.

Interkonfessionelle Paar- und Familienberatung Thalwil
07 Wie funktioniert die IV?Nach oben
Invalidenversicherung
Die Abkürzung IV steht für Invalidenversicherung. Sie ist neben der AHV eine weitere wichtige Sozialversicherung in der Schweiz. Als invalid gilt jemand dann, wenn er oder sie wegen eines körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschadens bleibend oder für längere Zeit (mindestens ein Jahr) nicht mehr arbeiten kann.

Die IV hat in erster Linie die Aufgabe, die betroffenen Versicherten wieder ins Erwerbsleben zu integrieren. Dazu dient eine ganze Reihe von Eingliederungsmassnahmen. Erst wenn diese nicht zum Ziel führen, bezahlt die IV den Versicherten eine Rente.

www.ch.ch: Invalidenversicherung
08 Wann muss ich zum Arzt gehen?Nach oben
Falls Sie nur leichte Beschwerden haben, können Sie auch in einer Apotheke um Rat fragen. Dort bekommen Sie Medikamente, für die kein Arztrezept nötig ist.

Wenn Sie starke Beschwerden haben, gehen Sie am besten zuerst zu Ihrem Hausarzt. Es ist auch möglich, direkt zu einem Spezialarzt (= Facharzt) zu gehen (z.B. Hals-Nasen-Ohren-Arzt). Dann müssen Sie aber vielleicht lange auf einen Termin warten. Vorsicht: Viele Krankenkassen verlangen, dass Sie erst zum Hausarzt gehen. Dieser verweist Sie nachher an den Spezialarzt. Fragen Sie Ihre Krankenkasse, wenn Sie Genaueres dazu wissen möchten.

Ins Spital geht man nur in Notfallsituationen, oder dann, wenn Sie der behandelnde Arzt ins Spital überwiesen hat. Reguläre Untersuchungen und kleinere Beschwerden werden besser zuerst von Ihrer Hausärztin behandelt. 

Manchmal ist ein Arztbesuch gar nicht nötig. Viele Erkrankungen wie zum Beispiel eine Erkältung sind nach ein paar Tagen vorbei. Manchmal helfen auch eigene Hausmittel. Wenn jemand aber längere Zeit krank ist, gibt es die Möglichkeit, die Person zu Hause von Fachpersonen pflegen zu lassen oder sie ineinem Pflegeheim behandeln zu lassen. 
08 Wie schützt man sich gegen sexuell übertragbare Krankheiten?Nach oben
Schutz
Wer sexuell aktiv ist, muss sich gegen ansteckende Krankheiten schützen. Grundsätzlich ist das Risiko für Frauen wie auch für Männer hoch, sich beim ungeschützten Sex mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken. Sicherheit hätte man nur, wenn sich Mann und Frau vor dem Sex ärztlich untersuchen lassen. Weil das schwierig durchzuführen ist, sollte man - besonders bei neuen oder wechselnden Kontakten - unbedingt Kondome (auch Präservative genannt) benutzen.

Wenn Sie glauben, an einer sexuell übertragbaren Krankheit zu leiden, gehen Sie so schnell wie möglich zum Arzt. Wenn Sie schnell reagieren, ist die Chance zur Heilung grösser.

Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr kann man sich auch mit Viren anstecken, die Gebärmutterhalskrebs auslösen. Bei 16- bis 25-jährigen Frauen ist dieses Risiko besonders gross. Es gibt aber eine Impfung gegen die Viren. Junge Frauen sollten sich impfen lassen, bevor sie sexuell aktiv werden. Deshalb empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine Impfung für alle Mädchen bereits ab 11 bis 14 Jahren.

Die meisten sexuell übertragbaren Krankheiten sind heilbar. Es gibt eine Ausnahme: Aids. Die Immunschwäche Aids ist die Folge einer Infektion mit dem HI-Virus. Aids ist nicht heilbar und kann zu verschiedenen schweren Erkrankungen und zum Tod führen.

www.migesplus.ch: für Frauen
www.migesplus.ch: für Männer
Regionale Aids-Stellen der Schweiz: Informationen zu Aids bei regionalen Aids-Stellen
Sexuelle Gesundheit Schweiz
09 Was versteht man unter Alternativmedizin?Nach oben
Abgesehen von der Schulmedizin, werden in der Schweiz auch alternative Heilmethoden und -praktiken angeboten. Diese Alternativ- oder Komplementärmedizin sind als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin zu verstehen. Dazu gehören z.B. die Homöopathie, die Akupunktur, die Osteopathie oder die Naturheilkunde. Einige alternative Heilmethoden werden von den Krankenkassen oder Zusatzversicherungen zurückerstattet. Informieren Sie sich bei Ihrer Versicherung, welche Verfahren bezahlt werden.
09 Welche Aufgaben hat ein Spital?Nach oben
Spital
Das Wort Spital bedeutet das gleiche wie Krankenhaus. In dieser Einrichtung gibt es unterschiedliche ärztliche und pflegerische Hilfeleistungen. Dort können Krankheiten, Leiden oder körperliche Schäden festgestellt, geheilt oder gelindert werden.

Das spielt während des ganzen Lebens eine Rolle; deshalb gehören auch Geburtshilfe und Sterbebegleitung zu den Aufgaben eines Krankenhauses. Es gibt unterschiedliche Arten von Spitälern.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Thalwil wenden sich in erster Linie an das Seespital Horgen bzw. Kilchberg. Dorthin werden Sie an erster Stelle vom Arzt überwiesen, wenn Sie keine Spezialklinik benötigen.

Es gibt auch Einrichtungen oder Kliniken in der Region, die sich auf bestimmte Krankheiten spezialisiert haben. Sie sind teilweise privat geführt, also nicht-staatlich. Ein Beispiel aus dem Kanton Luzern: Das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil bietet stationäre und ambulante Betreuung für Querschnittsgelähmte an.
10 Wann muss ich ins Spital gehen?Nach oben
Ins Spital (oder Krankenhaus) wird man meistens vom behandelnden Arzt oder von der behandelnden Ärztin überwiesen. Gründe dafür können Untersuchungen, eine Operation oder eine Therapie sein. Beim Eintritt müssen Sie Ihre Krankenkassenkarte zeigen. Spätestens ein paar Tage vor dem Eintritt erhalten Sie vom Spital per Post alle Informationen: zum Beispiel, was Sie mitbringen müssen und wie Sie sich vorbereiten können.

Die Grundversicherung der Krankenkassen bezahlt für eine Spitalbehandlung in der Allgemeinen Abteilung. Die Krankenkassen bieten teurere Zusatzversicherungen für eine private oder halbprivate Behandlung im Spital an. Mit einer halbprivaten Zusatzversicherung haben Sie Anrecht auf ein Zweibettzimmer. Mit einer privaten Zusatzversicherung haben Sie Anrecht auf ein Einzelzimmer.

Es gibt unterschiedliche Arten von Spitälern. Viele Kantone verfügen über ein eigenes öffentliches Kantonsspital. Dorthin überweist Sie Ihr Arzt an erster Stelle, wenn Sie keine Spezialklinik benötigen.

www.spitaeler.ch: Krankenhäuser 
11 Im Spital: Wer pflegt mich und kann ich Besuch empfangen?Nach oben
Pflege im Spital
Sie können im Spital Besuch empfangen. Es gibt geregelte Besuchszeiten. Fragen Sie im Spital danach oder schauen Sie auf der Internetseite nach. In Mehrbettzimmern sollte man auf den Gesundheitszustand der anderen Patienten Rücksicht nehmen.

Pflegefachfrauen und -männer übernehmen im Spital den grössten Teil der Pflege und Betreuung. Sie sind speziell dafür ausgebildet und arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen. Patienten (und nahe Angehörige) haben ein Anrecht darauf, über die Behandlung und mögliche Folgen informiert zu werden. Wenn Sie eine Frage haben, wenden Sie sich zuerst an das Pflegepersonal.

Während des Spitalaufenthalts essen die Patientinnen und Patienten im Zimmer. Wenn Sie Wünsche haben (z.B. kein Schweinefleisch, vegetarisches oder koscheres Essen, Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel), sagen Sie dies dem Pflegepersonal. Es ist meistens kein Problem, diese Wünsche zu erfüllen. Es ist nicht nötig, dass die Angehörigen den Patienten Esswaren mitbringen.
12 Was steht in meiner Krankengeschichte?Nach oben
Krankenakte
Sie können beim Arzt und im Krankenhaus Einsicht in Ihre Krankenakte (Krankengeschichte) verlangen. Darin stehen die wichtigsten Daten Ihrer Behandlung wie Untersuchungen, Diagnosen, Medikamente, Operationen und die Entwicklung der Krankheit. Niemand darf diese Informationen an andere Personen weitergeben.

Stiftung für Patientenschutz: Rechte und Pflichten als Patient
13 Kann ich mich zu Hause pflegen lassen?Nach oben
Pflege zu Hause
Nach einem Krankenhausaufenthalt brauchen Sie vielleicht weitere Pflege. Dafür gibt es den Spitex-Dienst. Entsprechend ausgebildete Personen kommen zu Ihnen nach Hause, um Sie zu pflegen und/oder im Alltag und im Haushalt zu unterstützen. Die Kosten der Spitex werden teilweise von der Krankenkasse übernommen. Die Spitex bietet auch weitere Dienste an: zum Beispiel Fahrdienste oder Vermietung von Krücken oder Rollstühlen.

Sie können sich nicht selbst anmelden, sondern ein Arzt muss dies entscheiden. Bevor die Spitex-Betreuung beginnt, klärt der Arzt ab, was Sie genau brauchen.

www.spitex.ch Spitex-Organisation, allgemeine Informationen
Pflegekoordination Thalwil
14 Welche Angebote gibt es für ältere Menschen in der Schweiz?Nach oben
Die Lebensqualität hat einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit. Das gilt besonders für Menschen im Alter. Viele verschiedene Angebote von Organisationen helfen, auch nach der Pensionierung ein selbständiges Leben mit guter Lebensqualität zu führen.

Altersbeauftragter Thalwil
Pro Senectute
Seniorweb: Bietet in Deutsch, Französisch oder Italienisch Informationen über die Generation 50plus, geschrieben von über 100 Freiwilligen.
15 Wer hilft mir, wenn ich alt bin und nicht mehr alleine wohnen kann?Nach oben
Wohnen und Pflege im Alter
Der wichtigste Ansprechpartner für ältere Thalwilerinnen und Thalwiler ist die Fachstelle Alter und Pflege der Gemeinde. Die Fachstelle berät ältere Menschen, wie sie weiterhin zuhause wohnen können. Ältere Menschen und ihre Angehörigen erhalten unentgeltliche, vertrauliche Beratungen bei allen Fragen des täglichen Lebens:
  • finanziellen Schwierigkeiten
  • rechtlichen Angelegenheiten
  • der Bewältigung von Lebenskrisen
  • der Freizeitgestaltung
  • und bei Wohn- und Beziehungsfragen.
Pro Senectute will die Selbständigkeit und Lebensqualität der Mitmenschen über 60 fördern und erhalten. die zahlreichen Angebot werden von der Gemeinde unterstützt.

Die Spitex Thalwil bietet unterschiedliche Dienstleistungen an, wie zum Beispiel Mahlzeiten-Dienst. Diese Dienstleistung liefert älteren, kranken und behinderten Personen täglich ein warmes Mittagessen nach Hause. Falls diese Hilfe nicht genügt und Sie rund um die Uhr Unterstützung benötigen, kann das Alterszentrum Serata für Ihre Bedürfnisse allenfalls geeigneter sein. Informationen dazu erhalten Sie ebenfalls beim Altersbeauftragten, der sein Büro im Serata hat oder verschaffen Sie sich selber einen Überblick über die Dienstleistungen von Serata.

Am besten lassen Sie sich von der Fachstelle oder Ihrem Arzt beraten.

Vielleicht genügt diese Hilfe nicht und Sie brauchen Unterstützung rund um die Uhr. Dann passt ein Betagtenzentrum oder ein Altersheim besser für Ihre Bedürfnisse.

In welchem Alters- oder Pflegeheim Sie wohnen werden, hängt von Ihrem Wohnort ab. Die Pro Senectute oder Ihr Hausarzt beraten Sie bei den Abklärungen.

Pro Senectute: Unterstützung für Menschen ab 60 Jahren
Altersbeauftragter Gemeinde Thalwil
Serata: Stiftung für das Alter, Thalwil
16 Was kann ich tun, wenn ich psychische Probleme habe?Nach oben
Psychische Probleme
Im Leben gibt es immer wieder schwierige Situationen in der Familie, im persönlichen Umfeld oder am Arbeitsplatz. Psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen sind sehr häufig. Jede dritte Person leidet einmal im Leben darunter. Betroffene leiden zum Beispiel immer wieder an Ängsten oder erleben über längere Zeit eine lähmende Traurigkeit. Oftmals ist es unmöglich, diese Situationen ohne professionelle Hilfe zu bewältigen.

Psychische Erkrankungen sind echte Krankheiten. Sie sollten behandelt werden. Psychologen oder Psychiater (Ärzte und Ärztinnen mit Spezialisierung auf die menschliche Seele = Psyche) können Sie in solchen Lebensphasen begleiten und unterstützen. Die Psychologinnen und Psychologen suchen gemeinsam mit den Patienten in Gesprächen oder einer Therapie neue Wege. So kann die Situation verbessert werden.

Wenn Sie Hilfe brauchen, können Sie auch zuerst mit Ihrem Hausarzt sprechen. Er kann Ihnen eine Fachperson vermitteln. Die Grundversicherung der Krankenkasse bezahlt eine Behandlung nur, wenn Sie von einem Arzt (Psychiater) durchgeführt wird.

Alle Berater und psychologischen Fachleute sind an die Schweigepflicht gebunden und dürfen keine Informationen von Ihnen weitergeben.

Ärzte Thalwil
www.migesplus.ch: fremdsprachige Psychotherapeuten
Hilfe für Folter- und Kriegsopfer: Ambulatorien für Folter- und Kriegsopfer, in Bern, Zürich, Lausanne und Genf
17 Wo kann ich anonym Hilfe finden?Nach oben
143
Manchmal brauchen Menschen in einer Krise sofort einen Ratschlag. Eine sofortige Hilfe gibt die Organisation Dargebotene Hand. Sie bietet per Telefon, E-Mail oder Chat (www.143.ch) kostenlose Beratungen an. Unter der Nummer 143 kann man in Krisensituationen anrufen und mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin sprechen: Sie hören zu und können auch dabei helfen, wie es weitergehen soll. Die Dargebotene Hand ist eine Anlaufstelle für alle und untersteht der völligen Anonymität.

Auf dem Internet gibt es auch spezielle Beratung für Jugendliche. Eine nützliche Website ist zum Beispiel www.lilli.ch. Sie informiert auf seriöse Weise über Themen, die Jugendliche, junge Frauen und Männer interessieren: zum Beispiel Beziehungen, Sexualität, Verhütung oder Gewalt. Man kann selbst Fragen stellen oder nachlesen, was andere gefragt haben. In verschiedenen Online-Foren kann man sich über spezielle Probleme wie in einer Selbsthilfegruppe austauschen. Aber Achtung, nicht jedes Online-Forum ist seriös.

Manche Eltern sind mit ihrem Kind überfordert, in einer Krise oder einer belastenden Situation. Für sie gibt es die Beratungsstelle Elternnotruf. Sie ist rund um die Uhr erreichbar. Beim Elternnotruf ist es auch möglich, einen Termin für eine Erziehungsberatung zu vereinbaren.

Elternnotruf
Dargebotene Hand: Sie bietet per Telefon, E-Mail oder Chat kostenlose Beratungen an.
Beratung für Jugendliche: Informiert auf seriöse Weise über Themen, die Jugendliche, junge Frauen und Männer interessieren.
Gesundheitsversorgungsstellen für Sans-Papiers: Für Personen, die keine Aufenthaltsbewilligung haben und keine öffentlichen Stellen aufsuchen wollen, gibt es an verschiedenen Orten Gesundheitsversorgungsstellen für Sans-Papiers, die kostenlose Pflege und Beratung anbieten.
18 Was kann ich tun, wenn ich die Sprache schlecht beherrsche?Nach oben
Im Spital oder in der Arztpraxis müssen Sie mit den Ärzten oder Ärztinnen, den Pflegefachleuten oder Therapeuten und Therapeutinnen reden können. Nur so erhalten Sie wirklich die nötige und richtige Behandlung. Sonst kommt es zu Missverständnissen und Problemen. Oft helfen Familienmitglieder beim Übersetzen. Sie sind jedoch nicht auf die Übersetzungsarbeit vorbereitet und vielleicht selbst ängstlich oder in Sorge.

Eine professionelle Übersetzerin kann hier weiterhelfen. Viele grössere Spitäler haben einen eigenen Übersetzungsdienst. Fragen Sie unbedingt nach, wenn Ihnen nicht automatisch jemand angeboten wird.

Oft entstehen Missverständnisse auch durch unterschiedliche Wertvorstellungen der verschiedenen Kulturen. Dafür gibt es interkulturelle Übersetzer. Sie übersetzen nicht nur die Sprache, sondern können auch auf unterschiedliche Wahrnehmungen und Bedeutungen hinweisen, die von Kultur zu Kultur verschieden sind.

Lokale Vermittlungsstellen zu interkultureller Übersetzung: lokalen Vermittlungsstellen 
Medios: Stadt Zürich, interkulturelles Dolmetschen
Warum ist die Frischluftzufuhr bei Verbrennungsvorgängen wichtig?Nach oben
Jede Verbrennung braucht Frischluft. Ist zu wenig Frischluft vorhanden, bildet sich eine
giftige Konzentration von Kohlenmonoxid (CO).

Bei Gasdurchlauferhitzern und Gasboilern läuft ebenfalls ein normaler Verbrennungsvorgang ab, damit das Wasser erwärmt werden kann. Um 1 m3 Erdgas zu verbrennen, sind 12 m3 Frischluft nötig.

Oft werden Durchlauferhitzer oder Boiler in Räumen mit einem zu geringen Frischluftvolumen installiert. In diesem Fall muss die Frischluftzufuhr durch eine unverschliessbare Öffnung in den Nebenraum gewährleistet sein. Diese Luftöffnung kann sich in der Türe selbst befinden oder zwischen Türrahmen und Türschwelle liegen.
Ein Mensch ist gestorben - was ist zu tun?Nach oben
Bechten Sie das Merkblatt.

Beachten Sie auch die Wegleitung für Todesanzeigen
Kann man Bestattungswünsche schon zu Lebzeiten deponieren?Nach oben
Der Wunsch für eine bestimmte Bestattungsart und -form kann beim Bestattungsamt bereits zu Lebzeiten schriftlich hinterlegt werden. Dieses steht bei Fragen gerne zur Verfügung.
01 Wer betreut mein Kind, wenn ich zur Arbeit gehe?Nach oben
Spielgruppen
Für Kinder bis zum Alter von etwa vier Jahren gibt es in Thalwil Kinderkrippen. Dort werden die Kleinen tagsüber von Fachleuten betreut und gefördert. In der Regel können die Eltern wählen, ob sie ihr Kind jeden Tag, nur an einzelnen Tagen oder nur an Halbtagen in die Kinderkrippe bringen wollen.

Eine Alternative bilden Tagesfamilien. Informieren Sie sich bei der Tagesfamilienvermittlung.

Stiftung Kita Thawil
Kinderkrippen online: Portal für familienergänzende Kinderbetreung in der Schweiz
01 Wie erlernt man einen Beruf?Nach oben
Lernende
Nach der Schule absolvieren in der Schweiz rund zwei von drei Jugendlichen eine Berufslehre. Sie dauert je nach Beruf drei oder vier Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten die Lernenden einen Eidgenössischen Fähigkeitsausweis. Schülerinnen und Schüler können auch eine zweijährige Lehre mit einem eidgenössischen Berufsattest abschliessen.

Das Besondere an der Berufsausbildung in der Schweiz ist die Kombination von Schule und Arbeitspraxis. Man nennt dies das duale System. Die Lernenden arbeiten in der Regel während vier Tagen in der Woche – in manchen Berufen sind es weniger – in einem Lehrbetrieb, wo sie praktische Kenntnisse erwerben. An den übrigen Wochentagen besuchen sie eine kantonale Berufsfachschule, an der sie die Theorie lernen.

Schulisch begabte Lernende können zusätzlich einen Unterricht an der Berufsmaturitätsschule besuchen, der zur Berufsmaturität führt. Man kann den Unterricht schon während der Lehre oder im Anschluss daran absolvieren. Lernende mit Berufsmaturitätszeugnis haben später die Möglichkeit, eine Fachhochschule zu besuchen.

www.berufsbildung.ch: Kantonsportal, System der Berufsbildung
www.lehrstellen.ch: Lehrstellen
01 Wo kann mein kleines Kind mit anderen Kindern spielen?Nach oben
auf dem Spielplatz
Die öffentlichen Spielplätze sind für alle Kinder und Eltern zugänglich. Kinder lieben es, im Sand zu spielen und auf der Rutschbahn oder Schaukel herum zu turnen. Begleiten Sie deshalb Ihr Kind so oft als möglich zum nächsten Spielplatz. Sie fördern damit seine gesunde Entwicklung.

Für grössere Kinder gibt es in Thalwil einen Abenteuerspielplatz. Hier haben sie Platz zum Herumrennen und Klettern oder sie können Nach Anleitung selber bauen oder gestalten.

Ganz in der Nähe in Rüschlikon liegt der Park im Grünen, auch bekannt unter Dutti-Park. Der Park lädt zum Verweilen und Geniessen ein. Der Eintritt ist frei. Ein vielfältiges Kulturprogramm unterhält die grossen und kleinen Gäste. Der grosszügige Spielplatz sowie die verschiedenen Rasenflächen laden zum spielen und sich austoben ein. Und bei schönem Wetter können sich die Kinder im neuen Wasserspiel abkühlen.

Für Kinder ab etwa zwei Jahren gibt es auch Spielgruppen. Während einzelnen Stunden in der Woche werden sie von Fachpersonen betreut und gefördert. In einer solchen Gruppe hat Ihr Kind Gelegenheit, mit Gleichaltrigen zusammen zu sein und sich gleichzeitig für den Kindergarten und die Schule vorzubereiten.

Elternverein Thalwil
Stiftung Kita Thalwil
Spielgruppenverzeichnis
01 Worauf muss ich bei der Erziehung meines Kindes achten?Nach oben
Erziehung
Die Bedürfnisse von Kindern sind auf der ganzen Welt dieselben: Sie brauchen Nähe und Körperkontakt, Geborgenheit und Zuwendung, Gespräche und eine anregende Umgebung, Sicherheit und Orientierung, Anerkennung als eigene und einzigartige Person und Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Früher zielte Erziehung eher darauf, dass Kinder sich in die bestehende Gesellschaft einordnen. Sie mussten lernen zu gehorchen. Heute wird vermehrt darauf geachtet, dass Kinder ihre individuellen Stärken entwickeln. Es ist die Aufgabe der Eltern, für gute Bedingungen und Leitplanken zu sorgen, damit ihre Kinder in diesem Sinne aufwachsen können.
02 Soll ich mein Kind in eine Spielgruppe schicken?Nach oben
Spielgruppe
In der Spielgruppe werden die Kinder in ihrer Entwicklung gefördert und auf den Kindergarten vorbereitet. Sie lernen, mit anderen Kindern zusammen zu sein, zu spielen, zu teilen, aufeinander zu achten, zu streiten und dann wieder Frieden zu schliessen. Falls Ihr Kind noch wenig Deutsch spricht, so ist das eine gute Gelegenheit, die Sprache zu verbessern.
02 Wer hilft bei der Berufswahl?Nach oben
Lernende
In der Schweiz gibt es rund 300 Lehrberufe. Die Berufswahl ist deshalb im Schulunterricht der Oberstufe ein wichtiges Thema. Dennoch kann es sinnvoll sein, zusätzlich zur Berufsberatung zu gehen, um sich Klarheit zu verschaffen, welcher Beruf am besten passt.

Die Jugendlichen gehen rechtzeitig in die Berufsberatung im Berufsinformationszentrum (biz) in Horgen. Dort gibt es Informationen über die verschiedenen Berufe und alle erhalten Unterstützung in der Berufswahl. Die Lehrerpersonen informieren die Klasse, sobald es Zeit ist, sich bei der Berufsberatung anzumelden. Alle 14 Tage wird in den Schulhäusern von der Berufsberatung eine Sprechstunde angeboten, die ohne Voranmeldung besucht werden. Auch die persönlichen Beratungen im biz Horgen kosten nichts. Zudem werden Elternabende im BIZ durchgeführt.

An einem Berufswahlmarkt können sich die Jugendlichen von Thalwil bequem an einem Samstagmorgen über eine Vielzahl von Berufen informieren und Lernende über ihre Erfahrungen ausfragen. Organisiert wird er vom Organisationsteam der Sekundarschulen Thalwil, Rüschlikon, Oberrieden und Langnau a. A.

"Schnupperlehren" sind nötig, um herauszufinden, ob einem ein Beruf wirklich gefällt. Sie dauern zwischen einem und sechs Tagen. Während der "Schnupperlehre" schaut auch der Betrieb, ob der oder die Jugendliche sich für diesen Beruf eignet.

Schule Thalwil: Berufswahlabende
Amt für Jugend und Berufsberatung
SDBB: Adressen Berufsbildung und -beratung
www.berufsvorbereitung.ch: Berufsüberblick
www.berufsberatung.ch: Schnupperlehre
02 Wie kann mein Kind seine individuellen Stärken entwickeln?Nach oben
starke Kinder
Kinder brauchen Erwachsene, die sich Zeit nehmen, mit ihnen sprechen und zuhören. Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen Mut machen, Neues zu probieren. Kinder brauchen Erwachsene, die sie aufmuntern, wenn etwas schwierig ist und es Durchhaltewillen braucht. Kinder brauchen auch Vorbilder, die ihnen zeigen, wie man Konflikte austragen und sich wieder versöhnen kann.

Eltern müssen Kinder vor Gefahren schützen, die sie noch nicht einschätzen können. Sie müssen deshalb Grenzen setzen und klare Regeln aufstellen. Es ist aber auch wichtig, dass Kinder selber entscheiden lernen. Sie sollen eine eigene Meinung entwickeln und klar ja oder nein sagen lernen.

Nehmen Sie die Gefühle und Gedanken Ihres Kindes von klein auf ernst. Machen Sie ihm Mut, sich auszudrücken. Geben Sie Freiräume, wo es selber entscheiden darf. So können Kinder Selbstvertrauen und ihre individuellen Stärken entwickeln.

Elternbildung: "Stark durch Beziehung" (in 15 Sprachen)
02 Wo finde ich günstige Spielsachen für mein Kind?Nach oben
Bilderbücher oder Spielzeuge aus der Ludothek
Da Kinder immer wieder neue Interessen entwickeln, lohnt es sich manchmal, die Spielsachen nicht zu kaufen, sondern auszuleihen. Da Kinder immer wieder neue Interessen entwickeln, lohnt es sich manchmal, die Spielsachen nicht zu kaufen, sondern auszuleihen. In der Ludothek finden Sie ein reiches Angebot für alle Altersstufen.

In der Spielzeugbörse werden bereits gebrauchte, aber noch funktionstüchtige Spielsachen günstig angeboten. Diese Börse findet in Thalwil einmal pro Jahr statt, und zwar immer im November. Organisiert wird sie vom Elternverein, die Daten werden jeweils unter den Anlässen publiziert.

Infos zu weiteren Börsen oder Tauschgelegenheiten finden Sie hier.

Kinder freuen sich am meisten über Spiele, die sie selber erfinden können. Dafür brauchen sie keine teuren Spielsachen. Mit leeren Schachteln, Stoffen, Papier und Farben, Holzklötzen, Legos, Puppen und Stofftieren gestalten sie ihre eigene Welt und entwickeln gleichzeitig ihre Intelligenz, ihr Konzentrationsvermögen, ihre Beobachtungsgabe und viele andere Fähigkeiten.
03 Welche Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gibt es?Nach oben
Freizeitaktivität: Biken
Verschiedene Vereine organisieren Freizeitangebote. Zu nennen sind beispielsweise Sportvereine mit Jugendabteilungen (Infos: Fachstelle Sport oder Jugendvereine wie Abenteuerspielplatz, Blauring, Cevi, Pfadi. Die Übersicht bietet das Vereinsverzeichnis.

Grössere Kinder und Jugendliche wenden sich am besten an die Jugend- und Schulsozialarbeit der Gemeinde Thalwil.

Ferienspass Thalwil Viele attraktive Angebote bringen während den Sommerferien Spass und Spiel sowie Abwechslung und die Möglichkeit Neues kennen zu lernen. In enger Zusammenarbeit mit Vereinen, Firmen und Privaten entsteht jedes Jahr ein neues FerienSpass-Büchlein, der sogenannte Ferienpass. Der Ferienpass ist jeweils Ende Mai an verschiedenen Verkaufsstellen in Thalwil erhältlich. Zielgruppe: Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren.
03 Wie findet ein Kind seinen Weg zwischen verschiedenen Kulturen?Nach oben
verschiedene Kulturen
Obwohl sich die Erziehung in vielen Bereichen gleicht, egal, wo ein Kind aufwächst, hängt die Erziehung auch von sozialen Gegebenheiten, kulturellen oder religiösen Werten ab. Kinder von Migrantinnen und Migranten müssen sich in zwei Lebenswelten gleichzeitig zurechtfinden: in der Welt der Eltern und in der Schweiz. Die Sprache, die Wertvorstellungen und die Regeln des Zusammenlebens unterscheiden sich. Das kann zu Konflikten führen: Welche Lebenswelt gilt jetzt eigentlich für mich? Kinder sind hin und her gerissen. Aber sie müssen lernen, sich in beiden Welten zu orientieren. Das ist eine grosse Leistung.

Eltern und beispielsweise die Schule können hier helfen. Sie sollen Kinder darin unterstützen, ein Gleichgewicht zwischen den Werten der Schweiz und den Familienwerten zu erreichen. Das bedeutet für die Eltern, dass sie die Schweizer Eigenheiten akzeptieren. Es bedeutet aber beispielsweise auch für die Schule, dass sie lernt, die Lebenswelt der zugewanderten Eltern zu akzeptieren.
03 Wie findet mein Kind eine Lehrstelle?Nach oben
Lernender
Die Jugendlichen müssen sich zunächst informieren, wo Lehrstellen angeboten werden. Man findet sie unter anderem im Lehrstellennachweis Lena, auf Websites von Unternehmen oder in Tageszeitungen.

Es kann hilfreich sein, zu Beginn persönlichen oder telefonischen Kontakt mit dem Lehrbetrieb aufzunehmen. Dann folgt eine schriftliche Bewerbung. Lehrkräfte und Berufsberatungen zeigen den Jugendlichen, wie man eine Bewerbung schreibt und welche Unterlagen beizulegen sind. Auch die Eltern sollten ihr Kind dabei so gut wie möglich unterstützen. Tipps gibt es auch im Internet.

Fast alle Jugendlichen – selbst bei guten Schulzeugnissen – müssen meistens zahlreiche Bewerbungen schreiben, bis sie eine Lehrstelle finden; denn das Angebot ist beschränkt. Dies gilt ganz besonders für Schülerinnen und Schüler mit schlechten Noten. Die Chancen erhöhen sich, wenn die Jugendlichen gleichzeitig in mehreren Berufen eine Lehrstelle suchen, also nicht nur im Wunschberuf.

LENA: Lehrstellenplattform
03 Wo treffe ich andere Eltern mit kleinen Kindern?Nach oben
Angebote Kleinkindbetreuung
Gute Möglichkeiten, andere Eltern und ihre Kinder zu treffen, ergeben sich zum Beispiel auf den Spielplätzen der Gemeinde. Ein weiterer Treffpunkt ist die Krabbelgruppe. Dort treffen sich Mütter oder Väter und ihre Kinder bis drei Jahre, um gemütlich beisammen zu sein und Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. Die Anlaufstelle Familienergänzende Kinderbetreuung kennt die verschiedenen Angebote.
04 Wann müssen Jugendliche mit der Lehrstellensuche beginnen?Nach oben
Berufswahlmarktt
Die Berufswahl und die Suche nach einer Lehrstelle beginnen bereits in der 2. Sekundarklasse.

An einem Berufswahlmarkt können sich die Jugendlichen von Thalwil bequem an einem Samstagmorgen über eine Vielzahl von Berufen informieren und Lernende über ihre Erfahrungen ausfragen. Organisiert wird er vom Das Organisationsteam der Sekundarschulen Thalwil, Rüschlikon, Oberrieden und Langnau a. A.
04 Was kann ich mit meinem Kind gemeinsam unternehmen?Nach oben
Zoobesuch
Die Gemeinde bietet viele Freizeitaktivitäten, die Sie zusammen mit Ihren Kindern nutzen können:
  • Wildnispark Zürich: Ein Besuch im Langenberg bei Braunbär, Feldhase, Luchs, Murmeltiert, Wolf und Co. begeistert jedes Kind. Im Besucherzentrum Sihlwald sind Feuerstellen, die Kleintier-WG, die Biber-Fischotter-Anlage sowie der Wildnis-Spielplatz und die Unterstände für die Pfauenziegen und das rätische Grauvieh jederzeit frei zugänglich. Die Ausstellung im dorttigen Museumszentrum zeigt, wie der Sihlwald zu dem wurde, was er heute ist. Wechselnde naturnahe Sonderthemen locken jeden Frühling erneut in die Ausstellung.
  • Zoo Zürich
  • Spaziergänge und Erlebnisse in der Natur
  • Gemeinsame Ausflüge mit dem Velo z.B. Slow up Zürichsee
  • Museumsbesuch in der Umgebung: Viele Museen bieten ein spezielles Programm für Kinder.
  • Kinderfilm im Kino: Die Kinos spielen an den Nachmittagen oft Kinderfilme. Achten Sie aber auf die Altersangabe im Programm. Die Kinobetreiber müssen sich an diese Vorschriften halten.
  • Kindertheater und Kinderkonzerte: Immer wieder bieten Theater Aufführungen für Kinder, und verschiedene Bands geben Konzerte für Kinder, auch im Kulturraum Thalwil oder unter Zürcher Märchenbühne
  • Schule Thalwil: Agenda
  • Gemeinde Thalwil: Direktzugriff rechts: monatliche Agenda
04 Wo finde ich günstige Spielsachen und Kleider für mein Kind?Nach oben
Ludothek
Kinder wachsen rasch und entwickeln immer wieder neue Interessen. In Kleider- und Spielzeugbörsen gibt es für wenig Geld fast neuwertige Kleider und Spielsachen. Bilderbücher und Spiele können auch in Ludotheken und Bibliotheken ausgeliehen werden.

Elternverein Thalwil
Ludothek Thalwil
Bibliothek Thalwil
04 Wo kann ich mich über Erziehungsfragen informieren?Nach oben
Erziehungsfragen
Einfache Erklärungen mit vielen Tipps bieten die Pro Juventute Elternbriefe. Von der Geburt bis zum sechsten Lebensjahr erhalten Sie regelmässig Informationen, die sich auf das Alter und die aktuellen Entwicklungsschritte des Kindes beziehen. Viele Gemeinden unterstützen dieses Angebot und schicken den Eltern die Elternbriefe zu. Sie können aber auch direkt bei Pro Juventute abonniert werden.

Für fremdsprachige Eltern hat Pro Juventute die Broschüre «Unser Kind» in den Sprachen Albanisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Englisch, Portugiesisch, Spanisch, Tamilisch und Türkisch entwickelt. Auch diese Broschüren umfassen den Zeitraum von der Geburt bis zum sechsten Altersjahr, jeweils eine Broschüre pro Jahr.

Es gibt verschiedene Veranstaltungen und Kurse zu Erziehungsthemen, zum Beispiel für Paare, die frisch Eltern wurden, alleinerziehende Eltern, fremdsprachige Eltern oder Eltern mit Jugendlichen. Elternbildung stärkt und fördert die Eltern in ihrem Erziehungswissen und in ihrer Beziehung zum Kind.

Vielleicht sind Sie mit Ihrem Kind alleine zu Hause und haben konkrete Fragen. Oder Sie haben nur wenig freie Zeit. Dann kann eine direkte Beratung am Telefon - teilweise auch in Ihrer Sprache - wertvoll sein. Es gibt auch Online-Foren für Eltern im Internet. Dort finden Sie auf viele Fragen eine ausformulierte Antwort. Familienzeitschriften führen zudem im Internet teilweise gut ausgebaute Serviceteile mit wichtigen Informationen.

Amt für Jugend und Berufsbildung: Elternbildungsveranstaltungen
Elternbriefe: Pro Juventute Elternbriefe
Elternbildung: Elternbildungskurse in der Region
"Stark durch Beziehung" (in 15 Sprachen)
Elternplanet: Informationsseite für Eltern mit einem ausgebauten Forum mit vielen Fragen und Antworten.
Familienleben: mit newsletter
Fritz & Fränzi: Elternmagazin, Webseite mit psychologischer Beratung und Sozialberatung
05 Mein Kind mag Musik. Wie kann ich es fördern?Nach oben
Musikunterricht
Kinder singen gerne Lieder, schon von frühester Kindheit an. Das Singen öffnet die Tür zur eigenen musikalischen Welt auf spielerische Art und Weise. Im Kindergarten und in der Schule wird viel gesungen. Die Musikschule bietet einen Vorchor für Kinder der 1. und 2. Klasse an. Es werden elementare musikalische Fertigkeiten spielerisch erarbeitet und viele einfache Kinderlieder gesungen und damit ein Liedrepertoire an weltlichen und kirchlichen Kinderliedern aufgebaut. Spielerische Stimmschulung. Mitwirkung in Gottesdiensten und Konzerten mit anderen Gruppen.

Kinderchor I 3. + 4. Klasse
Im Zentrum steht das ein- und zweistimmige Singen und die Stimmbildung. Das Repertoire wird mit fremdsprachigen Kinder- und Volksliedern aus dem weltlichen und kirchlichen Bereich sowie einfachen Singspielen ergänzt. Auftritte: wie KiCho II

Kinderchor II 5.+ 6. Klasse
Schwergewicht bildet das 1 – 3stimmige Singen von internationalen Volksliedern, leichten Pop- und Rocksongs, leichten Spirituals sowie die Pflege des kirchlichen Gesangsguts. Singspiele und Kinder-musicals werden regelmässig erarbeitet und aufgeführt. Auftritte: 3 – 4 Gottesdienste und 1 – 2 Konzerte/ Aufführungen pro Jahr.

Während der ersten Schuljahre lernen die Kinder die verschiedenen Instrumente kennen. So erfahren sie, ob sie überhaupt ein Instrument spielen möchten, und falls ja, welches Instrument sie erlernen möchten. Im Anschluss können sie in der Musikschule Thalwil-Oberrieden in den Musikunterricht und lernen das Instrument ihrer Wahl. Ein Instrument zu erlernen, bedeutet regelmässiges Üben. Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, indem Sie beispielsweise täglich eine Viertelstunde Zeit dafür einplanen.

In der Jugendmusik KRT können die Kinder und Jugendlichen gemeinsam ein Instrument erlernen. Trompete, Saxophon, Querflöte oder was auch immer … egal welches Instrument, in der Jungmusik KRT sind alle herzlich willkommen.

Kinderchor Thalwil
Musikschule Thalwil-Oberrieden
SMPV: Adressen Musiklehrpersonen
SMPV: Instrumente
05 Was brauchen kleine Kinder, damit sie sich gut entwickeln?Nach oben
Kleine Kinder brauchen Betreuung, Pflege, gesunde Ernährung, Bewegung, Kontakt mit anderen Kindern, genügend Schlaf, Geborgenheit und Liebe. Sie brauchen aber auch Anregung und Förderung als Vorbereitung für die Schule und das spätere Leben.

Nehmen Sie sich regelmässig Zeit für Ihr Kind. Erzählen Sie ihm eine Geschichte, singen Sie mit ihm ein Lied oder schauen Sie mit ihm ein Bilderbuch an. Auch auf Spaziergängen kann es viel Neues zu entdecken und zu lernen geben. Gehen Sie auch oft mit Ihrem Kind auf den Spielplatz, damit es mit anderen Kindern spielen und herumtollen kann. Beim Plaudern und Spielen lernen die Kinder sehr vieles, was wichtig ist für ihre Entwicklung und den späteren Schulerfolg: zuhören, sich ausdrücken, beobachten, sich orientieren, sich konzentrieren.

"Stark durch Beziehung": in 15 Sprachen
05 Wie soll ich mein Kind bestrafen, wenn es nicht auf mich hört?Nach oben
Strafen?
In allen Familien kommt es vor, dass Kinder manchmal nicht gehorchen. Es ist gut, wenn Sie darauf direkt reagieren. Sprechen Sie nicht zu lange auf Ihr Kind ein. Ein klares «Ich will nicht, dass du das machst! Hast du das verstanden?» bringt mehr. Schaffen Sie Blickkontakt und bei einem kleineren Kind auch Körperkontakt, indem Sie es beispielsweise sanft an den Schultern halten.

Sie dürfen auch einmal laut werden und Ihren Ärger zeigen. Erinnern Sie an die vereinbarten Abmachungen und Regeln. Sagen Sie, was die Konsequenzen sind, wenn die Regeln nicht respektiert werden: Kinder dürfen vielleicht ein paar Tage lang nicht fernsehen oder Jugendliche dürfen am nächsten Samstag nicht in den Ausgang.

Natürlich werden die Kinder sich über solche Konsequenzen ärgern. Lassen Sie sich dadurch nicht unter Druck setzen. Denken Sie daran: Klare Regeln geben Halt und Orientierung. Ihre Tochter oder Ihr Sohn wird auch an anderen Orten immer wieder auf Regeln stossen, sei es in der Schule, im Verkehr, in der Arbeitswelt oder in der Freizeit.
05. Was soll ich tun, wenn mein Kind auf einen Wunschberuf fixiert ist?Nach oben
Lernende
Manche Jugendliche sind stark auf den Wunschberuf fixiert, selbst dann, wenn sie keine entsprechende Lehrstelle finden. Sie sind zunächst nicht bereit, einen anderen Beruf ins Auge zu fassen, in dem es noch freie Lehrstellen gibt. Versuchen Sie deshalb, zusammen mit der Berufsberatung einen Beruf zu finden, der dem Wunschberuf sehr nahe kommt.

Andere Jugendliche wiederum möchten möglichst rasch Geld verdienen. Sie würden am liebsten nach der Schule gleich arbeiten, statt eine Berufslehre zu absolvieren. In solchen Situationen sind die Eltern gefragt. Zeigen Sie Ihrem Kind auf, wie wichtig ein Lehrabschluss im Berufsleben ist – selbst wenn es nicht der Wunschberuf sein sollte. Man erhöht damit nicht nur seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt, sondern kann sich später weiterbilden und auch den Beruf wechseln. Das gilt für Knaben genauso wie für Mädchen, die in der Schweiz ebenfalls einen Beruf erlernen.

www.berufsberatung.ch: Berufe und entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten
06 Darf ich mein Kind schlagen?Nach oben
Gewalt an Kindern ist in der Schweiz verboten. Zudem haben Schläge nur negative Wirkungen: Die Beziehung zum Kind wird nachhaltig gestört. Es entwickelt Misstrauen und Ohnmachtsgefühle. Das Selbstwertgefühl ist durch die Schläge verletzt und das Selbstvertrauen geschwächt.

Es kann sein, dass einer Mutter oder einem Vater in einem stressreichen Moment die «Hand ausrutscht». Wichtig ist die Reaktion danach. Eltern können sich entschuldigen. Sie können zusammen mit dem Kind in einem ruhigen Moment darüber sprechen, was zum Eskalieren der Situation geführt hat, und gemeinsam für ein nächstens Mal eine bessere Reaktion überlegen.
06 Sind Fernsehen oder Computergames schädlich für Kinder?Nach oben
Zu häufiges Fernsehen und Computerspielen können zu Konzentrationsproblemen führen, die auch die schulisch Leistung negativ beeinflusst. Kinder, die zu viel fernsehen oder gamen, verlernen unter Umständen, mit gleichaltrigen Kindern etwas zu unternehmen oder sich zum Zeitvertreib selber etwas auszudenken. Nicht selten müssen sie dabei durch eine Phase der Langeweile. Das kann aber eine wichtige Erfahrung bis hin zu kreativen Ideen sein. Kurz: Kinder mit hohem Medienkonsum können passiv werden und viele wichtige Gelegenheiten für ihre gesunde Entwicklung verpassen.

Fernsehen und Computergames sind aber nicht nur schädlich. Es gibt spannende und lehrreiche Fernsehsendungen. Und bei den Computer-Games finden sich Spiele, welche die Geschicklichkeit und das Denken fördern. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Kind klare Regeln abmachen, wann und wie lange es fernsehen oder gamen darf.

Die Frage, wie lange ein Kind höchstens vor dem Fernseher und dem Computer verbringen soll, ist nur allgemein zu beantworten. Die Elternbildung Schweiz gibt für Computer und TV folgende Richtwerte:
  • 1. bis 3. Klasse: ca. 30 Minuten pro Tag
  • 4. bis 6. Klasse: ca. 1 Stunde pro Tag
  • Oberstufe: ca. 2 Stunden pro Tag
Sowohl beim Fernsehen als auch beim Computergames spielen gilt: Sie als Eltern sollten wissen, was Ihr Kind schaut oder spielt. Nur so können Sie überprüfen, ob die Sendungen oder Games dem Alter Ihres Kindes angemessen sind.

www.elternet.ch: Medienerziehung 
www.spielfalt.ch hilft, gute und altersgerechte Computerspiele für Kinder zu finden, mit vielen weiteren Infos zu Games.
06 Wie kann ich mein Kind motivieren, wenn es Absagen bekommt?Nach oben
Berufswunsch
Die Zeit der Lehrstellensuche ist für die meisten jungen Menschen sehr anspruchsvoll. In vielen Berufen gibt es weniger Lehrstellen als Jugendliche, die sich darum bewerben. So erhalten sie immer wieder Absagen.

In dieser Zeit ist es besonders wichtig, dass die Eltern mit ihrem Kind über seine Hoffnungen und Enttäuschungen offen sprechen. Helfen Sie dem Kind, indem Sie ihm den Rücken stärken und Vertrauen schenken. Machen Sie ihm Mut, sich trotz der Absagen immer wieder neu zu bewerben und nicht aufzugeben. Stärken Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes.

Sie können Ihrem Kind auch helfen, von Anfang an Alternativen zum Wunschberuf zu entwickeln. Dies ist besonders dann ratsam, wenn es kaum freie Lehrstellen im Wunschberuf hat oder die Schulnoten für den gewünschten Beruf nicht ausreichen. Es gibt zahlreiche Berufe, welche den Jugendlichen noch nicht bekannt sind. Motivieren Sie Ihr Kind, zusammen mit der Berufsberaterin oder dem Berufsberater eine passende Lösung mit guten Chancen zu finden. Der Weg zur Berufsberatung lohnt sich auf jeden Fall.

www.berufsberatung.ch: Berufsberatung
06 Wie kann ich mein Kind von klein auf fördern?Nach oben
frühe Förderung
Kinder lernen vom ersten Tag ihres Lebens an. Viele Fähigkeiten, die zum guten Schulerfolg beitragen, entwickelt das Kind in seinen ersten Lebensjahren. Kleine Kinder lernen nicht aus Pflicht, sondern aus Lust, Neugierde und Interesse. Deshalb ist es wichtig, dass kleine Kinder im Spiel gefördert werden.

Kinder lieben es, ihre Spiele selber zu erfinden. Dafür brauchen sie keine gekauften Spielsachen. Kleine und grosse Schachteln, mit denen man Häuser und Ställe bauen kann, alte Tücher und vielleicht ein alter Hut von Papa oder ein altes Paar Schuhe von Mama, mit denen man sich verkleiden kann, sind viel wichtiger als fertig gekaufte Spiele. Wenn Kinder mit zu vielen Spielsachen überflutet werden, lässt ihre Aufmerksamkeit nach. Wenn Sie aber selbst eines bauen oder erfinden müssen, werden sie in ihrer Entwicklung und Kreativität angeregt.

Jedes Spiel, das ein Kind in Ruhe und während längerer Zeit spielt, fördert seine Konzentrationsfähigkeit. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind eine ruhige Ecke in der Wohnung hat, wo es ungestört spielen und malen kann.

Gibt Ihr Kind rasch auf, wenn ihm etwas nicht gelingt? Oder wechselt es sehr häufig das Spiel? Dann hilft es meistens, wenn Sie Mut machen, es nochmals zu probieren. Damit fördern Sie die Ausdauer und das Konzentrationsvermögen. Kinder, die in den ersten Lebensjahren gefördert werden, haben später viel bessere Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein.
07 Was hilft meinem Kind beim Lernen der deutschen Sprache?Nach oben
Spielgruppen
Je besser Kinder die Muttersprache sprechen, desto leichter lernen sie später die deutsche Sprache. Deshalb: Nehmen Sie sich Zeit, um mit Ihrem Kind in Ihrer Sprache zu sprechen.

Sprechen Sie mit Ihrer Tochter und mit Ihrem Sohn, während Sie den Haushalt machen. Hören Sie zu und antworten Sie, wenn sie mit Ihnen sprechen. Gehen Sie zusammen ins Freie - auf den Spielplatz, in den Wald, an einen See, in den Zoo. Sprechen Sie über das, was es da zu sehen gibt, und helfen Sie so, den Wortschatz zu erweitern. Schauen Sie zusammen Bilderbücher an und erzählen Sie Geschichten.

Auf dem Spielplatz oder in der Spielgruppe hat Ihr Kind Gelegenheit, mit deutschsprachigen Kindern zusammen zu sein. Freuen Sie sich über die Wörter, die es auf Deutsch lernt. Das macht Mut, weitere Wörter zu lernen.

Die Anlaufstelle Familienergänzende Kinderbetreuung kennt die verschiedenen Angebote von speziell auf die deutsche Sprachförderung ausgerichteten "Spielgruppen plus". 

Achten Sie auch auf die Angebote der Bibliothek Rosengarten: Buchstart-Treff und Gschichtezyt
07 Wo erhalte ich Hilfe bei Problemen mit meinem Kind?Nach oben
Unterstützung
In der Schweiz existiert eine grosse Palette von Angeboten, die für Eltern, Familien und Kinder Unterstützung anbieten. Die Beratungen sind vielfach kostenlos.

Beim Mütter- und Väterberatung finden Sie Fachleute für Fragen zur Entwicklung von Säuglingen und Kleinkindern. «Was ist die ideale Ernährung für mein Kind? Warum weint mein Kind so viel? Entwickelt sich unser Kind seinem Alter entsprechend?» Auf diese und viele weitere Fragen erhalten Sie persönliche Auskunft.

Die Schulsozialarbeiter/-innen und der schulpsychologische Dienst sind für die Schulen, die Schulkinder, Jugendlichen und deren Familien zuständig. Sie beraten bei Lernschwierigkeiten, bei Verhaltensauffälligkeiten oder schulischen Laufbahnfragen und empfehlen unterstützende Massnahmen.
In grösseren Gemeinden sind vielfach auch Familien- und Erziehungsberatungsstellen zu finden. Bei Bedarf können interkulturelle Übersetzer/-innen oder Kulturvermittler/-innen beigezogen werden. Es gibt auch Fachstellen, die auf Migrantinnen und Migranten spezialisiert sind und in den verschiedenen Herkunftssprachen beraten.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste (KJPD) bieten bei psychischen und körperlichen Problemen wertvolle Beratung und Therapie an.

Die sozialpädagogische Familienberatung ermöglicht es, dass Fachpersonen eine Familie zu Hause beraten.

Mütter- und Väterberatung
Gemeinde Thalwil: Schulsozialarbeit
Gemeinde Thalwil: Familienbeauftragter
Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste (KJPD)
www.migraweb.ch: schweizer Alltag, online-Beratung in 18 zahlreichen Sprachen
08 Ich habe Probleme mit meinem kleinen Kind. Wo erhalte ich Hilfe?Nach oben
Probleme mit Kleinkindern
Eltern von Säuglingen und Kleinkindern können sich an die Mütter- und Väterberatungsstellen wenden. Diese Stellen beantworten Fragen im Zusammenhang mit Ernährung, Pflege, Betreuung und Erziehung. Auch wenn Ihr Kind häufig schreit oder unruhig ist, erhalten Sie Hilfe. Falls nötig, nehmen Sie jemanden zum Übersetzen mit. An vielen Orten arbeiten aber auch Personen, die mehrere Sprachen sprechen.

Für Eltern von Kindern aller Altersstufen gibt es in vielen grösseren Gemeinden die Jugend- und Familienberatungsstellen. In manchen Gemeinden werden sie auch Jugendsekretariat oder ähnlich genannt. Sie geben Auskunft bei Erziehungsfragen, bei Betreuungs- und Ernährungsfragen und sie leisten Hilfe bei Problemen im Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern.

Der Elternnotruf leistet auf Wunsch anonyme Hilfe und Beratung zu jeder Tages- und Nachtzeit (24 Stunden).
08 Wie viel Taschengeld soll ich meinem Kind geben?Nach oben
Taschengeld
In einer Welt mit vielen Konsumangeboten müssen Kinder früh lernen, selber mit Geld umzugehen. Hier hilft ein klar begrenztes Taschengeld, das mit zunehmendem Alter erhöht wird. Zu Beginn wird ein Kind vielleicht den ganzen Betrag am ersten Tag ausgeben. Aber mit der Zeit lernt es, das Geld für eine Woche oder einen Monat einzuteilen und auch zu entscheiden, was ihm wirklich wichtig ist.

Faustregel für das 1. bis 4. Schuljahr: Pro Schuljahr 1 Franken Taschengeld pro Woche. Also im ersten Schuljahr 1 Franken Taschengeld pro Woche, im vierten Schuljahr 4 Franken Taschengeld pro Woche.

Faustregel ab dem 5. Schuljahr: Übergang zu einem monatlichen Taschengeld in der Höhe von 30 bis 80 Franken. Gleichzeitig wird vereinbart, welche Ausgaben selber bezahlt werden müssen: beispielsweise der Kinobesuch mit den Freundinnen, die Handykosten oder ein Anteil an die teuren Turnschuhe, die das Kind unbedingt haben will. So lernt Ihr Kind nach und nach, verantwortlich mit Geld umzugehen.

Budgetberatung: Tipps rund ums Taschengeld
09 Sind Fernsehen und Computergames schädlich für Kinder?Nach oben
Games
Häufiges Fernsehen und Computerspielen kann zu Konzentrationsproblemen führen. Auch die Leistung in der Schule wird negativ beeinflusst. Kinder verlernen unter Umständen, mit gleichaltrigen Kindern etwas zu unternehmen oder sich zum Zeitvertreib selber etwas auszudenken. Nicht selten müssen sie dabei durch eine Phase der Langeweile. Das kann aber eine wichtige Erfahrung bis hin zu kreativen Ideen sein. Kurz: Kinder mit hohem Medienkonsum können passiv werden und viele wichtige Gelegenheiten für ihre gesunde Entwicklung verpassen.

Fernsehen und Computergames sind aber nicht nur schädlich. Es gibt spannende und lehrreiche Fernsehsendungen. Und bei den Computergames finden sich Spiele, welche die Geschicklichkeit und das Denken fördern. Es ist wichtig, dass Sie klare Regeln abmachen, wann und wie lange Ihr Kind fernsehen oder gamen darf.
Die Elternbildung Schweiz gibt für den Medienkonsum von Kindern folgende Richtwerte:
  • 1. bis 3. Klasse: ca. 30 Minuten pro Tag
  • 4. bis 6. Klasse: ca. 1 Stunde pro Tag
  • Oberstufe: ca. 2 Stunden pro Tag
Sowohl beim Fernsehen als auch bei Computergames gilt: Eltern sollten wissen, was ihr Kind schaut oder spielt. Nur so können sie überprüfen, ob die Sendungen oder Games dem Alter ihres Kindes angemessen sind.

www.elternet.ch: Medienerziehung
www.elterbildung.ch: digitale Medien
www.spielfalt.ch: hilf, gute und altersgerechte Computerspiele für Kinder zu finden
10 Kann ich verhindern, dass mein Kind Drogen konsumiert?Nach oben
Drogen
Alle Jugendlichen können früher oder später in Situationen geraten, in denen ihnen Alkohol oder Drogen angeboten werden. Da ist es wichtig, dass sie sich abgrenzen und nein sagen können. Der beste Schutz besteht deshalb darin, dass Ihr Kind Mut, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung entwickelt.

Mit kleinen Kindern über die Gefahr von Drogen zu sprechen, bringt nichts. Im Gegenteil, das kann sie sogar eher neugierig machen. Wenn die Kinder grösser werden, lohnt es sich aber, mit ihnen über die Schädlichkeit von Tabak, Alkohol und Drogen zu sprechen. Sachliche Informationen helfen mehr als Drohungen oder Predigten.

www.samowar.ch: Jugendberatung und Suchtprävention im Bezirk Horgen
Sucht Info Schweiz: Informationen und Beratungstelefon
01 Ist mein ausländischer Führerschein auch in der Schweiz gültig?Nach oben
Mit einem ausländischen Führerschein dürfen Sie in der Schweiz 12 Monate lang Auto fahren. Kümmern Sie sich deshalb schon frühzeitig darum, einen Schweizer Führerschein zu erhalten.
02 Wie erhalte ich einen Schweizer Führerschein?Nach oben
Fahrschule
Wenn Sie aus einem Land stammen, das ein Übereinkommen zur Anerkennung der Führerscheine mit der Schweiz abgeschlossen hat, müssen Sie nur die notwendigen Dokumente einreichen; Sie erhalten dann einen Schweizer Führerschein. Wie Sie im Kanton Zürich vorgehen, erfahren Sie hier: www.ch.ch

Wenn Sie aus einem Land stammen, das kein Übereinkommen zur Anerkennung der Führerscheine mit der Schweiz abgeschlossen hat, müssen Sie mindestens eine Kontrollfahrt erfolgreich bestehen oder nochmals eine Fahrprüfung absolvieren. Es lohnt sich, zur Vorbereitung einige Fahrstunden bei einer Fahrlehrerin oder einem Fahrlehrer zu nehmen.

Wenn Sie lernen möchten, Motorfahrzeuge zu fahren, benötigen Sie einen Lernfahrausweis. Dieser wird vom Strassenverkehrsamt ausgestellt, sofern Sie die Theorieprüfung bestanden haben. Der Lernfahrer oder die Lernfahrerin muss von einer Person begleitet werden, die das 23. Altersjahr vollendet hat und seit wenigstens drei Jahren einen gültigen Fahrausweis der entsprechenden Fahrzeugkategorie besitzt.

Strassenverkehrsamt Zürich
www.ch.ch: Fahrzeuge und Führerscheine
03 Wie kann ich die Schweizer Fahrprüfung absolvieren?Nach oben
Fahrschule
Um sich zur Fahrprüfung anmelden zu können, sind einige Voraussetzungen notwendig:
  • Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
  • Sie müssen einen staatlich anerkannten Nothelferkurs besucht und einen Sehtest bei einem autorisierten Optiker bestanden haben.
  • Sie müssen eine schriftliche Theorieprüfung bestanden haben, in der Sie über Verkehrsregeln Auskunft geben.
  • Sie müssen eine bestimmte Anzahl praktische Fahrschulstunden absolviert haben. Die Fahrschulen verrechnen in etwa 90 Franken je Stunde.
  • Die Anmeldung zur Fahrprüfung erfolgt meistens durch die Fahrschule oder den Fahrlehrer, die Fahrlehrerin.
Lassen Sie sich von der Fahrschule oder Ihrem Fahrlehrer, Ihrer Fahrlehrerin beraten.

Samariterverein Thalwil
www.ch.ch: Fahrenlernen
04 Wo kann ich günstig ein Auto mieten?Nach oben
Logo von Mobility
In der Schweiz gibt es mehrere Unternehmen, bei denen Sie ein Auto mieten können. Falls Sie ein Auto zeitlich nur beschränkt brauchen, bietet sich die Genossenschaft Mobility an. Mobility hat an zahlreichen Standorten in der Schweiz (auch in Thalwil) Autos verschiedener Grössen und Kategorien stationiert. Allerdings müssen Sie zuerst Mitglied bei der Genossenschaft Mobility werden, um von den günstigen Preisen profitieren zu können. Falls Sie ein Auto nicht täglich brauchen, kommt eine Mitgliedschaft bei Mobility deutlich billiger als der Kauf eines eigenen Autos. Das Mobility-Auto wird per Internet, Handy oder Telefon reserviert. Mit der Mitgliederkarte können Sie es dann öffnen und benutzen.

In der Agglomeration von Zürich sind auch verschiedene der grossen Firmen für Mietautos präsent.
05 Welche günstigen Angebote gibt es im öffentlichen Verkehr?Nach oben
Online-Bestellung von Tageskarten bei der Gemeinde
Der öffentliche Verkehr ist in der Schweiz sehr gut ausgebaut.

Für Reisen zur Arbeit oder in der Freizeit in Zürich und Umgebung kann man sich beim Zürcher Verkehrsverbund informieren, für andere Ziele bietet die SBB eine Fülle von Infos und Angeboten.

Schauen Sie nach, ob Sie von Tageskarten, Mehrfahrtkarten, Gleis 7, Monatsabos oder Jahresabos profitieren. Sehr nützlich ist das Halbtax-Abonnement. Damit erhalten Sie die Fahrkarten der SBB zum halben Preis und viele andere Fahrkarten zu einem vergünstigtem Tarif.

Kinder bis 6 Jahre fahren in allen öffentlichen Verkehrsmitteln gratis.

Von 6 bis 16 Jahren bezahlen sie den halben Fahrpreis. Sehr praktisch ist hier die Juniorkarte, sie kostet 40 Franken pro Jahr. Damit können die Kinder weiterhin kostenlos fahren, wenn auch nur in Begleitung ihrer Eltern oder Grosseltern.

Thalwil hat sieben vergünstigte Gemeinde-Tageskarten zur Verfügung. Alle Einwohner/innen von Thalwil können diese beanspruchen. Damit kann man einen Tag lang in der ganzen Schweiz auf allen öffentlichen Netzen reisen. Die Tageskarte kostet 42 Franken, auch wenn sie selbst kein Halbtax-Abo besitzen.
Diese Karten sind allerdings sehr begehrt. Deshalb sollten Sie diese schon früh online bestellen oder sich auf der Gemeinde melden, wenn Sie an einem bestimmten Tag eine solche Karte nutzen möchten.

Wollen Sie die Schweiz reisend kennen lernen? Attraktive Angebote zu Sehenwürdigkeiten, zu beliebten Ausflugszielen oder Museen: www.meineschweiz.ch
06 Wo kann ich günstig ein Velo ausleihen?Nach oben
Fahrradfahren
In zahlreichen Städten und Gemeinden, an rund 80 Bahnhöfen von SBB und Privatbahnen in der Schweiz sowie bei vielen Jugendherbergen und Campingplätzen können Sie ein Velo für einige Stunden oder auch tageweise mieten – teils kostenlos gegen ein Depot, teils gegen eine geringe Gebühr. Sie benötigen dazu nur einen Ausweis. In Thalwil gibt es diese Möglichkeit (noch) nicht; die nächste Mietstation der SBB ist im Hauptbahnhof Zürich.

SBB: Mietpreise für Velos
SBB: Reservationssystem für Velos
07 Wie komme ich günstig zu einem eigenen Velo?Nach oben
Wer ein Velo günstig kaufen will, findet an Velobörsen gebrauchte Velos zu günstigen Preisen. In der ganzen Schweiz finden jedes Jahr über hundert Velobörsen statt. Sie bieten neben gebrauchten Velos auch Velozubehör an. Rund die Hälfte der Velobörsen wird von den Regionalverbänden von Pro Velo – dem nationalen Dachverband der Velofahrenden in der Schweiz – veranstaltet. Im Internet findet man zudem zahlreiche Online-Velobörsen. In Thalwil findet die Velobörse jeweils im Frühjahr bei der Schützenhalle statt. Das Datum ist im Veranstaltungskalender bzw. im Abfallkalender eingetragen.

Schauen Sie auch bei den hiesigen Velogeschäften nach:
Ab und zu sind günstige Occasionen im Angebot.

Pro Velo: Velobörsen
Velomarkt: Online Marktplatz für Velos und Zubehör
08 Was sollte ich beachten, wenn ich mit dem Velo unterwegs bin?Nach oben
Unterwegs mit dem Velo
Um im Strassenverkehr Velo zu fahren, ist zwar keine Prüfung und auch kein spezieller Ausweis erforderlich. Trotzdem gelten die Verkehrsvorschriften, über die auch Velofahrerinnen und Velofahrer Bescheid wissen müssen.

Sicherheit im Strassenverkehr ist auch für Velofahrerinnen und Velofahrer ein wichtiges Thema. Achten Sie darauf, dass sich Ihr Velo stets in einem fahrtüchtigen Zustand befindet - gut eingestellte Bremsen, Scheinwerfer und Rücklicht, ausreichend aufgepumpte Reifen usw. Und benützen Sie wenn immer möglich einen Velohelm, der Ihren Kopf bei einem Sturz schützt.

Wer sein Velo am Bahnhof oder bei anderen Veloabstellplätzen deponiert, sollte eine Diebstahlsicherung verwenden. Sie verringern so die Gefahr, dass Ihr Velo gestohlen wird. In der Schweiz gibt es auch zahlreiche Velostationen, die vom Personal bedient und überwacht werden.

Bundesamt für Unfallverhütung: Velo und Sicherheit
Informationen über Standorte von Velostationen
02 Wie kann ich mich über Kursangebote informieren?Nach oben
Erwachsenenbildung
Bevor Sie sich für eine Weiterbildung entscheiden, sollten Sie sich über folgende Fragen klarwerden:
  • Zu welchem Thema will ich mich weiterbilden?
  • Wie viel Zeit kann ich investieren?
  • Kann ich Kurse tagsüber oder am Abend besuchen?
  • Was ist mein Ziel (z.B. ein bestimmter Abschluss oder eine Zwischenlösung)?
  • Wie viel kann und will ich für die Weiterbildung bezahlen?
  • Unterstützt mich mein Arbeitgeber? Bezahlt er mir einen Teil der Weiterbildung?
  • Wie weit kann der Kursort von meinem Wohnort entfernt sein?
  • Gibt es eine Kinderbetreuung?
www.w-a-b.ch 
www.alice.ch 
www.berufsberatung.ch  
02 Wo finde ich offene Stellen?Nach oben
Stellenanzeiger - für Stellensuchende
Es lohnt sich, Freunde und Bekannte über Ihre Stellensuche zu informieren. So erfahren Sie vielleicht frühzeitig, dass eine Stelle frei wird, und können sich bewerben.

Viele Stellen werden aber auch öffentlich ausgeschrieben. Man findet sie in Tageszeitungen, meist in den periodisch beigelegten Stellenanzeigern. Auch Fachzeitschriften enthalten oft Stelleninserate. Falls Sie selber keine Tageszeitung abonniert haben, gehen Sie in die Bibliothek oder in ein Café, wo Sie Tages- und Wochenzeitungen lesen können.

Im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) finden Sie ebenfalls viele Tageszeitungen und Zeitschriften. Nützlich sind auch die im RAV selbst installierten Computer-Suchportale. Hier melden Firmen ihre freien Stellen an. Diese SSI Self Service Information wird von der öffentlichen Verwaltung organisiert.

Das Internet als Stellenmarkt wird immer wichtiger. Unterdessen gibt es viele verschiedene Stellenbörsen im Internet. Zum Teil sind diese Jobsuchmaschinen gratis, zum Teil kosten sie aber auch etwas. Bei den kostenpflichtigen Jobsuchmaschinen können Sie meist einen Suchauftrag für eine bestimmte Zeit hinterlegen. Sie erhalten dann die neuen Stellenangebote per E-Mail.

Viele Firmen schreiben ihre offenen Stellen auf der Firmen-Webseite aus. Schauen Sie bei Unternehmen deshalb direkt im Internet nach oder rufen Sie an. Das können Sie auch tun, wenn keine Stelle ausgeschrieben ist, Sie sich aber für die Firma interessieren. Das nennt man Initiativbewerbung oder Spontanbewerbung. Seriöse und umfassende Bewerbungen haben gute Chancen. Es muss aus den Unterlagen aber ersichtlich sein, dass Stellensuchende sich intensiv mit dem Unternehmen befasst haben.

Es gibt auch private Stellenvermittlungsbüros, die Ihnen bei der Stellensuche helfen. Sie können bei Stellenvermittlungen Ihr Bewerbungsdossier einreichen. Falls Ihr Profil dann zu einer offenen Stelle passt, werden Sie kontaktiert.

www.treffpunkt-arbeit.ch: Leitfaden Arbeitslosigkeit
www.treffpunkt-arbeit.ch: "Leben und Arbeiten in der Schweiz"
03 Was sollte in einer schriftlichen Bewerbung enthalten sein?Nach oben
Bewerbungsdossier
Die schriftliche Bewerbung ist Ihre persönliche Visitenkarte und umfasst in der Regel folgende Unterlagen:
  • Begleitbrief: Er erklärt, warum Sie sich genau für diese Stelle interessieren und aus welchen Gründen Sie eine gute Wahl sind. Mit dem Brief zeigen Sie dem Arbeitgeber auch, dass Sie in Zukunft gerne an den Zielen der Firma mitarbeiten möchten. Schreiben Sie keine Serienbriefe, sondern für jede Bewerbung einen eigenen Brief.
  • Lebenslauf (CV): Er gibt den Arbeitgebern Informationen über Ihre Person, Ihren Ausbildungsweg und Ihre Weiterbildungen, die bisherigen Berufsstationen und die dabei erworbenen Erfahrungen, Ihre Sprach- und Informatikkenntnisse. Es gibt zahlreiche Vorlagen, wie ein Lebenslauf auszusehen hat und was er beinhalten soll. Schauen Sie sich einige Beispiele aus dem Internet oder von Freunden und Bekannten an und lassen Sie sich inspirieren.
  • Zeugnisse und Ausbildungsbestätigungen: Wichtig ist eine lückenlose und mit Zeugnissen dokumentierte Darstellung der beruflichen Tätigkeiten. Legen Sie auch die Abschlussbestätigungen Ihrer letzten Ausbildung sowie von relevanten Weiterbildungen bei. Aber Achtung: Niemals die Originale verschicken, sondern Kopien!
  • Alles in ein Dossier: Lesen Sie Ihre Bewerbung sorgfältig durch und achten Sie auf Flüchtigkeitsfehler. Viele Firmen legen Wert darauf, dass die Bewerbung in ein Dossier (Plastikmäppchen oder Kartonmappe) gelegt wird. Versenden Sie die Unterlagen ungefaltet in einem C4-Umschlag. Vergewissern Sie sich, dass der Brief richtig frankiert ist und der Absender stimmt. Heute können viele Bewerbungen auch per Email oder Online eingereicht werden.
www.treffpunkt-arbeit.ch: "Wie bewerbe ich mich richtig?"
04 Wie werden ausländische Diplome anerkannt?Nach oben
Ausländische Diplome
Nicht für jeden Beruf ist eine Anerkennung des ausländischen Abschlusses erforderlich. Falls Ihr Beruf in der Schweiz nicht reglementiert ist, können Sie ohne Anerkennung des ausländischen Diploms oder Ausweises Ihren Beruf ausüben. Ob Sie in Ihrem Berufsfeld arbeiten können, ist jedoch vom Arbeitsmarkt und den geforderten Ansprüchen des künftigen Arbeitgebers abhängig. Die Mehrheit der Berufe in der Schweiz ist nicht reglementiert.

Ist Ihr erlernter Beruf in der Schweiz reglementiert, benötigen Sie eine Anerkennung Ihres ausländischen Diploms oder Berufsabschlusses durch eine schweizerische Behörde oder Institution. Als reglementiert gelten Berufe, deren Ausübung vom Besitz eines Diploms oder Ausweises abhängig gemacht wird und gesetzlich geregelt ist.

Je nach Beruf sind in der Schweiz verschiedene Behörden oder Institutionen für die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen zuständig. Im Bereich der nicht universitären Ausbildungen in Industrie, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, sozialen Berufen und Kunst ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) zuständig. Das gilt auch für Fachhochschulabschlüsse. Vor allem in den Bereichen Erziehung und Gesundheit sind andere Institutionen zuständig.

Ausländische Maturitätsabschlüsse werden auf Bundesebene nicht anerkannt. Für die Zulassung zu einem Studium wenden Sie sich direkt an die Hochschulen.

CRUS: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten; Anerkennung von Maturitäts- und Universitätsabschlüssen
Berufsberatung: Anerkennung ausländischer Diplome
05 Was wird im Arbeitsvertrag geregelt?Nach oben
Arbeitsvertrag
Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, die vereinbarte Arbeit zu leisten, und der Arbeitgeber hat die Pflicht, Lohn und Sozialleistungen zu bezahlen und Ferien zu geben. Im Arbeitsvertrag sind mindestens die Namen der beiden Parteien (Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer), das Datum des Vertragsbeginns, die zu leistende Arbeit und die zu bezahlende Lohnsumme enthalten. Was durch die beiden Parteien im Vertrag nicht festgehalten wird, regeln oft andere Gesetze oder Reglemente, namentlich das Schweizerische Obligationenrecht und die Gesamtarbeitsverträge.

Staatssekretariat für Wirtschaft (seco): Arbeitsverträge
07 Wie viel Lohn bekomme ich?Nach oben
Lohn - Zahltag
Im Schweizer Recht wird kein Minimallohn definiert. Die Höhe des Lohnes wird bei der Anstellung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin vereinbart. Im Falle von unverschuldeten Verhinderungen an der Arbeitsleistung wie Krankheit, Unfall, Militärdienst usw. schreibt jedoch das Gesetz vor, dass der Arbeitgeber den Lohn für eine beschränkte Zeit weiterzahlen muss. Wie lange dies geschieht, hängt von der Dauer des Arbeitsvertrags ab; die Verpflichtung zur Lohnfortzahlung besteht allerdings erst ab einer Vertragsdauer von drei Monaten.

Staatssekretariat für Wirtschaft (seco): Lohnvergleich
09 Was mache ich, wenn ich arbeitslos werde?Nach oben
Regionale Arbeitsvermittlung
In der Schweiz sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer obligatorisch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Ist Ihnen Ihre Arbeitsstelle gekündigt worden, müssen Sie innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Stelle suchen. Können Sie keine Stelle finden, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dazu müssen Sie allerdings in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate gearbeitet haben. Wenn Sie die Arbeitsstelle selber gekündigt haben oder Sie der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gegeben haben (so genannte selbst verschuldete Arbeitslosigkeit), müssen Sie mit einer vorübergehenden Einstellung der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosengelder rechnen.

Bei drohender Arbeitslosigkeit sollten Sie sich möglichst frühzeitig, spätestens jedoch am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV Ihres Wohnorts anmelden. Das RAV ist die Verbindungsstelle zwischen Arbeitslosen und den Arbeitslosenkassen. Es informiert Sie über Höhe und Dauer der Arbeitslosenentschädigung. Das RAV vermittelt auch Stellen und berät Sie zu Weiterbildungskursen und Beschäftigungsprogrammen.

www.treffpunkt-arbeit.ch: Arbeitslosigkeit
10 Was bedeutet Schwarzarbeit?Nach oben
Schwarzarbeit
Wer schwarzarbeitet, wird für eine legale Arbeit entlöhnt, ohne bei den Sozialversicherungen, der Steuerverwaltung und/oder den Ausländerbehörden gemeldet zu sein. Das sind Verstösse gegen Melde- und Bewilligungspflichten gemäss Sozialversicherungsrecht, Quellensteuerrecht und/oder Ausländerrecht. Und Sie machen sich allenfalls strafbar, weil Sie gegen das neue Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) verstossen. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf eine legale Anstellung mit fairen Arbeitsbedingungen und einem genügenden Versicherungsschutz.

www.keine-schwarzarbeit.ch: Schwarzarbeit und die damit verbundenen Risiken
01 Was braucht es, um Schweizer Bürgerin oder Bürger zu werden?Nach oben
Schweizer Pass
Für Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz ist es möglich, das Schweizer Bürgerrecht zu erwerben. Dies geschieht allerdings nicht automatisch und erfordert etliche Voraussetzungen:
  • 12 Jahre wohnhaft in der Schweiz (Jahre zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr zählen doppelt)
  • Eingliederung in die schweizerischen Verhältnisse
  • ein Sprachtest (siehe dazu auch die Dienstleistung "Einbürgerung", insbesondere die Publikation "Merkblatt Kantonaler Deutschtest")
  • Vertraut sein mit den Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen in der Schweiz
  • Erfüllung finanzieller Verpflichtungen
  • Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung
  • Keine Gefährdung der inneren und äusseren Sicherheit der Schweiz.
Weitere Details unter "Einbürgerung", insbesondere die Publikation "Kenntnisse in Staatskunde und Schweizer Geschichte".

Ins Einbürgerungsverfahren sind Gemeinde, Kanton und Bund involviert. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, besteht ein Anspruch auf Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung durch das Bundesamt für Migration.

In der Schweiz kennt man zudem die erleichterte Einbürgerung. Diese gilt unter bestimmten Voraussetzungen für ausländische Ehepartner von Schweizerinnen und Schweizern sowie für Kinder eines schweizerischen Elternteils, welche das Bürgerrecht noch nicht besitzen. Zuständig ist hierfür alleine der Bund.

Bundesamt für Migration: Einbürgerung und Bürgerrecht
www.ch.ch: Einbürgerung
07 Welche Parteien gibt es in der Schweiz?Nach oben
Die Schweiz ist ein Mehrparteienstaat. Die vier grössten Parteien im Land sind im Bundesrat (Landesregierung) vertreten (alphabetische Reihenfolge):
  • Christlichdemokratische Volkspartei (CVP)
  • Freisinnig-Demokratische Partei. Die Liberalen (FDP)
  • Schweizerische Volkspartei (SVP)
  • Sozialdemokratische Partei (SP)
Es gibt noch etliche weitere Parteien im Land. Weil keine Partei über die absolute Mehrheit verfügt, geht es in der schweizerischen Politik stets darum, mehrheitsfähige Kompromisse zu finden.

Die Bundesversammlung: Das Schweizer Parlament
08 Welches sind die wichtigsten Bürgerrechte?Nach oben
Gemeindeversammlung
In der Schweiz haben die Bürgerinnen und Bürger eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Politik aktiv mitzugestalten. Dies betrifft alle Personen, die mindestens 18 Jahre alt und mündig sind und das Schweizer Staatsbürgerrecht besitzen. Die wichtigsten Bürgerrechte werden nachfolgend kurz erläutert.
  • Wahlrecht: Alle vier Jahre wählen die Bürgerinnen und Bürger ihre Volksvertreter in die Parlamente. Sie bestimmen auch die Exekutiven von Kantonen und Gemeinden. Die Landesregierung hingegen wird nicht durch das Volk gewählt, sondern vom nationalen Parlament bestimmt.
  • Stimmrecht: Bei Volksabstimmungen entscheiden die Stimmberechtigten mehrmals pro Jahr über Sachfragen oder Gesetze – auf lokaler, kantonaler und Bundesebene. In kleineren Gemeinden kennt man zudem die Gemeindeversammlung: Die Bürgerinnen und Bürger versammeln sich vor Ort, diskutieren über lokale Sachfragen und entscheiden darüber.
  • Initiativ- und Referendumsrecht: Mittels einer Initiative haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Änderungen in der Bundesverfassung zu verlangen. Und sie können mit einem Referendum erwirken, dass man Beschlüsse von Parlamenten im Nachhinein dem Volk zum definitiven Entscheid vorlegt. Damit eine Initiative oder ein Referendum möglich ist, braucht es allerdings eine bestimmte Anzahl von Stimmberechtigten, welche dies innerhalb einer vorgegebenen Frist mit ihrer Unterschrift so verlangen. Das letzte Wort hat dann das Volk bei der Abstimmung.
  • Petitionsrecht: Es erlaubt allen Personen – also auch Migrantinnen und Migranten –, schriftlich formulierte Bitten, Anregungen und Beschwerden an Behörden zu richten. Diese sind zwar nicht verpflichtet, aufgrund einer Petition etwas zu unternehmen. Aber die Behörden müssen die Anliegen mindestens zur Kenntnis nehmen.
Die Schweiz entdecken
Wie ist das politische System in der Schweiz strukturiert?Nach oben
Justizia
Die Demokratie der Schweiz stützt sich auf die Schweizerische Bundesverfassung und kennt die Gewaltenteilung. Damit ist gemeint, dass die Staatsgewalt auf verschiedene Staatsorgane verteilt ist. Auf nationaler Ebene sieht dies wie folgt aus:
  • Die Legislative (gesetzgebende Gewalt) ist das nationale Parlament. Es wird auch Bundesversammlung genannt und besteht aus zwei Kammern: dem Nationalrat und dem Ständerat. Der Nationalrat zählt 200 Mitglieder und vertritt das Volk. Der Ständerat mit 46 Mitgliedern repräsentiert im Parlament die 26 Kantone.
  • Die Exekutive (ausführende Gewalt) ist der Bundesrat (Landesregierung). Er hat sieben Mitglieder, welche der Eidgenössischen Verwaltung vorstehen. Einer der Bundesräte übernimmt jeweils für ein Jahr zusätzlich die Funktion des Bundespräsidenten.
  • Die Judikative (Recht sprechende Gewalt) besteht auf nationaler Ebene aus dem Bundesgericht, dem Bundesstrafgericht und dem Bundesverwaltungsgericht.

Analog zum Bund (Gesamtstaat) kennen auch die 26 Kantone (Gliedstaaten) in der Schweiz die Gewaltenteilung; ihre Struktur kann allerdings variieren: Es gibt kantonale Parlamente (nicht in allen Kantonen), kantonale Regierungen und Kantonsgerichte.

Weitere Informationen zum Thema:

Virtueller Rundgang durch das Bundeshaus in Bern:
Wann braucht mein Hund eine Marke und wie erhalte ich diese?Nach oben
Durch die Einführung des Chip-Obligatoriums per 1. Januar 2007 wurden die Hundemarken hinfällig.

In Thalwil beträgt die Jahresabgabe pro Hund im Alter von über 3 Monaten Fr. 200.00 (Fr. 170.00 Hundesteuer und Fr. 30.00 Kantonsbeitrag). Sie wird Anfang Jahr mit einer Rechnung erhoben.
01 Was ist eine Mittelschule?Nach oben
Mittelschule
Die ersten neun Schuljahre sind für alle Kinder in der Schweiz obligatorisch. Die höheren Schulen nach der obligatorischen Schulzeit nennt man Mittelschulen - auch Gymnasium, Kantonsschule, «Gymi» oder «Kanti» genannt. Ihr Besuch ist freiwillig. Um eine Mittelschule besuchen zu können, sind gute Schulnoten Voraussetzung. Die Mittelschule wird mit einer Matura abgeschlossen. Diese benötigt man, um später eine akademische Ausbildung etwa an einer Universität absolvieren zu können. Es gibt auch Mittelschulen, die zu einer Fach- oder Berufsmatur führen.

www.berufsberatung.ch
01 Wie ist die Schule in der Schweiz aufgebaut?Nach oben
in der Schule
Alle Kinder müssen elf Jahre lang zur Schule (inkl. Kindergarten) gehen. Je nach Kanton oder zum Teil auch je nach Gemeinde sind diese elf Jahre anders aufgeteilt. Unterschiedlich ist auch, was für Schultypen angeboten und wie sie genannt werden. Nach welchen Regeln die Kinder den verschiedenen Schulstufen und Schultypen zugeteilt werden, ist ebenfalls nicht überall gleich.

In manchen Kantonen – so auch im Kanton Zürich – sind die Kinder verpflichtet, den Kindergarten zu besuchen, in anderen ist der Besuch freiwillig. Der Kindergarten dauert im Kanton Zürich zwei Jahre.

Weiterführende Schulen heissen Mittelschulen. Im Kanton Zürich unterscheidet man zwischen dem Langgymnasium (ab der 6. Klasse) und dem Kurzgymnasium (ab der 2. oder 3. Sek).

Die Kinder werden von einer Lehrerin oder einem Lehrer unterrichtet. Man nennt sie auch Lehrpersonen. Die öffentliche Schule heisst Volksschule und ist kostenlos. Es steht den Eltern frei, eine private Schule für ihre Kinder zu wählen. Private Schulen sind kostenpflichtig.
In der Schweiz sind die Kantone zuständig für die Volksschule. Die Schulsysteme der Kantone unterscheiden sich zum Teil stark. Auch innerhalb eines Kantons können sich die Schulen von Gemeinde zu Gemeinde oder sogar von Schulhaus zu Schulhaus unterscheiden.

Die Schweiz entdecken
Educa: grafische Darstellung des schweizerischen Bildungssystems
02 Und wie ist die Schule in Thalwil aufgebaut?Nach oben
auf dem Weg in die Schule
In Thalwil gehen die Kinder mit 4 Jahren in den Kindergarten. Der Kindergarten dauert zwei Jahre.

Danach besuchen die Kinder 6 Jahre lang die Primarschule. Die anschliessende Sekundarstufe dauert 3 Jahre. Sie ist in folgende Schultypen unterteilt:
  • Sekundarstufe A: für gute Schülerinnen und Schüler
  • Sekundarstufe B: für mittlere Schülerinnen und Schüler
  • Sekundarstufe C: für schwächere Schülerinnen und Schüler.
Kinder mit besonderen Schwierigkeiten erhalten einen integrierten Förderunterricht. Das ist ein individueller Zusatzunterricht während der Unterrichtszeit.

Eine andere Möglichkeit sind Gymnasien (oder Mittelschulen). Infos über diesen Schultyp sind in der Rubrik "Mittelschule“ ersichtlich.
02 Wie wird man in die Mittelschule aufgenommen?Nach oben
Aufnahmeprüfung
Geeignete Schülerinnen und Schüler können im 8. oder 9. Schuljahr eine Aufnahmeprüfung für die Mittelschule machen. In der Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler rechtzeitig informiert. Es gibt auch die Möglichkeit, direkt aus der 6. Klasse der Primarschule in die Mittelschule einzutreten. Dafür ist ebenfalls eine Prüfung nötig. Für Kinder, die aus der 6. Klasse übergetreten sind, gelten die ersten drei Jahre der Mittelschule als Teil der obligatorischen Schulzeit.
03 Welche Möglichkeiten bieten sich nach der Mittelschule?Nach oben
nach der Mittelschule
Schülerinnen und Schüler, die eine Mittelschule mit Matura abgeschlossen haben, können an einer Universität, einer Eidgenössischen Technischen Hochschule oder an einer Fachhochschule ein Studium absolvieren.

www.switch.ch: Übersicht über Universitäten, Eidgenössische Technische Hochschulen und Fachhochschulen
03 Wie melde ich mein Kind für den Kindergarten oder die Schule an?Nach oben
Schuleinstieg
Alle Eltern mit Kindern des zutreffenden Jahrgangs erhalten von der Schule Thalwil ein Schreiben mit allen Erläuterungen zur Einschulung.

Wenn Sie während des Schuljahres nach Thalwil ziehen, wird die Schule über Ihre Anmeldung bei der Gemeinde informiert; die Schule wird Sie in der Folge kontaktieren. Sie können jedoch auch das Anmeldeformular aus dem Online-Schalter der Gemeinde-Website verwenden.
04 Funktioniert der Kindergarten schon wie die Schule?Nach oben
Spielen im Kindergarten
Der Kindergarten ist eine Vorstufe zur Schule. In manchen Kantonen ist der Besuch des Kindergartens obligatorisch – so im Kanton Zürich –, in anderen freiwillig.

Im Kindergarten wird viel gespielt. Dazu gibt es kurze Lektionen. Durch Spiele und Lektionen werden die Kinder unterstützt, Fähigkeiten zu erwerben, die für die Schule und das spätere Leben wichtig sind: zuhören und sich ausdrücken, längere Zeit an einer Arbeit oder an einem Spiel bleiben, sich konzentrieren, selbständig planen und Entscheide treffen, sich mit anderen Kindern und Erwachsenen zurechtfinden und gemeinsame Regeln respektieren.

Mit diesen Fähigkeiten haben Kinder gute Chancen, in der Schule erfolgreich zu sein.
04 Wo erhalte ich weitere Informationen?Nach oben
BIZ
Fragen Sie die Lehrerin oder den Lehrer Ihres Kindes. Informationen erhalten Sie auch bei der Berufsberatung, bei der Bildungsdirektion Ihres Kantons oder direkt bei einer Mittelschule.

Mittelschulen und Gymnasien Mittelschulen in der Schweiz
05 Wie kann ich meinem Kind helfen, die deutsche Sprache zu lernen?Nach oben
Deutsch sprechen
Kinder, die sich in ihrer Muttersprache gut ausdrücken können und viele Wörter kennen, lernen die deutsche Sprache leichter. Deshalb ist es wichtig, dass Sie mit den Kindern in Ihrer Muttersprache sprechen. Im Alltag gibt es dafür unzählige Möglichkeiten. Nehmen Sie sich so oft wie möglich Zeit, mit dem Sohn oder der Tochter zu sprechen und ihnen zuzuhören. Unterstützen können Sie Ihr Kind auch so: Freuen Sie sich darüber, wenn es im Kindergarten oder in der Schule neue deutsche Wörter gelernt hat.

Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ergänzt und unterstützt den Regelunterricht. Dabei gibt es unterschiedliche Formen. Kinder, deren Deutschkenntnisse zu gering sind, um ihrem Potenzial entsprechend am Unterricht teilzunehmen, erhalten im Kindergarten integrativen Deutschunterricht. Auf der Primarstufe wird unterschieden zwischen Anfangsunterricht und Aufbauunterricht. Im Anfangsunterricht erhalten neu zugezogene Schüler und Schülerinnen intensive Deutschförderung. Der Aufbauunterricht ist die Fortsetzung der Förderung im Kindergarten und des Anfangsunterrichts und dauert in der Regel maximal zwei Jahre.

Mütter und Väter können am Arbeitsplatz, im Gespräch mit den Nachbarn oder in einem Kurs die deutsche Sprache lernen. Damit helfen Sie Ihrem Kind auf seinem Weg durch den Kindergarten und die Schule.
06 Welche Fächer werden in der Schule unterrichtet?Nach oben
verschiedene Pflichtfächer
Es werden folgende Fächer unterrichtet: Deutsch, Mathematik, Mensch und Umwelt, Sport (Turnen und Schwimmen), Musik, Zeichnen, Handarbeit und Werken, Französisch (ab der 5. Klasse), Englisch, Hauswirtschaft.

Zum Schulprogramm kann auch 'Religion und Kultur' gehören.

Viele Lehrpersonen führen regelmässige Besprechungen mit der ganzen Klasse durch (Klassenrat).

Der allgemeine Religionsunterricht, in dem über alle Weltreligionen gesprochen wird, ist für alle Schülerinnen und Schüler obligatorisch. Der Unterricht in christlicher Religion (teilweise wird er auch «Biblische Geschichte» genannt) wird zum Teil von den Schulen, zum Teil von den Kirchen angeboten. Wer nicht der christlichen Religion angehört, kann auf Gesuch der Eltern von diesem Unterricht dispensiert werden. Erkundigen Sie sich bei der Lehrerin oder dem Lehrer oder beim DLZ Bildung.
07 Welche Noten gibt es in der Schule?Nach oben
Zeugnis
Es gibt Noten von 1 bis 6. Die Noten bedeuten:
  • 1 = sehr schwach
  • 2 = schwach; die wesentlichen Lernziele sind nicht erreicht oder nur zu einem sehr geringen Teil erreicht
  • 3 = ungenügend; die wesentlichen Lernziele sind nur teilweise erreicht
  • 4 = genügend; die wesentlichen Lernziele sind erreicht
  • 5 = gut; alle Lernziele sind erreicht
  • 6 = sehr gut; alle Lernziele sind erreicht, zusätzlich werden regelmässig besonderen Leistungen erbracht.

Im Zeugnis können auch halbe Noten stehen, zum Beispiel 4-5 oder 5-6.

Jedes Kind bekommt zweimal im Jahr ein Zeugnis (Ende Januar und vor den Sommerferien). In der ersten Klasse gibt es keine Noten, aber zwei Elterngespräche.
08 Bietet die Schule Thalwil auch Unterricht in Musik an?Nach oben
Musikschule Thalwil-Oberrieden MTO
Die Musikschule Thalwil-Oberrieden bietet eine umfassende musikalische Ausbildung, die auf die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt ist.

Die Musikschule beschäftigt ausgewiesene, kompetente Lehrkräfte, die nach zeitgemässen pädagogischen Grundsätzen unterrichten. Die Schülerinnen und Schüler werden zu aktivem Musizieren und zu bewusstem Musikhören ausgebildet. Freude an der Musik und Begeisterung für Instrumente gehören dazu.
09 Mein Kind kommt in die Sekundarstufe I. Wie funktioniert das?Nach oben
Sekundarschule Thalwil
Die Lehrperson schlägt schriftlich vor, welchem Schultypus ihr Kind zugewiesen wird. Dabei wird sowohl auf seine Noten wie auf sein Verhalten in der Schule geachtet (Interesse, Fleiss, Selbständigkeit im Lernen, Verlässlichkeit).

Wenn Sie mit dem Vorschlag nicht einverstanden sind, können Sie das der Lehrperson oder dem Schulleiter mitteilen. Der definitive Entscheid wird durch die Schulpflege gefällt.

Die Eltern können gegen diesen Entscheid Rekurs beim Bezirksrat einlegen.
Bemerkung: Wenn Ihr Rekurs abgelehnt wird, müssen Sie als unterliegende Partei die Kosten (rund Fr. 300 bis 500) für das Verfahren übernehmen.
10 Darf mein Kind an einem kulturellen Festtag in der Schule fehlen?Nach oben
kulturelle Feiertage
In Thalwil können die Kinder an zwei frei gewählten Tagen im Jahr vom Schulbesuch befreit werden. Der Antrag auf einen schulfreien Tag ist an die Lehrperson zu richten. Diese Tage werden auch "Joker-Tage" genannt.

An hohen Feiertagen (besondere Anlässe religiöser oder konfessioneller Art) können die Kinder vom Schulbesuch befreit werden. Dazu braucht es laut Reglement ein Gesuch an die Lehrperson.
11 Ist die Teilnahme an Klassenlagern und Schulreisen obligatorisch?Nach oben
Lager
Ja, die Teilnahme an Schulreisen und Ausflügen, Sporttagen, Schneesporttagen, Klassenlagern, Projektwochen und ähnlichem ist obligatorisch. Diese Aktivitäten gehören zum Schulunterricht und fördern das Lernen.

Wenn Sie genauere Informationen wünschen, sprechen Sie mit der Lehrerin oder dem Lehrer. Die Teilnahme am Skilager ist freiwillig, da es in der Ferienzeit stattfindet.
12 Welche Rechte und Pflichten haben Eltern?Nach oben
nest
Die Eltern werden von der Lehrperson über die Leistungen und das Verhalten ihres Kindes in der Schule informiert. Sie dürfen Schulbesuche machen (melden Sie sich vorgängig bei der Lehrperson an.) Zweimal im Jahr - im November und Mai - gibt es offizielle Besuchsvormittage.

Sie haben das Recht auf Mitsprache bei Entscheiden über die Zuteilung ihres Kindes. Gegen Entscheide der Schulpflege über die Zuteilung des Kindes zu einem bestimmten Schultypus können Sie Rekurs beim Bezirksrat erheben.

In Thalwil hat jede Schuleinheit ihren Elternrat. Deren Ziel ist es, die Kommunikation zwischen Eltern, Schule und Kindern zu fördern und die Lehrerschaft bei der Umsetzung diverser Projekte zu unterstützen. Die verschiedenen Elternräte haben sich zu einem „Netzwerk Elternräte Schulen Thalwil“ (NEST) zusammengeschlossen.

Sie als Eltern sind verpflichtet, dass Ihre Kinder pünktlich zur Schule gehen und dass sie zuhause einen ruhigen Platz für die Hausaufgaben haben. Sie müssen auch darauf achten, dass die Kinder genügend schlafen und am Morgen vor der Schule frühstücken. Wenn die Kinder krank sind, müssen Sie die Lehrperson informieren.

Es ist wichtig, dass Sie Kontakt zur Lehrerin oder zum Lehrer halten und dass Sie an Elternveranstaltungen wie zum Beispiel an den Besuchsvormittagen oder an Elternabenden teilnehmen.
13 Wen muss ich informieren, wenn mein Kind krank ist?Nach oben
kranke Kinder
Wenn das Kind krank ist, müssen Sie die Kindergärtnerin oder die Lehrerin / den Lehrer unbedingt darüber informieren. Rufen Sie deshalb vor Schulbeginn im Kindergarten oder in der Schule an. Manche Kindergärtnerinnen oder Lehrerinnen und Lehrer geben für den Notfall auch ihre Privatnummer an.

Wenn Ihr Kind krank ist, haben Sie das Recht, zu Hause zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen. Informieren Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber darüber, wie viele Tage Sie pro Jahr wegen Krankheit eines Kindes fehlen dürfen.
14 Wer betreut mein Kind über Mittag oder nach der Schule?Nach oben
Mittagessen
In Thalwil gibt es den Hort/Mittagstisch. Dort werden die Kinder ausserhalb des Kindergartens und der Schule betreut. Sie können dort auch zu Mittag essen.

Diese Angebote sind einer Schuleinheit zugeordnet. In der Regel sind sie daher für die Kinder gut erreichbar.

Erkundigen Sie sich beim DLZ Bildung oder der Lehrpersonen nach den Betreuungsangeboten.
15 Wo wird mein Kind während der Schulferien betreut?Nach oben
Schulferien
Berufstätige Eltern können meistens nicht während allen Schulferienwochen selbst Ferien nehmen. Für Kindergarten- und Schulkinder bestehen in verschiedenen Gemeinden Betreuungsmöglichkeiten, die zum Teil die Schule anbietet. Erkundigen Sie sich bei der Schule oder beim Hort, welche Möglichkeiten es gibt. Familien können sich auch privat zusammentun und ihre Kinder gegenseitig betreuen.

Ferienspass Thalwil
Schule Thalwil: Ferienkolonien
Schule Thalwil: Schulsport und Freizeitkurse
Stiftung Kita Thalwil
16 Wie kann ich mein Kind in der Schule unterstützen?Nach oben
Unterstützung
Das Wichtigste ist Ihr Interesse für die Schule und das, was Ihr Kind lernt. Fragen Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn deshalb so oft wie möglich: «Wie ist es heute im Kindergarten / in der Schule gegangen?» Oder: «Was habt ihr gemacht?» Nehmen Sie sich Zeit zum Zuhören. Freuen Sie sich mit dem Kind, wenn ihm etwas gut gelungen ist und machen Sie ihm Mut, wenn etwas noch schwierig ist.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind nach der Schule regelmässig (am gleichen Ort und zur gleichen Zeit) und ungestört die Hausaufgaben macht (ohne Fernsehen oder Radio).

Schauen Sie, dass Ihr Kind rechtzeitig zu Bett geht und am Morgen ausgeruht ist. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind am Morgen etwas isst und eine gesunde Zwischenmahlzeit in die Schule mitnimmt. Kinder, die viel TV sehen oder Computerspiele machen, können Konzentrationsprobleme bekommen. Setzen Sie deshalb Grenzen, Ihrem Kind zuliebe.

Die Welt der Schule und die Welt der Familie können sehr unterschiedlich sein. Dann ist es für die Kinder manchmal schwierig, die Regeln und Werte der beiden Welten zusammenzubringen. Es ist deshalb wichtig, dass die Eltern, Lehrpersonen und Betreuungspersonen Kontakt halten und zusammenarbeiten. Wenn die Zusammenarbeit zwischen den Erwachsenen gut funktioniert, kann sich das Kind leichter auf die Schule und das Lernen konzentrieren.

Wenn Sie als Eltern und/oder das Kind nicht gut Deutsch sprechen, ist es bei wichtigen Gesprächen  sinnvoll, dass ein Übersetzer oder eine Übersetzerin dabei ist (auch «interkulturelle(r) ÜbersetzerIn» oder «interkulturelle(r) VermittlerIn»). Es ist nicht gut, wenn das Kind selber oder ein älteres Geschwister für Sie übersetzen.

Medios: interkulturelles Dolmetschen
www.migesplus.ch: Diverse Publikationen
17 Wer hilft meinem Kind bei den Hausaufgaben?Nach oben
Nachhilfeunterricht
Die Lehrerin oder der Lehrer gibt den Schülerinnen und Schülern Hausaufgaben. Die Kinder sollen die Hausaufgaben zuhause selber lösen. Die Eltern können ihr Kind aber unterstützen, damit es die Hausaufgaben jeden Tag macht. Es hilft, wenn es die Hausaufgaben jeden Tag zur gleichen Zeit und am gleichen Ort macht und dabei nicht gestört wird. Schalten Sie deshalb in dieser Zeit auch das Radio und den Fernseher ab. Vielleicht kann Ihr Kind die Hausaufgaben auch zusammen mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin machen. Gemeinsames Lernen macht oft viel mehr Spass.

Wenn ihr Kind Mühe mit dem Schulstoff hat und schlechte Noten erzielt, können Sie es bei der Aufgabenhilfe anmelden:
  • Auf der Primarschulstufe (2. bis 6. Klasse) gibt es betreute Aufgabenstunden.
  • Auf der Sekstufe werden betreute Studiumsstunden angeboten.
Beide Angebote müssen Sie jedoch bezahlen. Bei Fragen zu den Angeboten wenden Sie sich an die entsprechende Lehrperson und/oder die Schulleitung.

Vielleicht kann Ihr Kind die Hausaufgaben auch zusammen mit einem Mitschüler oder einer Mitschülerin machen. Gemeinsames Lernen macht oft viel mehr Spass.
18 Welche Angebote gibt es für fremdsprachige Kinder?Nach oben
Deutsch als Zweitsprache
Kinder, die noch Mühe im Deutsch haben, können den Unterricht "Deutsch als Zweitsprache DaZ" besuchen. Dieser Zusatzunterricht ist kostenlos. In der Regel wird er während einem bis zwei Jahren besucht. In besonderen Fällen ist eine Verlängerung möglich.

Der Besuch der «Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur» ist freiwillig. Die Noten, die das Kind in diesem Kurs erhält, werden im Zeugnis eingetragen. Je besser ein Kind seine Muttersprache spricht, desto einfacher fällt ihm das Erlernen der deutschen Sprache.

Volksschulamt VSA: Schule und Migration
19 Kann mein Kind auch ohne Aufenthaltsbewilligung in die Schule?Nach oben
Schule für alle
Ja, die Schulen sind verpflichtet, alle Kinder aufzunehmen, unabhängig von ihrer Aufenthaltsbewilligung und Diskretion über den Aufenthaltsstatus zu wahren. Wenden Sie sich für genaue Informationen an eine spezialisierte Beratungsstelle.

Beratungsstellen für Sans-Papiers
20 Mein Kind fühlt sich in der Schule nicht wohl. Was soll ich tun?Nach oben
unglücklich in der Schule
Es ist wichtig, dass Sie mit der Kindergärtnerin oder der Lehrperson darüber sprechen. So können Sie miteinander eine Lösung suchen. Das kann der Beizug eines Kinderarztes, einer Psychologin oder einer Heilpädagogin sein. Nehmen Sie jemandem zum Übersetzen mit, wenn das nötig ist oder bitten Sie die Lehrperson um eine interkulturelle Übersetzung. Wenn Sie sich mit der Kindergärtnerin oder der Lehrperson nicht einigen können, sprechen Sie mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter. Auch ein Gespräch mit der Schulpflege (lokale Schulbehörde) kann weiterhelfen.
21 Was macht der Schulpsychologische Dienst?Nach oben
SPD
Der Schulpsychologische Dienst (SPD) berät Lehrpersonen und Eltern, wenn ein Kind in der Schule Schwierigkeiten hat.

Manche Kinder haben schlechte Noten und sind überfordert. Andere sind unterfordert und langweilen sich in der Schule. Wieder andere können sich schlecht konzentrieren oder sind unruhig im Unterricht. Oder ein Kind geht wegen der Schulkollegen nicht gern zur Schule.

Die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe führt Gespräche mit dem Kind und mit den Eltern. Er/Sie kann für die Abklärungen auch Tests verwenden. Aufgrund der Resultate wird die Schulpsychologin oder der Schulpsychologe Vorschläge machen, wie dem Kind am besten geholfen werden kann.

Der Schulpsychologe kann geeignete Unterstützungs-Massnahmen oder auch die Versetzung in einen anderen Schultypus vorschlagen. Manchmal berät er auch einfach die Lehrperson, wie sie das Kind besser unterstützen und fördern kann.
22 Gibt es zusätzliche Hilfe bei besonderen Schwierigkeiten?Nach oben
feinmotorische Sonderschulung
Wenn Kinder besondere Schwierigkeiten haben, zum Beispiel beim Sprechen, Bewegen oder Lernen, erhalten sie eine kostenlose Unterstützung (Logopädie, Legasthenie, Bewegungsförderung, heilpädagogischer Förderunterricht).

Je früher dem Kind geholfen wird, desto einfacher können die Probleme behoben werden. In den meisten Fällen wird eine solche Unterstützung von der Lehrperson in die Wege geleitet. Sie können sich aber auch an sie wenden, wenn Ihnen etwas auffällt.

Schule Thalwil: Fachstelle Sonderpädagogik, Myriam Autengruber
23 Wo kann ich mich hinwenden, wenn mein Kind Probleme in der Schule hat?Nach oben
Schulsozialarbeit
Wenn sich ihr Kind in der Schule nicht wohl fühlt, sprechen Sie zuerst mit der Lehrperson.

Findet sich keine Lösung, können Sie sich an die Schulleitung, den/die zuständige Schulsozialarbeit oder an die Schulpflege wenden.

Hilfe und Beratung erhalten sie auch beim Schulpsychologischen Dienst Horgen oder beim Amt für Jugend und Berufsberatung.
Was müssen wir als Eltern/Betreuende hinsichtlich Schulalltag wissen?Nach oben
Das Eltern-ABC gibt Auskunft [DLZ Bildung]
01 Wie funktioniert die Alters- und Hinterlassenen-Versicherung (AHV)?Nach oben
Altersversicherung
Die Abkürzung AHV steht für Alters- und Hinterlassenen-Versicherung. Sie wurde 1948 eingeführt und ist die wichtigste Sozialversicherung in der Schweiz.

Mit den Altersrenten trägt die AHV dazu bei, den Versicherten nach der Pensionierung (Austritt aus dem Erwerbsleben) einen materiell gesicherten Ruhestand zu gewährleisten. Das Rentenalter beginnt in der Schweiz für Frauen mit 64, für Männer mit 65 Jahren. Dank den Hinterlassenenrenten hilft die AHV auch mit, dass Ehepartner und Kinder nach dem Tod des Versorgers oder der Versorgerin nicht in finanzielle Not geraten.

Die AHV basiert auf dem Grundgedanken der Solidarität. Die beruflich aktive Bevölkerung finanziert jeweils die laufenden Renten und vertraut darauf, dass spätere Generationen das ebenfalls tun werden. Die Versicherung ist ab dem 18. Lebensjahr für alle in der Schweiz wohnhaften, erwerbstätigen Personen obligatorisch. Finanziert wird die AHV aus den vom Lohn abgezogenen Beiträgen der Arbeitnehmenden, den Beiträgen der Arbeitgeber, vom Bund und den Kantonen.

Wer kurz vor der Pensionierung steht, sollte sich drei bis vier Monate vor dem Erreichen des Rentenalters bei der zuständigen Ausgleichskasse anmelden. Bei Fragen helfen die Gemeindezweigstellen der Ausgleichskassen weiter.

www.ch.ch: die AHV
Kantonale Ausgleichskassen
02 Wie ist die berufliche Vorsorge (2. Säule) geregelt?Nach oben
Die 1. Säule der Altersvorsorge ist die AHV. Sie funktioniert nach dem Prinzip des Umlageverfahrens. Die arbeitende Generation bezahlt die Renten der Rentnerinnen und Rentner. Um die AHV-Rente aufzustocken, gibt es die 2. Säule, die berufliche Vorsorge. Sie funktioniert auf dem Prinzip des Vorsorgesparens: Sie bezahlen Beiträge ein und erhalten ab der Pensionierung eine Rente, die sich nach den einbezahlten Beträgen richtet.

Die vielen verschiedenen Pensionskassen und Versicherungen organisieren die berufliche Vorsorge. Analog zur AHV sind alle angestellten Arbeitnehmenden obligatorisch bei einer Pensionskasse versichert. Es gibt aber auch Ausnahmen, zum Beispiel wenn Sie weniger als 20'880 Franken im Jahr verdienen (gilt für das Jahr 2011). Für Selbständige ist die berufliche Vorsorge nicht obligatorisch, sie können sich aber freiwillig einer Pensionskasse anschliessen. Vielfach organisieren Branchenverbände für Selbständige eine solche Kasse.

Von Ihrer Pensionskasse erhalten Sie jährlich einen Auszug, auf dem unter anderem steht, wie viel Geld Sie schon gespart haben und welche Rente Sie mit diesem Geld erhalten. Das gesamte angesparte Geld (bei Wohneigentum auch nur einen Teil davon) können Sie sich unter bestimmten Bedingungen auszahlen lassen: zum Beispiel, wenn Sie die Schweiz für immer verlassen oder wenn Sie Wohneigentum kaufen wollen. Bevor Sie einen solchen Schritt wagen, sollten Sie sich gut beraten lassen.

Bundesamt für Sozialversicherungen: beruflichen Vorsorge
02 Wofür ist die Invalidenversicherung (IV) da?Nach oben
Invalidenversicherung
Die Abkürzung IV steht für Invalidenversicherung. Sie ist neben der AHV eine weitere wichtige Sozialversicherung in der Schweiz. Als invalid gilt jemand dann, wenn er oder sie wegen eines körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschadens bleibend oder für längere Zeit (mindestens ein Jahr) nicht mehr arbeiten kann.

Die IV hat in erster Linie die Aufgabe, die betroffenen Versicherten wieder ins Erwerbsleben zu integrieren. Dazu dient eine ganze Reihe von Eingliederungsmassnahmen. Erst wenn diese nicht zum Ziel führen, bezahlt die IV den Versicherten eine Rente.

www.ch.ch: Invalidenversicherung
03 Wer und was ist bei einer Unfallversicherung versichert?Nach oben
Unfallversicherung
Die Unfallversicherung übernimmt die Kosten für die ärztliche Behandlung nach einem Unfall. Ausserdem bezahlt sie bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit ein Taggeld (Lohnersatz) bzw. Rentenleistungen bei dauernder Erwerbsunfähigkeit und im Todesfall.

Alle in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gegen Unfall versichert.

o Sie arbeiten acht Stunden oder mehr pro Woche bei einem Arbeitgeber: dann sind Sie gegen Berufsunfälle und gegen so genannte Nichtberufsunfälle (Unfälle auf dem Arbeitsweg und in der Freizeit) versichert.

o Sie arbeiten weniger als acht Stunden pro Woche bei einem Arbeitgeber: dann sind Sie nur gegen Berufsunfälle und gegen Unfälle auf dem Arbeitsweg versichert. Für Unfälle in der Freizeit (z.B. im Haushalt) müssen Sie eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.

o Arbeitslose Personen, die Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben, sind obligatorisch versichert.

Nicht versichert sind nicht erwerbstätige Personen, z.B. Hausfrauen und -männer, Kinder, Studierende, Rentner/-innen oder ausgesteuerte Arbeitslose. Diese Personen müssen obligatorisch eine Unfallversicherung bei der Krankenkasse abschliessen.

So gehen Sie bei einem Unfall vor: Melden Sie den Unfall immer sofort Ihrem Arbeitgeber oder der Krankenkasse. Das Formular dafür erhalten Sie beim Arbeitgeber oder bei Ihrer Krankenkasse.
04 Wie ist die Arbeitslosenversicherung (ALV) organisiert?Nach oben
Wer in der Schweiz eine unselbständige Erwerbstätigkeit ausübt, also einen Lohn bezieht, ist gegen Arbeitslosigkeit versichert. Der Versicherungsbeitrag wird direkt vom Lohn abgezogen und ist auf dem Lohnausweis ersichtlich. Die Arbeitslosenversicherung bezahlt den versicherten Personen eine Arbeitslosenentschädigung bei Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Arbeitsausfällen infolge schlechten Wetters und bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers. In der Regel werden 70 Prozent des versicherten AHV-pflichtigen Lohns als Arbeitslosenentschädigung ausgezahlt. 80 Prozent des versicherten AHV-pflichtigen Lohns werden ausgezahlt, wenn man Kinder hat, weniger als 4000 Franken verdient oder invalid ist. Selbständige können sich in der ALV nicht versichern.

Um Arbeitslosenentschädigung zu erhalten, müssen Sie sich zuerst bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV anmelden. Dies sollten Sie tun, sobald Sie erfahren, dass Ihnen beispielsweise gekündigt wird, also schon bevor Sie arbeitslos werden. Falls Sie noch bei keiner Arbeitslosenkasse sind, können Sie das dort erledigen.

Bundesamt für Sozialversicherungen: Arbeitslosenversicherung
05 Wer und was ist in der Krankenversicherung (KV) versichert?Nach oben
Krankenversicherung
Jede in der Schweiz wohnhafte Person muss sich obligatorisch bei einer Krankenkasse bzw. Krankenversicherung versichern. Mit der Krankenkasse sind Sie für Kosten im Krankheitsfall, bei Mutterschaft oder bei einem Unfall versichert. Das heisst, Sie müssen nur einen kleinen Teil der Kosten für Arztbesuche, Spitalaufenthalte oder bestimmte Medikamente bezahlen. Den Rest bezahlt die Krankenkasse.

Obligatorisch ist die so genannte Grundversicherung. Krankenkassen müssen jede Person unabhängig vom Alter und Gesundheitszustand in die Grundversicherung aufnehmen. Die Versicherten können ihre Krankenkasse frei wählen.

Alle sind in der Grundversicherung für die gleiche Leistung versichert. Dazu gehören zum Beispiel die Behandlung in Arztpraxis und Spital, ärztlich verordnete Medikamente und Laboruntersuchungen, Psycho- und Physiotherapie, Kontrolluntersuchungen während der Schwangerschaft, Impfungen, Gesundheitsuntersuchungen für Kinder sowie Teilkosten bei Notfalltransporten. Nicht versichert durch die Grundversicherung sind gewöhnliche Zahnbehandlungen.

Sie können freiwillig eine Zusatzversicherung abschliessen und müssen dafür mehr Prämie bezahlen. Damit werden zusätzliche Leistungen bezahlt wie zum Beispiel Zahnbehandlungen oder der Komfort eines Zweier- oder Einzelzimmers im Spital. Durch die Grundversicherung ohne Zusatzversicherung (= allgemein versichert) sind die Kosten in der allgemeinen Abteilung für ein Vierbettzimmer abgedeckt.

Die Unfallversicherung ist in der Krankenkasse inbegriffen. Berufstätige sind aber bereits über ihren Arbeitgeber gegen Unfälle versichert. Wenn das bei Ihnen zutrifft, können Sie die Krankenkasse auffordern, die Unfallversicherung aus der Versicherung herauszunehmen. So sinkt die Prämie.

www.comparis.ch: Leistungen der Grundversicherung
07 Welche Möglichkeiten der privaten Vorsorge (3. Säule) habe ich?Nach oben
3. Säule
Neben der AHV und der zweiten Säule gibt es die private Vorsorge, die dritte Säule. In der dritten Säule (genauer: in der Säule 3a) kann man freiwillig Geld für das Leben nach der Pensionierung sparen. Der Staat fördert dieses Sparen mit Steuervergünstigungen, allerdings nur begrenzt.

Angestellte, die schon Beiträge in die AHV und die Pensionskasse bezahlen, können zusätzlich knapp 7000 Franken pro Jahr (wird jährlich neu festgelegt) in die dritte Säule einzahlen und dieses Geld von den Steuern abziehen. Selbständige können 20 Prozent ihres jährlichen Einkommens in die dritte Säule einzahlen und diesen Betrag von den Steuern abziehen. (Auch hier gibt es eine Obergrenze.) Die dritte Säule ist deshalb die wichtigste Form der Altersvorsorge für Selbständige.

Bundesamt für Sozialversicherungen: Höhe der jährlichen Beiträge und weitere Informationen zur dritten Säule.
08 Was ist die Mutterschaftsversicherung?Nach oben
Mutterschaftsversicherung
In der Schweiz existiert eine gesetzlich vorgeschriebene Mutterschaftsversicherung: Das heisst, erwerbstätige Mütter bekommen nach der Geburt während 14 Wochen einen Urlaub und erhalten 80 Prozent des durchschnittlichen Lohns (auch Mutterschaftsentschädigung oder Mutterschaftsurlaub genannt). Ein gesetzlicher Vaterschaftsurlaub existiert in der Schweiz nicht. Einzelne Arbeitgeber (z.B. die öffentliche Verwaltung einzelner Kantone) gewähren Vätern nach der Geburt einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von einigen Wochen.

www.ch.ch: Familie und Arbeit
Bundesamt für Sozialversicherungen: Mutterschaft
09 Wer bekommt Familienzulagen?Nach oben
Familienzulage
Alle Angestellten erhalten pro Kind eine Familienzulage:
  • mindestens 200 Franken pro Kind und Monat
  • mindestens 250 Franken pro Monat für Kinder in Ausbildung von 16 bis 25 Jahren (so genannte Ausbildungszulage)
Die Kantone können über dieses Minimum hinausgehen. Die Familienzulage wird demjenigen Elternteil ausbezahlt, der das höhere Einkommen nach Hause bringt.

In allen Kantonen haben auch Nichterwerbstätige einen Anspruch auf eine Familienzulage. Ihr Einkommen darf (in den meisten Kantonen) 41'760 Franken im Jahr nicht übersteigen. Gemeint sind damit geringfügig Beschäftigte oder beispielsweise Studierende mit einem kleinen Nebeneinkommen.

Die Selbständigen erhalten in der Regel keine Familienzulage. Die Kantone können aber Regelungen für Selbständige einführen.

Den Angestellten wird die Familienzulage vom Arbeitgeber zusammen mit dem Lohn ausbezahlt. Nichterwerbstätige und allenfalls Selbständige erhalten die Familienzulage von der kantonalen Familienausgleichskasse.

Bundesamt für Sozialversicherungen: Familienzulagen und Adressen der kantonalen Familienausgleichskassen
Wie erhalte ich eine Steuerauskunft über eine Drittperson?Nach oben
Welche Vorbereitungen gehören zur Eheschliessung?Nach oben
Die Anmeldung hat wahlweise am Wohnsitz der Braut oder des Bräutigams zu erfolgen. Beim jeweiligen Zivilstandsamt erhalten Sie auch Auskunft, welche Dokumente benötigt werden.
Wie teuer ist in Thalwil das Trinkwasser?Nach oben
Die Bezugsgebühr setzt sich aus einer Grundgebühr und einer Verbrauchsgebühr zusammen. Die Grundgebühr bemisst sich nach der Wasserzählerleistung. Sie beträgt Fr. 40.—pro m3/h.
Beispiel:
3 m3 Wasser bei einer Wasserzählleistung von 15 1/2 Zoll: Fr. 120.-

Die Verbrauchsgebühr bemisst sich nach dem durch Wasserzähler festgestellten effektiven Verbrauch.
Sie beträgt pro Kubikmeter Fr. 1.50
Woher stammt das Thalwiler Trinkwasser?Nach oben
Thalwil bezieht aus verschiedenen Gebieten Trinkwasser. Das Wasser wird verteilt in eine obere und eine untere Zone (s.a. Übersichtsplan "Wasserhärte").

Obere Zone: grösstenteils sogenanntes "Rothenthurmer Wasser", ergänzt mit Seewasser.
Dieses Wasser fliesst über eine 32 km lange Leitung von Rothenthurm-Biberbrugg nach Horgen, Thalwil, Rüschlikon und Kilchberg (= Wasserversorgung HTRK).

Untere Zone: grösstenteils Seewasser, ergänzt mit Quellwasser Rengg.
Dieses Wasser wird im Seewasserwerk Merisbrunnen in Rüschlikon aufbereitet. Auch dieses Wasser fliesst in verschiedene Gemeinden: Thalwil, Rüschlikon, Kilchberg und Langnau am Albis (Seewasserwerk TRKL).
Wann ist die Gemeindeverwaltung geöffnet?Nach oben
Montag 8 bis 11.30 Uhr und 13 bis 18 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 8 bis 11.30 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr
Freitag 8 bis 15 Uhr
Wie lautet die Adresse der Gemeindeverwaltung?Nach oben
Gemeindeverwaltung
Alte Landstrasse 112 / Postfach
8800 Thalwil
044 723 21 11 Telefonische Auskunft
044 723 23 60 Fax
info@thalwil.ch
01 Wie ist die Entsorgung in Thalwil organisiert?Nach oben
Abfallkalender
Für alle Informationen zu Abfall, Abfallarten, Abfallentsorgung, Sammelstellen, Gebühren usw. ist in www.thalwil.ch eine spezielle Abfall-Rubrik eingerichtet.
02 Weshalb muss ich für die Entsorgung des Kehrichts etwas bezahlen?Nach oben
Kehrichtgebühren
Wer Abfall verursacht, trägt die Kosten für dessen Entsorgung. Deshalb wird belohnt, wer wiederverwetbare Materialien separat sammelt und an den dafür vorgesehenen Orten entsorgt.

Je mehr Kehricht Sie entsorgen, umso teurer kommt es. Deshalb gibt es in Thalwil verschieden grosse und teure Abfallsäcke. Die Gebühren finden Sie in der Rubrik Gebührenordnung.

Diese Abfallsäcke können Sie in allen grösseren Geschäften kaufen. Auch dazu gibt es Infos im Abfallkalender.
02 Wie finde ich eine neue Wohnung?Nach oben
Wohnungssuche
Es empfiehlt sich, auf verschiedenen Wegen eine neue Wohnung zu suchen:

Auf den Internetseiten
lassen sich Wohnungen nach Regionen, Mietzins oder anderen Kriterien suchen.

Suchen Sie via Internet Listen von Baugenossenschaften und Verwaltungen.

Das DLZ Liegenschaften führt eine Liste der Liegenschaftenverwaltungen und Baugenossenschaften, welche in Thalwil Wohnungen betreuen bzw. haben.

Anmeldeformular: Verlangen Sie bei möglichst vielen Baugenossenschaften und Verwaltungen ein Anmeldeformular.
  • Nachfragen: Melden Sie sich immer wieder, nachdem Sie Ihre Anmeldung eingereicht haben. Fragen Sie in regelmässigen Zeitabständen telefonisch und persönlich nach.
  • Zeitungen: Freie Wohnungen sind auch in Tageszeitungen, Gemeindeanzeigern oder Quartierzeitungen ausgeschrieben. Melden Sie sich möglichst früh am Vormittag beim Vermieter. Das erhöht Ihre Chancen.
  • Gratisinserate: In Einkaufs- und Gemeindezentren, Quartierläden, Restaurants, Schulen oder Spitälern gibt es auch Inseratetafeln. Sie können dort gratis eine Annonce aufhängen oder nach Angeboten suchen.
  • Bekanntenkreis: Längst nicht alle freien Wohnungen werden auch ausgeschrieben. Informieren Sie deshalb Ihre Verwandten, Freunde oder Arbeitskollegen, dass Sie auf der Suche sind. Sie erhalten so möglicherweise wertvolle Tipps.
www.homegate.ch: Wohnungen und Häuser
www.immoscout24.ch: Wohnungen und Häuser
03 Weshalb darf ich meinen Abfallsack erst am Morgen des Abfuhrtages vor die Haustüre stellen?Nach oben
Verschiedene Tiere (Füchse, Krähen, Marder) suchen in den Abfallsäcken nach Essbarem. Aber auch Katzen sind oft nachts unterwegs. Die Tiere reissen Säcke auf und plündern den Inhalt.

Falls Ihr Haus keinen Abfallcontainer besitzt, stellen Sie bitte die Säcke erst am Morgen der Abfuhr (vor 7 Uhr) hinaus. Die Nachbarn werden Ihnen dankbar sein.
03 Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Wohnung achten?Nach oben
Bushaltestelle
Es gibt einige Kriterien, auf die Sie bei der Auswahl einer Wohnung sinnvollerweise achten sollten:
  • Die Wohnungsgrösse oder die Anzahl der Zimmer
  • Der Arbeitsweg
  • Die Verbindung und Nähe zum öffentlichen Verkehr
  • Der Schulweg der Kinder
  • Die Spielmöglichkeiten für Kinder
  • Die Lärmbelastung, Isolation oder Ähnliches
04 Wie bewerbe ich mich um eine neue Wohnung?Nach oben
Muster Mietvertrag
Wer sich erfolgreich um eine Wohnung bewerben will, sollte sich gut vorbereiten und einige wichtige Punkte beachten:
  • Wohnungsbesichtigung: Erscheinen Sie pünktlich zum Termin. Machen Sie einen seriösen und freundlichen Eindruck. Besonders bei privaten Vermietern ist das hilfreich.
  • Anmeldeformular: Füllen Sie das Formular sauber, klar und vollständig aus.
  • Unterlagen: Zusammen mit dem Anmeldeformular müssen Sie weitere Unterlagen einreichen – etwa Schriftenempfangsschein (für Schweizerinnen und Schweizer), Ausländerausweis, Betreibungsauszug (erhalten Sie beim Betreibungsamt Ihres Wohnorts), Lohn- oder Arbeitslosengeld-Abrechnung, IV- oder AHV-Verfügung und schriftliche Mietzinsgarantie. Welche Dokumente verlangt werden, erfahren Sie vom Vermieter oder von der Verwaltung. Reichen Sie nur Kopien ein, ausser wenn ausdrücklich ein Original verlangt wird, etwa beim Betreibungsauszug.
  • Begleitbrief: Ihre Chancen erhöhen sich, wenn Sie den Unterlagen einen persönlichen Brief beilegen. Beziehen Sie sich auf das Inserat, stellen Sie sich kurz vor und begründen Sie, weshalb Sie an der Wohnung besonders interessiert sind.
  • Referenzpersonen: Geben Sie wenn immer möglich Referenzpersonen an, die eine gute Auskunft über Sie geben – zum Beispiel den Arbeitgeber oder den bisherigen Vermieter.
Wenn Sie sich bei einer Baugenossenschaft oder Liegenschaftsverwaltung generell um eine Wohnung bewerben, erwähnen Sie im Begleitbrief auch die gewünschte Wohnungsgrösse und die maximale Höhe des Mietzinses.
05 Welche weiteren Abfälle kann ich in die Geschäfte zurückbringen?Nach oben
Elektronik
Auch Getränkeflaschen aus PET und weisse PE-Milchflaschen sollten Sie getrennt entsorgen. Denn leere PET-Flaschen lassen sich dank einem speziellen Verfahren für die Herstellung neuer Flaschen verwerten. Öffentliche Sammelstellen dafür gibt es keine. Sie können die Flaschen aber in den Geschäften abgeben, in denen Sie sie gekauft haben.

Leere Plastikflaschen von Speiseöl, Essig, Shampoo und Flaschen aus anderen Kunststoffen können bei Grossverteilern (Aldi, Coop, Lidl, Migros) zurückgebracht werden. 

Es gibt noch weitere Wertstoffe, die Sie in die Verkaufsgeschäfte zurückbringen sollten:
  • Batterien
  • Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen
  • Elektro- und Elektronikgeräte wie bspw. Staubsauger, Fernseher, Mobiles und Computer.
Weitere Informationen finden Sie im Abfallkalender.
06 Wann soll ich meine alte Wohnung kündigen?Nach oben
Auch wenn Ihnen der Vermieter mündlich oder per Telefon eine neue Wohnung zugesagt hat: Kündigen Sie Ihre alte Wohnung erst dann, wenn Sie im Besitz des neuen, gültigen Mietvertrags sind.

Wichtig: Der Vertrag ist erst dann gültig, wenn ihn beide Parteien - Sie und Ihr Vermieter - unterschrieben haben.
06 Was sind Sonderabfälle und wie entsorge ich sie?Nach oben
Sonderabfall
Als Sonderabfälle gelten jene Abfälle, die etwa wegen ihrer Giftigkeit oder anderer Eigenschaften speziell zu entsorgen sind. Unbedingt zu beachten ist dabei: Sonderabfälle gehören nie in den Abfallsack und auch nicht ins Abwasser.

Dies sind die wichtigsten Sonderabfälle aus dem Haushalt:
  •  Farben, Lacke, Klebstoffe, Säuren, Laugen, Entkalker, Abflussreiniger
  •  Lösungsmittel, Pinselreiniger, Verdünner, Brennsprit
  •  Medikamente
  •  Quecksilber, Thermometer mit Quecksilber
  •  Chemikalien, Gifte, Javel-Wasser
  •  Spraydosen, Druckgaspatronen
  •  Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel
  •  Schädlingsbekämpfungsmittel, Unkrautvertilger, Dünger
  •  Stoffe, die Ihnen unbekannt sind.
Für die Entsorgung dieser Abfälle gilt der Grundsatz: Wo Sie die Produkte gekauft haben, können Sie die daraus entstandenen Sonderabfälle auch wieder entsorgen. Denn die Hersteller und der Handel sind per Gesetz verpflichtet, diese Abfälle zurückzunehmen.

Es gibt auch die Möglichkeit, für die Entsorgung Sonderabfall-Mobile oder Sonderabfall-Sammelstellen zu benutzen. Die Daten der Sondersammlungen sind im Abfallkalender publiziert. 
07 Was ist ein Wohnungsübergabeprotokoll?Nach oben
Nachdem Sie den Mietvertrag erhalten haben, vereinbaren Sie mit dem Vermieter oder der Verwaltung den Termin für die Wohnungsübergabe. Bei der Übergabe kontrollieren Sie gemeinsam mit ihm, ob Schäden in der Wohnung vorhanden sind. Diese werden im Antritts- bzw. Wohnungsübergabe-Protokoll detailliert festgehalten.

Wichtig: Auch Kleinigkeiten wie Kratzer oder abgeschlagene Ecken gehören ins Protokoll. Vereinbaren Sie mit dem Vermieter auch, welche Schäden behoben werden. Beide Parteien unterschreiben zum Schluss das Antrittsprotokoll, und Sie erhalten eine Kopie. Bewahren Sie diese sorgfältig auf.

Es gibt Schäden, die man trotz gründlicher Kontrolle erst nach dem Einzug entdeckt. In diesem Fall erstellen Sie umgehend eine detaillierte Liste mit den Mängeln und erwähnen Sie, welche Schäden Sie behoben haben möchten. Senden Sie die Mängelliste per Einschreiben an den Vermieter und beachten Sie dabei die Fristen (in der Regel 10 bis 30 Tage).

Wichtig: Auf die nachträgliche Mängelliste gehören alle Schäden. Solche, die Sie behoben haben möchten, und auch jene, die Sie nicht weiter stören. Sie verhindern so, dass Sie später für Schäden aufkommen müssen, die schon beim Einzug da waren.
07 Was passiert mit den Küchenabfällen?Nach oben
Küchenabfälle
Viel Abfall entsteht Tag für Tag auch in der Küche. Einige dieser Abfälle können Sie kompostieren. Das heisst: Die Abfälle werden durch einen biologischen Prozess zu Kohlendioxid, Wasser und Humus umgewandelt. In den Kompost oder die Grüngutabfuhr gehören unter anderem:
  • Rüstabfälle von Obst und Gemüse
  • Speiseresten (auch Fleisch, Fisch und Knochen)
  • Verdorbene Früchte und verdorbenes Gemüse
  • Kaffeesatz, Tee (mit Beutel, aber ohne Verpackung)
  • Zerkleinerte Eierschalen
  • Käserinde
  • Schnittblumen, Topfpflanzen und alte Blumenerde
Am besten sammeln Sie diese Abfälle zunächst in einem separaten Eimer. Wenn er voll ist, entleeren Sie ihn dann auf dem Komposthaufen Ihres Hauses oder Wohnquartiers.Gibt es bei Ihnen keinen Komposthaufen, nutzen Sie dafür einfach die kostenlose Grüngutabfuhr. Am einfachsten beschaffen Sie sich einen Grüngutcontainer, falls nicht schon einer vorhanden ist. Darin entleeren Sie Ihr Grüngut, ohne Plastiksack oder zusätzlichen Behälter. Küchenabfälle können auch in kompostierbaren Säcken, sogenannte CompoBags (max. 16 Liter) bereitgestellt werden.

Gartenabraum kann in Grüngutcontainern oder gebündelt (max. 1 m Länge und 15 kg Gewicht, zusammengebunden mit Baumwoll- oder Leinenschnüren) bereitgestellt werden. 

Kompostforum Schweiz: Informationen zur Kompostierung von Haushaltsabfall
Kompostberatung
08 Second-HandNach oben
Brockenhaus
Gut erhaltene Möbel und Kinderspielzeug können ins Brockenhaus gebracht werden. Sind Sie übrigens schon einmal in einem Second-Hand-Laden oder in einem Brockenhaus gewesen? Das ist heute keine traurige Angelegenheit für arme Leute mehr. Ganz im Gegenteil: Hier finden Sie manch witziges und seltenes Stück zu ganz vernünftigen Preisen.
Der Stauffacherinnenbund betreibt ein Brockenhaus (Öffnungszeiten). Auch das Brocki ZA nimmt Gegenstände entgegen. Siehe dazu auch die Zusammenstellung verschiedener Dienste.

Eine andere Möglichkeit bieten die beiden Flohmärkte in Thalwil. Einer ist jeweils im Frühling, der andere im Herbst. Infos dazu finden Sie unter Märkte.

Der Bring- und Holtag - er findet immer anfangs September statt - wird für den Austausch von weiterverwendbaren Sachen angeboten wie Kleinmöbel, Haushaltgegenstände, Geschirr, Bücher, Spielsachen, Kleider, Schuhe und vieles mehr.

Bücher können am Büchermarkt (an einem Sonntag anfangs September) getauscht werden.

Alte Kleider gehören in die Kleidersammlung. Kaputte oder nicht mehr brauchbar Kleider gehören in den Kehricht.

Alte Brillen können Sie im Brillengeschäft wieder zurückgeben oder für karitative Zwecke spenden. VISILAB sammelt beispielsweise gebrauchte Brillen für Menschen in armen Ländern und unterstützt verschiedene augenärztliche Projekte.

Alte Handys gehören nicht in den Abfallsack, weil sie zahlreiche wieder verwertbare Edelmetalle enthalten, aber auch Materialien, die umweltbelastend sind. Wenn Ihr altes Handy noch funktioniert, können Sie es entweder im Freundeskreis verschenken oder im Internet verkaufen – zum Beispiel bei den Internetbörsen ricardo.ch oder ebay.ch. Oder Sie bringen es ins Geschäft zurück, in dem Sie es gekauft haben.
08 Welche Kosten gehören zur Miete?Nach oben
Kochen mit Strom
Zunächst kostet die Wohnung den monatlichen Mietzins, der im Mietvertrag abgemacht wurde. Hinzu kommen Ausgaben für Strom oder Gas, Telefonanschlüsse, Internetverbindung oder Kabelfernsehen.

Unter Nebenkosten können Ausgaben fallen für Heizung, Wasser, Hauswart, Gartenunterhalt, Abwasser, Kehrichtgebühr und weiteres mehr. Nebenkosten müssen im Mietvertrag immer erwähnt und genau umschrieben sein. Sie sind sonst nicht zulässig. Die Nebenkosten werden anteilsmässig auf alle Mieterinnen und Mieter eines Hauses verteilt. Es gibt auch Nebenkosten, die man den Mietenden nicht belasten darf (z.B. Renovationsarbeiten, Steuern und Abgaben, etc.).

Einen Teil der Nebenkosten bezahlen Sie in der Regel monatlich zusammen mit dem Mietzins. Man nennt das Akontozahlungen. Mindestens einmal pro Jahr erhalten Sie dann eine Schlussabrechnung. Wenn die Akontozahlungen niedriger sind als die Schlussabrechnung, müssen Sie den Restbetrag nachzahlen. Liegen die Kosten darunter, wird Ihnen der zu viel einbezahlte Betrag zurückerstattet. Kontrollieren Sie die Schlussabrechnung genau, das kann sich lohnen.

www.immoscout24.ch: Nebenkosten
09 Was muss ich als Hundehalterin oder Hundehalter beachten?Nach oben
Robidog
Wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, nehmen Sie stets spezielle Hundekotsäcke mit. Diese benötigen Sie nämlich, um den Kot Ihres Hundes vom Boden aufzuheben und zu entsorgen. Als Hundehalter sind Sie dazu verpflichtet. Hundekotsäcke können Sie unter anderem im Tierfachhandel kaufen.

Für die Entsorgung der Hundekotsäcke gibt es in den meisten Gemeinden sogenannte Robidogs. Das sind spezielle Abfallkübel für Hundekot; sie sind grün und entsprechend angeschrieben.

Die meisten Robidog-Kästen befinden sich an den Plätzen und Spazierwegen, die Hundehalterinnen und Hundehalter am meisten benutzen. Wo dies in Ihrer Region der Fall ist, kann Ihnen die Gemeinde sagen.
10 Was ist ein Austrittsprotokoll?Nach oben
Beim Auszug wird die Wohnung vom Mieter und vom Vermieter genau kontrolliert. Grosse und kleine Schäden werden im Austrittsprotokoll festgehalten. Tapeten, Teppiche, Parkettböden oder ähnliche Gegenstände haben eine gewisse Lebensdauer. Die Lebensdauer für verschiedene Bestandteile der Wohnung wird in sogenannten Lebensdauertabellen festgelegt. Der Vermieter muss die übliche Abnützung berücksichtigen, er kann Ihnen nicht einfach die Kosten für eine neue Tapete aufbürden.

Unterschreiben Sie das Protokoll erst und nur dann, wenn Sie alles genau verstanden haben und damit einverstanden sind. Indem Sie das Protokoll unterschreiben, verpflichten Sie sich nämlich, die Kosten für die aufgeführten Reparaturen zu übernehmen. Es gibt allerdings keine Pflicht, das Protokoll zu unterschreiben.

Bei komplizierteren Fällen empfiehlt es sich, zur Wohnungsabgabe einen Experten des Mieterinnen- und Mieterverbandes beizuziehen. Die Fachperson nimmt ebenfalls ein Protokoll auf, berät Sie während der Wohnungsabgabe und kann Ihnen genau sagen, für welche Schäden Sie aufkommen müssen und welche zulasten des Vermieters gehen. Erkundigen Sie sich beim Mieterinnen- und Mieterverband, was ein Experte kostet, und vereinbaren Sie einen Termin.

Lebensdauertabellen: Lebensdauer von Wohnungseinrichtungen
Mieterinnen- und Mieterverband
10 Was versteht man unter Littering?Nach oben
Anti Littering Kampagne
Littering ist das Liegenlassen und Wegwerfen von Unterwegsabfall im öffentlichen Raum. Das Ausmass des Litterings ist für die Schweiz neu. Dahinter stehen verschiedene Entwicklungen - der Unterwegskonsum (fliegende Verpflegung) hängt mit der zunehmenden Mobilität zusammen.

Littering ist kein reines Abfallproblem. Im öffentlichen Raum gibt es genügend Abfalleimer. Es ist vor allem ein gesellschaftliches.

Ein Slogan sagt: Was im Wohnzimmer stört, stört auch auf dem Trottoir!

Thalwil setzt zurzeit die Anti-Litteringkampagne "Abfall in den Abfall" um.
11 Wie bereite ich den Umzug in eine neue Wohnung vor?Nach oben
Umzug vorbereiten
Grundsätzlich gilt: Beginnen Sie mit den Vorbereitungen so früh wie möglich. Denn ein Umzug ist mit viel Aufwand verbunden, kostet Zeit und Geld. Dies sind einige Punkte, die Sie beachten sollten:
  • Legen Sie den Umzugstermin fest und vereinbaren Sie mit dem neuen Vermieter Datum und genaue Zeit, wann Sie in die neue Wohnung einziehen können.
  • Mit dem Vermieter der alten Wohnung machen Sie ab, wann die Wohnungsabgabe stattfindet.
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber über den Umzugstermin und beantragen Sie den bezahlten Umzugstag (je nach Arbeitgeber können das auch zwei Tage sein).
  • Beauftragen Sie ein Reinigungsunternehmen für das Reinigen der alten Wohnung; wenn Sie das selber machen wollen, benötigen Sie Reinigungsgeräte (z.B. Teppichreinigungsgerät). Sie können diese in der Drogerie, im Baumarkt oder bei Umzugsfirmen mieten.
  • Wenn Sie den Hausrat (Möbel und Umzugskisten) selber transportieren möchten, benötigen Sie ein geeignetes Transportfahrzeug, das Sie mieten können, und natürlich Helfer; oder Sie beauftragen ein Umzugsunternehmen, was allerdings mit einigen Kosten verbunden ist.
  • Es braucht auch Verpackungsmaterial. Sie müssen Möbel auseinandernehmen und transportbereit machen, Kleider und Gegenstände einpacken und Weiteres mehr. Billige Kartonschachteln finden Sie beispielsweise in Gratisinseraten im Internet oder in der Gemeinde.
www.immoscout24.ch: Checklisten für den Umzug
www.ch.ch: Meldungen an Behörden beim Umzug
12 Wo muss ich mich nach einem Umzug an- und abmelden?Nach oben
Wenn Sie in der gleichen Gemeinde umziehen, reicht eine Adressänderung an Ihre Einwohnerkontrolle. Wenn Sie in eine andere Gemeinde ziehen, müssen Sie sich innerhalb von acht Tagen bei der alten Wohngemeinde abmelden und bei der neuen Wohngemeinde anmelden. In den meisten Gemeinden müssen Sie persönlich bei der Einwohnerkontrolle vorbeigehen. Denken Sie daran, folgende Dokumente mitzunehmen:
  • Heimatschein, individuell oder für Paare (Der Heimatschein wird Ihnen von Ihrer alten Wohngemeinde abgegeben. Einen neuen Heimatschein können Sie bei Ihrer Heimatgemeinde bestellen.)
  • Familienausweis, wenn Sie Kinder haben.
Gemäss dem Freizügigkeitsabkommen gelten für Staatsangehörige der EU/EFTA die gleichen Regeln wie für Schweizerinnen und Schweizer. Migrantinnen und Migranten aus einem Drittstaat mit einer Aufenthaltsbewilligung müssen sich frühzeitig bei der Einwohnerkontrolle der Wohngemeinde oder bei der kantonalen Migrationsbehörde informieren, welche zusätzlichen Schritte bei einem Umzug zu unternehmen sind. Dies gilt insbesondere bei einem Kantonswechsel, denn für den Aufenthalt in einem anderen Kanton wird in der Regel eine neue Aufenthaltsbewilligung benötigt.

Weitere Stellen, die Sie bei einem Umzug benachrichtigen sollten:
  • Post: Sie können einen Auftrag zum Nachsenden Ihrer Post bei der Poststelle hinterlegen.
  • Strom, Gas, Wasser: Informieren Sie die zuständigen Werke über Ihren Umzug, damit diese die Schlussabrechnung machen können.
  • Telefon: Informieren Sie Ihre Telefongesellschaft, damit diese Telefon, Internetanschluss und allenfalls digitales TV ändern kann.
  • Schule: Falls Sie Kinder haben, informieren Sie die Lehrpersonen und die Schulbehörden über den Umzug.
www.ch.ch: Meldungen an Behörden beim Umzug
www.ch.ch: Checkliste für den Umzug
13 Kann der Vermieter den Mietzins einfach erhöhen?Nach oben
Mietzins
Der Vermieter darf den Mietzins erhöhen, muss dazu aber ein offizielles Formular verwenden. Darin sind klare Gründe für die Erhöhung und die entsprechenden Zahlen zu nennen. Ein solcher Grund kann etwa ein Umbau sein oder wenn der hypothekarische Referenzzinssatz erhöht wird. Wenn Sie mit einer Erhöhung nicht einverstanden sind, haben Sie 30 Tage Zeit, um sich dagegen zu wehren.

Wird der Referenzzinssatz gesenkt, haben Sie als Mieterin und Mieter einen gesetzlichen Anspruch auf eine Reduktion des Mietzinses. Nicht alle Vermieter sind aber von sich aus bereit, den Mietzins dann auch zu senken.

Bevor Sie sich gegen eine Mietzinserhöhung wehren oder eine Reduktion verlangen, sollten Sie sich genau informieren, wie vorzugehen ist und welche Fristen Sie einhalten müssen. Lassen Sie sich zuerst beraten, bevor Sie vorschnell handeln.

www.mietrecht.ch: Referenzzinssatz
www.immoscout24.ch: Referenzzinssatz
14 Kann eine Wohnung gekündigt werden?Nach oben
Ja, sowohl Mieter wie auch Vermieter können die Wohnung kündigen. Sie müssen aber die im Vertrag festgehaltenen Fristen und Termine beachten. Wer eine Kündigung erhält, hat 30 Tage Zeit, um sich bei der Schlichtungsbehörde dagegen zu wehren.

Es ist auch möglich, die Wohnung ausserhalb der offiziellen Kündigungstermine zu kündigen. Mit dem offiziellen Kündigungstermin sind die Termine und Kündigungsfristen gemeint, die im Mietvertrag festgelegt sind. Sie müssen dann allerdings einen oder besser mehrere Nachmieter finden und der Verwaltung vorschlagen. Diese müssen zahlungsfähig und zumutbar sein.

www.immoscout24.ch: termingerechte Kündigung und Briefvorlage für Kündigung
www.immoscout24.ch: «akzeptable» Nachmieter
15 Wer bezahlt Reparaturen in der Wohnung?Nach oben
Reparaturen
Kleinere Reparaturen, die Sie selbst ohne eine Fachperson ausführen können, gehören zum sogenannten kleinen Unterhalt (Kosten bis rund 150 Franken). Dafür müssen Sie als Mieterin und Mieter selber aufkommen. Einige Beispiele: Duschschlauch, Filter im Dampfabzug, Wasserhahnfilter, Seifenschalen, Plastikkörbchen im Geschirrspüler oder Backblech im Ofen.

Wenn grössere Reparaturen nötig sind, müssen Sie dies sofort der Verwaltung oder dem Hauswart melden. Sind Sie nicht für den Schaden verantwortlich, übernimmt der Vermieter die Reparatur auf seine Kosten. Ansonsten müssen Sie einen Teil der Kosten übernehmen, je nach Lebensdauer des defekten Gegenstands.
16 Brauche ich eine Privathaftpflichtversicherung?Nach oben
Privathaftpflicht
Viele Vermieter und Verwaltungen verlangen eine Privathaftpflichtversicherung. Die Privathaftpflichtversicherung kommt zum Zug, wenn Schäden entstehen, die Sie nicht absichtlich verursacht haben. Ein Beispiel: Das Lavabo geht kaputt, weil ein Gegenstand herunterfällt. Der Schaden kann schnell viel Geld kosten. Hier springt die Privathaftpflichtversicherung ein.

Ausserdem ist es für Mieterinnen und Mieter empfehlenswert, eine Hausratversicherung abzuschliessen. Mit Hausrat bezeichnet man die gesamte Wohnungseinrichtung samt Haushaltsgeräten, Computer, TV-Gerät, CDs, Büchern, Kleidern usw.

Die Hausratversicherung übernimmt - im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme - die Schäden am Hausrat, die durch Feuer, Wasser, Elementarereignisse, Diebstahl oder Glasbruch entstanden sind. Die Versicherungssumme sollten Sie alle paar Jahre oder nach teuren Anschaffungen überprüfen und allenfalls anpassen. Empfehlenswert ist auch eine Rechtsschutzversicherung.

In der Schweiz gibt es zahlreiche Versicherungsgesellschaften, die solche Versicherungen anbieten. Leistungen und Prämien können sehr unterschiedlich sein, ein Vergleich lohnt sich.

www.immoscout24.ch: Hausratversicherungen
www.comparis.ch: Hausratversicherungen und Privathaftpflichtversicherungen vergleichen
17 Was sollte ich als Mieterin und Mieter besonders beachten?Nach oben
Waschküche
Für ein gutes, friedliches Zusammenleben in einem Mehrfamilienhaus ist es wichtig, dass die Bewohnerinnen und Bewohner aufeinander Rücksicht nehmen. Es braucht dazu gewisse Regeln, an die sich alle halten. Sie sind in der Hausordnung ausführlich beschrieben. Nachfolgend einige wichtige Punkte:
  • Nachtruhe: Sie dauert normalerweise von 22 bis 7 Uhr, die Mittagsruhe von 12 bis 13 Uhr. In dieser Zeit gilt, TV- und Musikgeräte auf Zimmerlautstärke einzustellen und keine lauten Tätigkeiten auszuüben. Auch an Sonn- und Feiertagen ist Lärm zu vermeiden. Wer Freunde zu einem Fest einlädt, kündigt das seinen Nachbarn am besten vorher an.
  • Gemeinsam genutzte Plätze/Räume: Hauseingang, Treppenhaus, Abstellplätze, Waschküche usw. stehen allen Mieterinnen und Mietern zur Verfügung. Verstellen Sie diese Plätze und Räume nicht mit eigenen Dingen und achten Sie auf Sauberkeit.
  • Waschküche: Beachten Sie die Regeln für die Benutzung der Waschküche genau und sorgen Sie nach dem Waschen immer für Sauberkeit. Sie vermeiden so Streitigkeiten mit anderen Mieterinnen und Mietern und tragen zu einer guten Atmosphäre im Haus bei.
  • Haustiere: Hunde, Katzen und andere Haustiere sind nicht in allen Wohnungen erlaubt. Erkundigen Sie sich schon beim Vertragsabschluss, was zulässig ist.
  • Rauchen: In vielen Häusern ist das Rauchen im Treppenhaus, in gemeinsam genutzten Räumen oder im Lift nicht erlaubt. Es gibt auch Wohnungen, die nur an Nichtraucher vermietet werden.
  • Fragen: Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich doch am besten an den Hauswart.
www.immoscout24.ch: Kein Streit in der Waschküche
18 Wo kann ich mich beraten lassen?Nach oben
Es gibt in der Schweiz mehrere Organisationen, die sich mit dem Wohnungswesen befassen. Eine davon ist der Mieterinnen- und Mieterverband. Er setzt sich für die Interessen und Rechte von Mieterinnen und Mietern ein, berät seine Mitglieder und erbringt für sie weitere Dienstleistungen.

Auch die Schlichtungsbehörden informieren Sie in allen Fragen rund um das Mieten, etwa bei Kündigungen, Mietzinserhöhungen oder Depotrückgabe. Zudem vermitteln sie in Streitfällen zwischen Mietern und Vermietern. Die Beratungen und Verhandlungen sind kostenlos. Zum Beratungstermin müssen alle Unterlagen mitgenommen werden, vor allem natürlich der Mietvertrag.

Mieterinnen- und Mieterverband
Unentgeltliche Rechtsauskunft Horgen