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Häufige Fragen und Fachbegriffe


Oft beantworten die Mitarbeitenden des Forstreviers die gleichen Fragen oder erklären die Fachbegriffe. Hier finden Sie einen Überblick der wichtigsten Begriffe und häufigsten Fragen.

Häufige Fragen

Welches sind die Aufgaben eines Revierförsters?
Die Gemeinden sind verpflichtet, für den gesamten Wald in ihrem Gemeindegebiet einen Revierförster anzustellen. Seine Aufgaben ergeben sich aus dem kantonalen Waldgesetz.

Der Förster
  • übt die forstpolizeiliche Aufsicht aus
  • zeichnet Holzschläge an oder gibt seine Zustimmung
  • informiert in der Gemeinde über den Wald- berät Waldbesitzer und Waldbenützer
  • wirkt bei staatlichen Massnahmen mit
Auf Anfrage informiert der Förster gerne über sein gesamtes Leistungsangebot. Mehr Details zu den Aufgaben des Revierförsters sind hier nachzulesen: Gesetzliche Aufgaben des Revierförsters

Was sind das für grosse Holzhaufen im Wald?
<energieholz>
Diese Holzhaufen werden zur Produktion von Holzschnitzel verwendet. Da die Heizungen meist erst wieder im Herbst beheizt werden, bleibt das Holz meisten den Sommer durch im Wald liegen. Durch eine Lagerung der gefällten und nicht entlaubten Bäume während eini-ger Wochen oder Monate im Wald wird bereits eine massgebliche Vortrocknung erreicht (Wassergehalt weniger als 50%). Gleichzeitig bleibt dabei dem Wald der grösste Anteil an Laub und Nadeln als Mineralstoffe erhalten.

Trotz grosser Nachfrage wird darauf geachtet, dass wir dem Wald nicht nur Holz nehmen, sondern im Lebensraum Wald auch Holz liegen lassen. Dies in Form von Astmaterial oder Stämmen, die als Totholz dienen und Lebensraum für verschiedene Arten sind und später wieder Nährstoffe für die Bäume abgeben. In der Schweiz könnte der Energieholzverbrauch problemlos verdoppelt werden, ohne die Nachhaltigkeit zu gefährden.

Wieso werden überhaupt Bäume gefällt?
Antwort als Video
Der Wald liefert den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz. Dieses wird als Baumaterial und zum Schreinern verwendet, für ganze Häuser, Dachstühle oder etwa in der Möbelher-stellung. Ein wachsender Anteil des in der Schweiz geernteten Holzes ersetzt fossile Brennstoffe und wird in Holzfeuerungen zu Wärme umgewandelt.

Jährlich wachsen im Schweizer Wald rund 10 Mio. Kubikmeter Holz nach. Davon wird ca. die Hälfte, also rund 5 Mio. Kubikmeter geerntet. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung liesse die Nutzung von zusätzlichen 2 bis 3 Mio. Kubikmeter zu. Der Schweizer Wald wird also momentan unternutzt. Somit wächst der potenzielle Holzvorrat in den Wäldern kontinuierlich an und die Bestände werden tendenziell älter. Ältere Waldbestände werden allerdings instabiler, will heissen an-fälliger auf Schadereignisse wie z. B. Sturm oder Käferbefall.

Deshalb ist es wichtig, Holz zu nutzen und die Wälder regelmässig zu verjüngen. Dadurch kann ein nachhaltiger Rohstoff gewonnen werden, gleichzeitig bleiben die Wälder durch die Bewirtschaftung fit und können so ihre vielfältigen Funktionen besser erfüllen.

Stichwortverzeichnis

 
StichwortErklärung
AnzeichnungDer Entscheid, welche Bäume gefällt werden müssen, nennt man Anzeichnung. Dabei wird der sogenannte Aushieb mit einem Spray diagonal markiert.
BetriebsplanDer Betriebsplan ist ein forstliches Planungsinstrument. Der Zweck der periodischen Erneuerung der Betriebspläne besteht darin, die Ergebnisse des Forstbetriebes und dessen Umfeld zu analysieren und anhand des aktuellen Waldzustandes sowie der Formulierung wesentlicher strategischer Ziele die Betriebsführung für die nähere Zukunft zu planen. Als betriebliches Führungsinstrument soll der Betriebsplan dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Forstbetriebes zu verbessern und seine Existenz langfristig zu sichern.
FeinerschliessungUm den Boden und seine Lebewesen zu schützen, wird mit einer sogenannten Feinerschliessung (Rückegasse) festgelegt, wo der Waldboden am besten befahren werden kann. Die Feinerschliessung ist die Voraussetzung, um die empfindlichen Böden bestmöglich zu schützen.

Jede Feinerschliessung wird im Wald mit einem blauen horizontalen Strich markiert und mit GPS erfasst und im Geoinformationssystem (GIS) digitalisiert. Es wird grosser Wert darauf gelegt, die Feinerschliessung wenn möglich nur bei guter Witterung zu befahren, um Schäden verhindern und den Boden zu schonen.
Hoheitliches GebietAls hoheitliches Gebiet wird der Perimeter Wald bezeichnet für den der jeweilige Revierförster zuständig ist.
HolzernteDie Holzernte ist wichtig, um die Lebensbedingungen (Platz, Sonnenlicht, ...) des Jungwaldes zu verbessern und so dessen Wachstum zu fördern. Die Verjüngung des Waldes ist wichtig für den langfristigen, gesunden Fortbestand unserer Wälder. Nachhaltige Waldnutzung erfordert ein kontinuierliches Abwägen zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen, um die unterschiedlichen Ansprüche an den Wald berücksichtigen zu können.
Holzernte, motormanuellBei diesem Ernteverfahren handelt es sich um die klassische Holzernte mit der Motorsäge, welche sich vor allem im Starkholzbereich und bei kleinflächigen Eingriffen bewährt.
Holzernte,
teilmechanisiert
Dieses Arbeitsverfahren ist eine Kombination aus der motormanuellen Ernte und dem Einsatz eines Harvesters (Vollernter) und eines Forwarders (Rückefahrzeug). Je nach Baumbestand und Gelände werden Maschinen von der kleinen bis zur oberen Leistungsklasse eingesetzt. Um bei diesem Holzernteverfahren möglichst bestandesschonend zu arbeiten und um den Bodendruck möglichst klein zu halten, wird grosser Wert auf ein gut geplantes Feinerschliessungssystem und einen erfahrenen Maschinisten gelegt.
JungwaldpflegeMit der Jungwaldpflege werden die gewünschten Baumarten in ihrer Entwicklung gefördert. Die Jungwaldpflege ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Wälder. Bund und Kanton unterstützen die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer mit Beiträgen.
Jungwaldpflege ist eine wichtige Investition in die Zukunft. Wie bei allen Investitionen, zahlt es sich aus, mit dem notwenigen Fachwissen, zum richtigen Zeitpunkt und genau dort anzusetzen, wo die Massnahmen am wirkungsvollsten sind. Da der Wald auch für die Gesellschaft von grosser Bedeutung ist, unterstützen Bund und Kanton die Waldeigentümer und Waldeigentümerinnen bei der Jungwaldpflege mit Beiträgen.
Angestrebt werden: standortsgerechte, produktive, stabile, risikoarme, ökologisch wertvolle Waldbestände.
KleinstrukturenKleinstrukturen wie Steinhaufen, Trockenmauern, Asthaufen, Gebüsche, Baumgruppen, Baumstrümpfe, Pfützen und Tümpel sowie Krautsäume sind für Tiere und Pflanzen wichtige Lebensräume.

Gerade Asthaufen, die nach einem Holzschlag zurück bleiben, sind deshalb nicht ein Zeichen eines unaufgeräumten Waldes, sondern ein Zeichen der Artenvielfalt. Diese Strukturen sind ein Zeichen eines naturnahen Waldbaues.
Rechtliche AspekteSeit über 100 Jahren ist die Nachhaltigkeit gesetzlich verankert. Dies bedeutet, dass nicht mehr Holz genutzt werden darf als nachwächst. Um den Wald langfristig zu erhalten, betreibt das Forstrevier Thalwil eine nachhaltige Waldpflege im Dauerwaldprinzip. Grundlage dazu bildet die forstliche Planung, die auf den rechtlichen Grundlagen des Kantons basiert.
Stufiger WaldrandWaldränder mit einem bunten Strauchgürtel und blütenreichem Krautsaum beherbergen viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Um die Artenvielfalt in strukturarmen Waldrändern zu fördern, wird der Waldrand ausgelichtet. So kann sich ein ausgedehnter Strauchgürtel entwickeln. Die Sträucher werden periodisch zurückgeschnitten, damit Raum für einen üppigen Krautsaum entsteht.
WaldbauWaldbau bezeichnet die Lenkung der Waldentwicklung durch menschliche Eingriffe zur Erreichung bestimmter Ziele.Der Förster entscheidet, zusammen mit dem kantonalen Kreisforstmeister und den Waldbesitzern, welche Bäume zugunsten eines anderen gefällt werden. Er berücksichtigt dabei die verschiedenen Eigenschaften der Baumarten und deren Bedürfnisse.
WertastungMit astfreiem Qualitätsholz lässt sich eine deutlich höhere Wertleistung erzielen als mit Massensortimenten. Die sorgfältig ausgeführte Wertastung ist daher in vielen Fällen eine lohnende Investition.

Ein wichtiges Ziel der Waldpflege im Wirtschaftswald ist die Produktion von qualitativ hochwertigem Holz. In dafür geeigneten Beständen müssen die Wertträger frühzeitig und zielgerichtet gefördert werden. Mit geeigneten Massnahmen lässt sich bereits bei der Bestandesbegründung und später bei der Bestandespflege die Stammqualität verbessern. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist ein astfreier Schaft. Soll Qualitätsholz produziert werden, sind deshalb die natürliche und künstliche Astreinigung besonders wichtig.