Direkt elektrische Heizungen verbrauchen im Winter viel Strom. Genau dann ist jedoch die einheimische Stromproduktion gering und Strom muss aus dem Ausland importiert werden. Wärmepumpen dagegen sind drei bis fünf Mal effizienter. Diese können einzelne Gebäude oder ganze Quartiere mittels Fernwärmenetzen versorgen. Gemäss geltendem Energiegesetz sind zudem sowohl Neu-Installationen als auch der Ersatz von Elektroheizungen im Kanton Zürich heute verboten. Und bis spätestens 2030 müssen auch bestehende Elektroheizungen sowie direkt elektrische Wassererwärmer (Boiler) ersetzt werden. Mit dem Energie-Förderprogramm des Kantons Zürich und dem kommunalen Förderprogramm Klima wird der Umstieg auf ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien finanziell unterstützt. Neu wird seit 2025 auch die Installation eines Wärmeverteilsystems (z. B. Radiatoren oder Fussbodenheizung zusätzlich zur Heizung) durch den Kanton gefördert. Es lohnt sich folglich, einen entsprechenden Elektroheizungs-Ersatz frühzeitig anzugehen.
Der Gemeinde Thalwil liegen Daten vor, die besagen, dass noch rund 100 Elektroheizungen auf dem Gemeindegebiet vorhanden sind. Die Eigentümerinnen und Eigentümer der betreffenden Gebäude werden deshalb diese Woche persönlich angeschrieben und auf die Kampagne «Tschüss Elektroheizung» der Fachgruppe Energiestädte Zimmerberg aufmerksam gemacht. Der Brief macht auf die Sanierungsfrist, die Förderprogramme und die Beratungsangebote von Gemeinde, Kanton und Bund aufmerksam. Ähnliche Briefe wurden bereits in Horgen, Wädenswil und Richterswil verschickt. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Webseite tschuesselektroheizung.ch.
Unter energie.thalwil.ch finden sich zudem Empfehlungen für energieeffiziente und klimafreundliche Heizsysteme für sämtliche Gebäude in Thalwil und Gattikon. Bei Bedarf hilft die Abteilung Umwelt und Nachhaltigkeit unter umwelt@thalwil.ch oder 044 723 23 43 gerne weiter.
Präsidiales / Umwelt und Nachhaltigkeit
