Mit einer deutlichen Mehrheit stimmten die Stimmberechtigten von Thalwil an der Urnenabstimmung vom 29. November 2020 sowohl dem Haupt- wie auch dem Zusatzantrag des Gemeinderats zum Umbau und der Erweiterung der Schulanlage Feld-Berg in Thalwil zu. Der Hauptantrag umfasste eine neue unterirdische Doppelturnhalle und einen Anbau beim Schulhaus Feld, in welchem der Unterricht der Sekundarschule stattfindet. Zudem sollte die alte Turnhalle Feld für den Werkunterricht umgenutzt und im bestehenden Schulhaus Feld bauliche Anpassungen zur Unterteilung von Klassen- und Gruppenzimmern vorgenommen werden.
Der dazu notwendige Baukredit belief sich auf 24,9 Millionen Franken. Als Zusatzvorlage legte der Gemeinderat den Stimmberechtigten einen Baukredit für die Ausstattung der Doppelturnhalle mit Veranstaltungs-infrastruktur und -technik im Umfang von 1,23 Millionen Franken vor. Mit einem Gesamtkredit von insgesamt 26,13 Millionen Franken handelte es sich um das bislang grösste Bauvorhaben einer Schulanlage in Thalwil.
Planmässiger Abschluss
Das umfassende Bauprojekt, das sich in sechs Teilprojekte gliederte, konnte planmässig im Januar 2022 begonnen werden. Obwohl es während der Bauzeit – welche in die Coronapandemie und dem Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine fiel – immer wieder kleinere und grössere Herausforderungen zu bewältigen gab, konnte bei allen Etappen der vorgeschriebene Zeitplan eingehalten werden. Im August 2024 wurde mit den Umgebungsarbeiten die letzte Etappe abgeschlossen. Der Abschluss der Arbeiten und die offizielle Übergabe der Räumlichkeiten an die Schule wurden mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.
Seither sind die unterirdische Doppelturnhalle und moderne Lernumgebungen für die Sekundarschülerinnen und -schüler sowie die Lehrerschaft rege im Einsatz. Durch die Ausstattung der Doppelturnhalle mit moderner Veranstaltungsinfrastruktur dient diese ausserdem als Durchführungsort von Veranstaltungen von Vereinen, der Schule und Gemeinde.
Auswirkungen der Teuerung
Die Nachwirkungen der Coronapandemie sowie der Krieg in der Ukraine wirkten sich auch auf die Baukosten aus: Teuerung und Lieferengpässe liessen die Preise für Baumaterialien stark ansteigen. Erstere liegt gemäss Preisbasis des Zürcher Baukostenindex vom 1. April 2020 bei 14,5 Prozent, wodurch die bewilligten Baukredite der Haupt- und Zusatzvorlage von gesamthaft 26,13 Millionen Franken zum Zeitpunkt der Bauabrechnung bei 29,96 Millionen Franken inklusive MWST liegen.
Dank der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Gesamtleistungsanbieter Allreal Generalunternehmung AG, dem Planungs- und Ingenieurbüro Landis AG sowie der Baukommission Feld-Berg, konnten die Arbeiten trotz der erschwerten Zustände termingerecht und in einwandfreier Qualität umgesetzt werden. Das Projekt Umbau und Erweiterung der Schulanlage schliesst bei einem Gesamtaufwand von 27,19 Millionen Franken und liegt damit teuerungsbereinigt 2,77 Millionen Franken unter Kredit.
Gemeinderat
