Das Regenwasser wird von der grossen Dachfläche der benachbarten Liegenschaft über ein Fallrohr zunächst in die Pflanztröge geleitet. Dort wird das Wasser vom Substrat und von den Pflanzen aufgenommen oder versickert in die darunterliegenden Wassertanks, wo es gespeichert wird. Mithilfe einer solarbetriebenen Pumpe wird das gespeicherte Wasser anschliessend wieder zur Bewässerung der Vertikalbegrünung und der Pflanztröge genutzt. Über die Pflanzen wird ein Teil des Wassers durch Verdunstung an die Umgebung abgegeben und damit der Wasserkreislauf geschlossen.
Durch das gespeicherte Regenwasser werden das Pflanzenwachstum gefördert sowie Beschattung und natürliche Kühlung ermöglicht. Auf den Informationstafeln am Modell werden die Funktionsweise der Pocket-Schwammstadt und das zugrunde liegende Schwammstadt-Prinzip anschaulich erklärt. Dabei wird aufgezeigt, wie durch die lokale Speicherung und Nutzung von Regenwasser die Kanalisation bei Starkregen entlastet, der Oberflächenabfluss verringert und die Aufenthaltsqualität während Hitzeperioden verbessert werden kann.
Das Modell wird von der Mobiliar Generalagentur Horgen zur Verfügung gestellt. Die Mobiliar Genossenschaft unterstützt schweizweit Gemeinden bei der Umsetzung von Schwammstadt-Projekten, indem sie Projekte mitfinanziert und zur Vernetzung von Expertinnen und Experten sowie Organisationen beiträgt. Zudem unterstützt sie auch private Entsiegelungsinitiativen.
Präsidiales, Umwelt und Nachhaltigkeit
